2 Frauen und ein Mann betrachten ein großes Architekturmodell auf einem Tisch im Architekturzentrum in Wien.

2 Frauen und ein Mann betrachten ein großes Architekturmodell auf einem Tisch im Architekturzentrum in Wien. © esel.at - Robert Puteanu

Architekturzentrum zeigt "Europas beste Bauten"

Der mit 90.000 Euro dotierte Preis EUMies Awards ist der wichtigste europäische Architekturpreis. Die Ausstellung dazu ist ein Seismograf für das Architekturgeschehen in Europa und lenkt dieses Jahr den Blick auf zirkuläres Bauen, den Bestand und öffentliche Freiräume.

Hinweise und Tipps

Europas beste Bauten

im Az W

Preis der EU für zeitgenössische Architektur.

Mies van der Rohe Award 2024

noch bis 20.01.2025
Az W Ausstellungshalle 2

Museumsplatz 1 im MQ
1070 Wien

Alle zwei Jahre stellt die Wanderausstellung "Europas beste Bauten" herausragende Architekturprojekte aus Europa in den Mittelpunkt und avancierte zum beliebten Fixpunkt beim interessierten Publikum.

Aus den 362 nominierten Projekten aus 38 Ländern wurden für die Ausstellung insgesamt 40 Projekte von der hochkarätigen Jury unter Vorsitz des französischen Architekten Frédéric Druot ausgewählt, darunter zwei Projekte aus Österreich: das Stadthaus Neubaugasse in Wien von PSLA Architekten und IKEA Wien westbahnhof von querkraft architekten.

Die im Az W zu sehenden, ausgezeichneten Projekte stehen für den Wandel im gegenwärtigen sozialen, ökologischen und ökonomischen Kontext und dienen als Orientierung für die Entwicklung zeitgenössischer Architektur.

Innenaufnahme des Studentenhauses am Campus Braunschweig. Große Fensterflächen, Schreibtische und Studenten zu sehen.

Innenaufnahme des Studentenhauses am Campus Braunschweig. Große Fensterflächen, Schreibtische und Studenten zu sehen. © Iwan Baan

Sieg für Bildungsbau in Braunschweig

2024 geht der Hauptpreis des EUMies Awards wie schon vor zwei Jahren an einen Bildungsbau: Der Studierenden-Pavillon auf dem Campus der TU Braunschweig von Gustav Düsing und Max Hacke bietet eine flexible und innovative Lernumgebung, die den sozialen und fachlichen Austausch fördert. Die schlanke Stahl-Holz-Hybridkonstruktion ist vollständig demontierbar. Neben der Möglichkeit, das Gebäude durch weitere Plattformen zu verdichten, kann es auch in anderer Form oder an einem anderen Ort wieder aufgebaut werden.

Innenaufnahme einer hellen Bibliothek aus Holz mit zahlreichen Regalen und Sitzgelegenheiten in Barcelona.

Innenaufnahme einer hellen Bibliothek aus Holz mit zahlreichen Regalen und Sitzgelegenheiten in Barcelona. © Jesús Granada

Nachwuchspreis für Bibliothek in Barcelona

Den ersten Platz beim Nachwuchspreis "Emerging Architecture 2024" konnte sich die Bibliothek Gabriel García Márquez in Barcelona von SUMA Arquitectura (Elena Orte und Guillermo Sevillano) sichern. Das skulpturale Gebäude belebt das seit langem benachteiligte Arbeiterinnenviertel und schafft zugleich eine offene städtische Lounge, die sofort angenommen wurde.

40 Projekte in der Ausstellung zu sehen

Neben den Siegerprojekten können sich die Besucherinnen und Besucher auch eine Selektion der Einreichungen ansehen. Darunter finden sich die Revitalisierung des Klosters von Saint-François auf Korsika von Amelia Tavella Architects; der Umbau eines verfallenen Schlachthofes im tschechischen Ostrava in die städtische Galerie für zeitgenössische Kunst PLATO von KWK Promes, bei dem auch der kontaminierte Raum rund um das Gebäude in einen biodiversen Kunstpark verwandelt wurde; der Schulneubau für das Colegio Reggio in Madrid von Andres Jaque/ Office for political innovation, der einer Assemblage verschiedener Klimazonen, Ökosysteme und architektonischer Traditionen gleicht, die eine Lernumgebung für kollektives und selbstbestimmtes Lernen schaffen; sowie der öffentliche Raum und Garten Hage im schwedischen Lund, der sich als erstes Projekt eines größeren Neubaugebietes über die Zeit vom Objekt in der Landschaft zur Leerstelle im städtischen Gefüge entwickeln wird. Finalistin des Emerging Preises ist die Sanierung des Tourismusinfogebäudes und Neugestaltung des umgebenden Platzes im portugiesischen Piódão von Branco del Rio.

Redaktion
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