"Gebaute Rollenbilder" im AzW
Im Rahmen der Ausstellung Suburbia beleuchtet der Architekt Jan Engelke bezeichnet das Einfamilienhaus als "sexistische Wohnform". Vortrag und Respondenz zeigen, welche Wohn- und Rollenbilder hinter dem Traum vom Einfamilienhaus stecken und wie diese zu den vielfältigen Gesellschaftsentwürfen des 21. Jahrhunderts passen.
Hinweise und Tipps
Wann?
Wo?
Mittwoch, 11.06.2025, 18:00 bis 20:00
Eintritt frei
Die Ausstellung Suburbia - Leben im amerikanischen Traum - zeichnet die Geschichte eines Lebensideals nach, das, ausgehend von den US-amerikanischen Vorstädten, die Welt eroberte und von populären Medien unaufhörlich reproduziert wird. Gleichzeitig analysiert die Ausstellung, die noch bis 4. August 2025 täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet ist, die Widersprüche dieses Modells und seiner sozialen und ökologischen Folgen wie Flächenverbrauch, Versiegelung und Leerstand.
Am 11. Juni hält Jan Engelke,wissenschaftlicher Mitarbeiter im Lehrbereich Urban Design an der TU München einen Impulsvortrag im Rahmen von Suburbia. Titel der Veranstaltung: "Gebaute Rollenbilder":
Vater, Mutter, Kind glücklich vereint im Eigenheim – das ist der Traum von Millionen von Menschen. Dabei handelt es sich eigentlich um einen sehr jungen Traum, der nach 1945 den Bauboom von Einfamilienhäusern in Österreich auslöste. Das war kein Zufall, sondern von politischen und wirtschaftlichen Interessen gesteuert, die sich tief ins Private einschreiben sollten. Bis heute manifestieren die seit Jahrzehnten kaum veränderten Grundrisse dieser Häuser heteronormative Rollenbilder und verhindern neue Wohn- und Familienmodelle. Der Abend diskutiert Wohnbilder, -wissen und -ideologien, die Architekturen und damit die Gesellschaft prägen.
Vortrag: Jan Engelke, Respondenz: Bernadette Krejs, Senior Scientist, Wohnbau und Entwerfen, TU Wien.
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