Metallgerüst tragend Pflanzkästen grünem Gemüse und Pflanzen unter freiem Himmel auf einem Dachgarten in einer Stadtumgebung im Hintergrund Gebäude und klare Himmel sichtbar Schilder an den Kästen: 10 11 12 13 14

Biotope City Wienerberg: Kombination unterschiedlicher Nutzungen auf dem Dach - Photovoltaik und Urban Gardening © BOKU ILAP

Gegen den Hitzestress in der Stadt: Projekt COOLCITY

Das BOKU-Projekt COOLCITY konzentriert sich auf die Stärkung des Sozialkapitals im Stadtgebiet von Wien durch soziale Innovationen, insbesondere bei extremen Hitzeereignissen. Hier die Erkenntnisse aus der Studie.

Hinweise und Tipps

Im Rahmen von umfangreichen Interviews und Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern der MA18, der Gebietsbetreuungen der MA25, des Verbands gemeinnütziger Bauvereinigungen, der gemeinnützigen Bau- und Wohnungsgenossenschaft "Wien-Süd", der Wiener Gesundheitsförderung, des Wiener Hilfswerks, des Wiener Rotes Kreuz und Wiener Wohnen wurden die Herangehensweisen unterschiedlichster Institutionen untersucht.

Das "Institut für Wald-, Umwelt- und Ressourcenpolitik" der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) erstellte eine Studie zum Thema "Sozialkapital in der Verbesserung der Anpassung an extreme Hitzeereignisse in Wien". Mit Förderung des "Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die BOKU" wurden die Auswirkungen von Hitzeereignissen auf die Bevölkerung untersucht.

Die zunehmende Zahl extremer Hitzeereignisse als Folge des Klimawandels hat massive Auswirkungen auf die Bevölkerung. Um diesen zu begegnen wurde das Forschungsprojekt "COOLCITY" ins Leben gerufen.

Sozialkapital als wesentlicher Faktor

Tatsache ist, dass die Anpassung an die Folgen des Klimawandels auch als sozialer Prozess verstanden werden muss. Neben finanziellen und infrastrukturellen Maßnahmen erfordert der Klimawandel somit auch soziale Innovationen. COOLCITY konzentrierte sich daher auf die Stärkung von Sozialkapital im Stadtgebiet von Wien, das insbesondere bei den vermehrt auftretenden extremen Hitzeereignissen gefragt ist.

Das zeigte sich im Rahmen der Gespräche mit 22 durch Hitzestress betroffenen Personen aus den besonders betroffenen Stadtteilen Innerfavoriten und dem Gründerzeitviertel auf beiden Seiten des Gürtels. Dabei wurde deutlich, dass die Stärkung sozialer Netzwerke die Auswirkungen von Hitzestress abschwächen kann. Als wesentliche Punkte kristallisierten sich dabei die Organisation gegenseitiger Hilfe und die Erleichterung der Kommunikation zwischen Bevölkerung und Verwaltung heraus. Konkrete Vorschläge dazu erarbeiteten die Betroffenen in zwei partizipativen Workshops in den jeweiligen Gebieten.

Unterstützt werden sollen soziale Maßnahmen durch entsprechende bauliche, technische und stadtplanerische Innovationen. Jüngstes Beispiel dafür ist etwa die "Biotope City Wienerberg", wo die Nutzbarmachung als Begegnungsfläche und die gartenartige Ausgestaltung des Dachbereichs konzipiert wurde. Ebenso stellen die Pflanztröge auf den Balkonen für die geschoßübergreifende, vertikale Begrünung einen Beitrag dar, das Mikroklima im Stadtquartier klimafit zu gestalten.

Redaktion
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