Portrait der Kurator:innen Lorenzo Romito, Sabine Pollak und Michael Obrist vor einer beigen Wand.

Kurator:innen Lorenzo Romito, Sabine Pollak und Michael Obrist © Michael Obex

Österreich auf der Architekturbiennale 2025 in Venedig

Die Architekturbiennale in Venedig gilt als wichtigste internationale Plattform für zeitgenössische Architektur. 2025 wird Österreich erneut mit einem eigenen Pavillon vertreten sein und innovative Architekturpositionen präsentieren.

Die Biennale Venedig hat sich seit ihrer Gründung 1895 zu einem der bedeutendsten kulturellen Events weltweit entwickelt. Was ursprünglich als reine Kunstausstellung begann, wurde 1980 um die internationale Architekturausstellung erweitert. Seither bietet die Architekturbiennale alle zwei Jahre eine einzigartige Plattform für den globalen Diskurs über zeitgenössische Architektur. Die Ausstellung in den historischen Giardini della Biennale und dem Arsenale zieht regelmäßig hunderttausende Besucher an und gilt als Seismograph für aktuelle Entwicklungen und Trends in der internationalen Architekturszene.

Agency for Better Living: Österreichs innovativer Beitrag 2025

Der österreichische Beitrag zur 19. Architekturbiennale Venedig 2025 verspricht, hochaktuelle gesellschaftliche Fragen in den Mittelpunkt zu rücken. Unter dem Titel "Agency for Better Living" werden die Kuratoren Michael Obrist, Sabine Pollak und Lorenzo Romito ein Projekt präsentieren, das sich den drängenden globalen Wohnungsfragen unserer Zeit widmet. Das Siegerprojekt, das sich in einem Wettbewerb des Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport durchsetzte, verbindet dabei auf innovative Weise zwei zentrale Ansätze: das erfolgreiche Top-down-Modell des Sozialen Wohnbaus in Wien und Bottom-up-Initiativen der Zivilgesellschaft, die besonders am Beispiel Roms untersucht werden.

Kritische Auseinandersetzung mit leistbarem Wohnen

Das Projekt schlägt eine Brücke zwischen österreichischer Expertise im sozialen Wohnungsbau und der kreativen Wiedernutzung verlassener Gebäude und Infrastrukturen in Italien. Wie Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer betont, geht es dabei um weit mehr als ästhetische Fragestellungen: Die soziale und politische Verantwortung von Architektur steht im Fokus. Der österreichische Pavillon wird damit zu einem Ort der kritischen Auseinandersetzung mit leistbarem Wohnen und nachhaltiger Stadtentwicklung - Themen, die angesichts der globalen Urbanisierung und Wohnraumknappheit von höchster Aktualität sind.

Österreichs langjährige Tradition auf der Biennale

Mit Ausnahme von nur zwei Jahren war Österreich seit der ersten Biennale 1895 durchgehend vertreten. Der österreichische Pavillon in den Giardini della Biennale hat sich dabei als wichtige Plattform für die Präsentation innovativer Architekturpositionen etabliert. Die Präsenz auf der Architekturbiennale bietet österreichischen Architekten eine einzigartige Möglichkeit, ihre Arbeit einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren. Die Ausstellung fungiert als wichtiges Forum des internationalen Austauschs und trägt maßgeblich zur Stärkung des weltweiten Ansehens der österreichischen Architektur bei. Durch die professionelle Organisation und großzügige Unterstützung des Bundesministeriums können innovative Projekte und zukunftsweisende Konzepte optimal präsentiert werden. Die Biennale-Teilnahme fördert nicht nur den kulturellen Austausch, sondern eröffnet auch neue geschäftliche Perspektiven für heimische Architekturbüros.

Redaktion
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