Schwammstadt: Aufnehmen, speichern, abgeben

Extremwetterereignisse, Hitze und Trockenheit, Überflutungen. Gerade die urbanen Gebiete spüren die Auswirkungen des Klimawandels und die Folgen von Flächenversiegelung und Verbauung zunehmend. Ein Instrumentarium dagegen: Schwammstädte.

Während sich in Neubaugebieten die Ideen der Schwammstadt zu einem klimaverträglicheren Wassermanagement von Anfang an mitdenken und umsetzen lassen, sind die Herausforderungen bei bestehenden Innenstädten umso größer. Doch auch hier kann gehandelt werden: Zum Beispiel mit der Begrünung von Dächern und Fassaden, mit der Schaffung bepflanzter innerstädtischer Flächen oder mit der Integration von Versickerungsmulden und Rigolen. Im Idealfall wird das Regenwasser dort aufgenommen und gespeichert, wo es fällt. Die Verdunstung reguliert dann das Mikroklima und die Außentemperaturen, was im Sommer kühlend und im Winter schützend vor Kälte wirkt.

Im Sonnwendviertel im 10. Wiener Gemeindebezirk werden Schwammstadt-Prinzipien wie durchlässige Straßenpflasterungen und die Anlage von Dachgärten konsequent umgesetzt, um Regenwasser zu sammeln und natürlich zu filtern. Diese Maßnahmen helfen dabei, die Kanalisation zu entlasten und die Hitzeinselwirkung in der Stadt zu reduzieren.

Im Sonnwendviertel im 10. Wiener Gemeindebezirk werden Schwammstadt-Prinzipien wie durchlässige Straßenpflasterungen und die Anlage von Dachgärten konsequent umgesetzt, um Regenwasser zu sammeln und natürlich zu filtern. Diese Maßnahmen helfen dabei, die Kanalisation zu entlasten und die Hitzeinselwirkung in der Stadt zu reduzieren. © ÖBB/Aldinger+Wolf

Wie funktioniert eine Schwammstadt?

Das Schwammstadt-Konzept basiert auf mehreren Schlüsselstrategien, die dazu beitragen, Wasserzyklen in urbanen Umgebungen zu optimieren:
1. Versickerung: Die Fähigkeit des Bodens, Wasser aufzunehmen, wird durch die Schaffung von Grünflächen, Parks, Gärten und anderen permeablen Flächen verbessert. Dadurch wird verhindert, dass Regenwasser schnell abfließt und stattdessen in den Boden eindringt, wo es natürlich gefiltert und gespeichert werden kann.
2. Speicherung: Zusätzliche Wasserspeicher, wie z. B. künstlich angelegte Teiche, Regenwassersammelbehälter oder unterirdische Reservoirs sammeln Überschusswasser, das bei Bedarf für die Bewässerung oder andere Zwecke genutzt werden kann.
3. Reinigung: Bevor das Wasser in Flüsse oder Seen zurückgeführt oder für die Bewässerung wiederverwendet wird, durchläuft es natürliche oder künstliche Filtrationsprozesse, um Schadstoffe zu entfernen und die Wasserqualität zu verbessern.
4. Wiederverwendung: Das gesammelte Regenwasser wird für unterschiedliche Zwecke genutzt, einschließlich Bewässerung, Haushaltsgebrauch oder zur Auffüllung des Grundwasserspiegels, womit eine effiziente Nutzung der Wasserressourcen gewährleistet wird.

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Veronika Kober
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