Welchen Boden haben Sie im Garten?
Wissen Sie, welchen Boden Sie in Ihrem Garten haben? Je nachdem, ob die Erde im Garten dicht, locker, nährstoffreich oder nährstoffarm ist, wachsen bestimmte Pflanzen besser oder schlechter. Welche Bodenarten es gibt, welche problematisch sind, und was Sie zur Bodenverbesserung beitragen können, sagen wir Ihnen hier.
Welche Bodenarten gibt es?
Ist der Boden in Ihrem Garten dicht und lässt er sich kaum umgraben? Dann heißt ihr Sorgenkind wohl Tonboden. Oder ist er ganz sandig, zerfällt beim Pflanzen und kann Wasser kaum speichern? Dann haben Sie es mit einem Sandboden zu tun. Ihre Pflanzen verkümmern und können sich nicht recht entwickeln? Dann wird es Zeit, sich einen grünen Daumen anzuschaffen, oder vielleicht doch Ihrem Problemboden an den Kragen zu rücken. Grob unterteilen lassen sich die Bodenarten im Garten in
- Sandböden ("leichte Böden“)
- Lehm-/Sandböden ("mittelschwere" oder "humose Böden")
- Lehmböden ("schwere Böden")
Schauen wir uns die wichtigsten Bodenarten hier genauer an:
Der Sandboden ist leicht, feinkörnig und besteht vor allem aus groben Partikeln. Dadurch ist er sehr durchlässig für Wasser, er ist also sehr tocken. Auch Nährstoffe werden sehr schnell ausgespült, die Fruchtbarkeit von Sandböden ist also sehr gering.
Sie haben einen Sandboden in Ihrem Garten? Wichtige Infos und Tipps gibt es hier
Der Lehmboden ist das für den Garten ideale Substrat. Viele Hobbygärtner stufen ihn falsch ein, weil sie ihn mit dem Tonboden verwechseln. Ein lehmiger Boden, mit meist vorhandenem Sandanteil speichert Nährstoffe und Wasser ohne dass die Gefahr von Staunässe besteht. Lehmboden lässt sich durch Zugabe von Sand oder Kompost relativ schnell korrigieren. In die Hand genommen hat Lehmboden eine gute Krümelstruktur.
Ein Tonboden ist schwerer und wasserundurchlässiger als Lehmboden, er ist verdichtet und birgt grundsätzlich immer eine Staunässegefahr. Das ist für empfindliche Wurzeln kritisch, da sich eine Erde dieser Art noch dazu nur schwer erwärmt. Mit der Hand lassen sich aus Tonboden mühelos Figuren formen.
Sie haben Tonboden in Ihrem Garten? Was hier gut wächst und was nicht, hier weiterlesen!
Moorböden kommen in unseren Gärten kaum vor, es handelt sich dabei um Torferden mit einem hohen Anteil an organischem Material, also abgestorbenen und verrotteten Pflanzenresten, aber nur wenig Nährstoffen. Die Bodenreaktion ist sauer, was von unseren Gartenpflanzen nur Heidekrautgewächsen und Azaleen (Rhododendren) gut bekommt. Beim Zusammendrücken fühlt sich Moorboden elastisch wie ein Schwamm an.
Wie funktioniert die Handprobe?
Um festzustellen, welche Beschaffenheit der Boden und die Erde in Ihrem Garten haben, braucht es kein Labor. Das lässt sich schon recht schnell und einfach mit einer so genannten Handprobe, auch Fingerprobe oder Fühlprobe genannt, erkennen.
- Nehmen Sie ein wenig Erde aus Ihrem Garten in die Hände, legen Sie es auf einen Teller und geben Sie etwas Wasser dazu. Die Erde sollte ein bisschen angefeuchtet, nicht aber nass sein. Nun wird die feuchte Erde zwischen Daumen und Zeigefinger gerieben. Fühlt sich die Erde sehr körnig und rau an oder ist sie eher glatt, weich und schmierig?
- Als nächstes wird die Erde zu einer Kugel geformt, um herauszufinden, wie gut die Erdeb bindet. Bricht die Kugel leicht auseinander oder hält sie gut zusammen? Bleibt ein Teil der Erde an den Händen kleben oder löst sie sich komplett von der Haut?
- Letzter Abschnitt der Handprobe ist die Knetbarkeit der Erde. Versuchen Sie, die Kugel zwischen Ihren Handflächen zu einer Wurst zu rollen. Wie gut lässt die Erde das mit sich machen und wie schaut die Rolle aus?
Wie ist Ihre Handprobe ausgefallen? Ist die Erde in Ihrer Hand nicht rollbar, zerfällt ganz leicht und fühlt sich rau, körnig und sandig an? Dann haben Sie ziemlich sicher einen Sandboden in Ihrem Garten. Ist die zur Kugel gerollte Erde in Ihrer Hand gut knet- und formbar, ohne Risse zu bekommen oder auseinanderzubrechen, dann haben Sie im Garten einen schweren Boden mit hohem Tongehalt. Je mehr die geknetete oder geformte Oberfläche glänzt, desto mehr Ton ist enthalten.
Was tun, wenn der Boden müde ist?
Gärtnerinnen und Gärtner verstehen unter dem Phänomen „müder Boden“, in Folge von starker Auszehrung durch Anbau von stets der gleichen Pflanzenart ausgelaugte, also "müde" gewordene Garten- oder Ackerböden. Ist der Boden auf Ihrem Grundstück müde, können Sie Gegenmaßnahme setzen, und zwar mit einem optimierten Pflanzplan auf Basis vermehrten Fruchtwechsels. Zusätzlich sollten Sie darauf achten, dass zwischen stark zehrenden Pflanzen, die vermehrt Humus, Kompost und Stallmist benötigen, und schwach zehrenden, die darauf verzichten, aber dafür Kalk benötigen, abgewechselt wird.
Was darf auf den Kompost und was nicht? Hier die wichtigsten Fakten
Wie kann man die Bodenbeschaffenheit verbessern?
Bäume, Sträucher, Rasen benötigen bei extremer Hitze viel Wasser. Gegossen werden sollte abends oder früh morgens. Der Gartenschlauch als halb- oder vollautomatische Bewässerung setzt sich immer mehr durch. Es ist unerheblich, ob die Gartenflächen eben oder hügelig, klein oder groß sind. Die Wasserverteilung kann mittels moderner Computertechnik genau gesteuert und berechnet werden. Vollautomatische Anlagen werden meist fix installiert, die Rohre bestehen aus UV-beständigen Kunststoffen und sind für einen mehr als Jahrzehnte langen Einsatz geeignet. Das Wasser wird entweder aus dem Leitungsnetz entnommen, was bedeutet, daß Wasserentnahme- und gleichzeitig Wasserentsorgungskosten anfallen. Mit dem Einbau von Erdtanks aus hochfestem Glasfibermaterialien können alle Regenwässer gesammelt werden und bei Bedarf mittels Pumpen wieder für die Bewässerung entnommen werden. Solche Behälter sind witterungs- und säurebeständig, garantiert dicht, und sind auch leicht zu versetzen.
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