Österreich investiert in klimaneutrale Städte von morgen
Österreichs Städte sollen schneller klimafit werden. Zwei neue Förderausschreibungen setzen gezielt auf Partnerschaften und Innovation. Insgesamt stehen dafür 11 Millionen Euro bereit.
Mit zwei parallel gestarteten Ausschreibungen treiben das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) und der Klima- und Energiefonds die klima- und energiepolitische Transformation in Österreichs Städten weiter voran. Im Rahmen der Mission „Pionierstädte“ werden sowohl Großstädte als auch Klein- und Mittelstädte gezielt angesprochen, um innovative Lösungen für Klimaneutralität, Klimawandelanpassung und nachhaltige Stadtentwicklung umzusetzen.
Städte als Schlüsselakteure der Transformation
Städte gelten als zentrale Hebel für die Erreichung nationaler Klimaziele. Entsprechend setzt die Initiative auf neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Bund, Städten und weiteren Partnern. Ziel ist es, die Umsetzungskraft vor Ort zu stärken und konkrete Maßnahmen schneller in die Praxis zu bringen – von nachhaltiger Mobilität bis hin zu resilienter Infrastruktur.
Förderung für Großstädte
Die Ausschreibung „Pionierstadt – Partnerschaft für zukunftsfitte Großstädte“ richtet sich an Städte ab 50.000 Einwohner:innen. Gefördert werden insbesondere der Aufbau von Kompetenzen sowie die Umsetzung innovativer Projekte, die zur Verbesserung der Lebensqualität und zur Anpassung an den Klimawandel beitragen. Pro Stadt können bis zu 700.000 Euro beantragt werden, insgesamt stehen rund 8 Millionen Euro zur Verfügung.
Fokus auf Klein- und Mittelstädte
Parallel dazu adressiert die zweite Ausschreibung gezielt Klein- und Mittelstädte mit 10.000 bis 50.000 Einwohner:innen. Hier liegt der Fokus auf öffentlich-öffentlichen Kooperationen, um Know-how zu bündeln und Transformationsprozesse effizienter zu gestalten. Die maximale Förderung beträgt 500.000 Euro pro Stadt, bei einem Gesamtbudget von rund 3 Millionen Euro. Die Partnerschaften sind auf drei Jahre angelegt.
Rahmenbedingungen und Fristen
Beide Programme verfolgen das Ziel, strategische und operative Maßnahmen enger zu verzahnen und innovative Ansätze schneller zu skalieren. Voraussetzung für eine Teilnahme ist unter anderem ein verpflichtendes Beratungsgespräch mit der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) bis zum 8. September 2026. Die Einreichfrist für Projekte endet am 15. September 2026.
Infoveranstaltung für Interessierte
Begleitend findet am 5. Mai 2026 eine Online-Infoveranstaltung statt, die interessierten Städten einen Überblick über die Fördermöglichkeiten und Anforderungen bietet. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.