Foto von mehreren Mitarbeitern von EHL auf der Expo Real.

Foto von mehreren Mitarbeitern von EHL auf der Expo Real. © EHL

EXPO Real 2025: Die Trends bei Europas größter Immobilienmesse

Die Stimmung auf der EXPO Real 2025 ist vorsichtig optimistisch. Trotz anhaltender Wirtschaftsschwäche zeichnen sich erste Erholungstendenzen am europäischen Immobilienmarkt ab. Besonders der Wohnungssektor zeigt positive Signale.

Der europäische Immobilienmarkt navigiert durch turbulente Zeiten. Die anhaltende Rezession in Deutschland, dem einstigen Konjunkturmotor Europas, wirkt sich spürbar auf die gesamte Branche aus. Zusätzlich belasten geopolitische Spannungen wie die Ukraine-Krise, der Krieg im Nahen Osten und die unberechenbare US-Zollpolitik das Geschäftsklima. Dennoch zeigen sich auf der EXPO Real 2025 erste Anzeichen einer vorsichtigen Erholung, wenngleich auf einem deutlich niedrigeren Niveau als vor 2022.

Investment: Neue Player entdecken den Markt

Während klassische institutionelle Anleger wie offene Publikumsfonds, Versicherungen und Pensionskassen noch zögern, zeigen Family Offices und Spezialfonds verstärktes Interesse. Der Fokus liegt dabei auf Immobilien mit Wertsteigerungspotenzial, besonders im Bereich der Mietentwicklung. In Wien zeichnet sich aufgrund der geringen Neubauaktivität eine zunehmende Flächenknappheit ab.

Büromarkt: Qualität statt Quantität

Die Nachfrage nach Büroflächen bleibt zwar verhalten, der Trend zu hochwertigen und innovativen Bürokonzepten setzt sich jedoch fort. Besonders gefragt sind zentrumsnahe Lagen mit guter Verkehrsanbindung. In Wien profitieren davon vor allem die Entwicklungsgebiete nördlich der Donau.

Einzelhandel setzt auf kleinere Flächen

Im Einzelhandel zeigt sich ein klarer Trend zu kompakteren Verkaufsflächen in Top-Lagen. Die Kombination aus stationärem Handel und Online-Angeboten ermöglicht es Händlern, ihre Flächen zu optimieren. Als Vorreiter gilt hier IKEA mit seinem City-Store-Konzept, das nach erfolgreichen Tests nun auch in London umgesetzt wird.

Wohnimmobilien erleben Aufschwung

Gesunkene Finanzierungskosten und der Rückgang der Marktzinsen beleben den Wohnimmobilienmarkt europaweit. Die steigende Nachfrage trifft dabei auf ein verknapptes Angebot, da viele Projektentwickler ihre Aktivitäten reduziert haben. Experten rechnen daher ab 2026 mit Preissteigerungen - teilweise sogar über der Inflationsrate. Karina Schunker, Geschäftsführerin der EHL, prognostiziert: "Gerade vor dem Hintergrund, dass die Zahl der Projektentwickler zurückgegangen ist und daher weniger neues Angebot auf den Markt kommt, wird die Nachfrage in vielen Märkten – allen voran in Deutschland und Österreich – ab dem kommenden Jahr das Angebot deutlich übersteigen."

Redaktion
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