15. GBB Award: Die Sieger stehen fest
Im Rahmen der 15. Green & Blue Building Conference wurden am 21. November 2024 im Palais Pallavicini die Gewinnerprojekte des renommierten GBB Awards bekannt gegeben. Prämiert wurden ein Kindergarten in NÖ und die Firma LOPAS.
Hinweise und Tipps
"Mit dem GBB Award begleiten wir die Bau- und Immobilienbranche nun schon seit vielen Jahren und tragen dazu bei, dass spannende Technologien, Lösungen und Ideen eine Bühne bekommen und wundervolle Projekte ihre Vorbildwirkung entfalten. Vordenker und Pioniere nehmen das Risiko auf sich, neue Wege zu beschreiten und sollen dafür auch ausgezeichnet werden!"
Alexander Ghezzo
Seit Jahren vergeben die Initiatoren Gudrun und Alexander Ghezzo den GBB Award, eine Auszeichnung, die herausragende Projekte, Services und Produkte mit Fokus auf Nachhaltigkeit in der Bau- und Immobilienwirtschaft würdigt. 2024 hat die hochkarätige Jury den Schwerpunkt auf Brownfield-Projekte und kreislauffähige Baustoffe gelegt. Hier die Gewinner der diesjährigen Auflage im Detail:
Bestes Projekt
In der Kategorie "Projekte" wurde der NÖ Landeskindergarten in Spillern ausgezeichnet, eingereicht von Lukas Lang Building Technologies GmbH. Der Kindergarten wurde zunächst als vorübergehende Lösung errichtet und nach zwei Jahren an seinem endgültigen Standort neu aufgebaut und erweitert. Durch die Wiederverwendung der Bauteile konnte die Gemeinde Spillern sowohl Ressourcen schonen als auch Kosten sparen. Dieses innovative Projekt demonstriert eindrucksvoll, wie Flexibilität und Nachhaltigkeit im Bauwesen vereint werden können.
Bestes Produkt
In der Kategorie "Produkte und Services" wurde die Firma LOPAS für ihre innovativen Lehm-Holz-Stroh-Fassadenelemente ausgezeichnet. LOPAS setzt mit dieser Technologie neue Maßstäbe im ökologischen Bauen und kombiniert natürliche Materialien zu einem kreislauffähigen Produkt, um langlebige Gebäude mit optimalem Raumklima und minimalem Energieverbrauch zu schaffen. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, nachhaltiges Bauen wirtschaftlich und kreislauffähig zu machen und leistet damit einen bedeutenden Beitrag zur Reduktion von CO₂-Emissionen in der Bauindustrie.
Hinweise und Tipps
Die Jury 2024
- Anna Vera Deinhammer (Stiftungsprofessorin Sustainable Real Estate Development)
- Peter Engert (GF ÖGNI)
- Marc Guido Höhne (Delta)
- Hannes Horvath (HAND GmbH)
- Caroline Mocker (VIG Asset Management a.s.)
- Christian Polzer (Studiengangsleiter "Green Building" FH-Campus Wien)
- Ute Schaller (Gruppenleiterin KSI Wien)
- Karl Zimota (Expert Real Estate Sustainability Building Lifecycle Services, TÜV Süd)
Weitere Auszeichnungen: Die Top-Einreicher
Neben den Award-Gewinnern und Gewinnerinnen wurden folgende Projekte, Produkte und Services als "Top-Einreichungen" beim GBB Award ausgezeichnet:
FANTOPLAST: Das Wiener Unternehmen produziert hochwertige Paneele aus 100 % regionalen, recycelten und recycelbaren Kunststoffen. Diese Paneele können nach ihrem Lebenszyklus wiederaufbereitet oder vollständig recycelt werden. Zudem arbeitet FANTOPLAST ausschließlich mit Ökostrom und bezieht Materialien von lokalen Recyclern im Umkreis von 50 Kilometern.
Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien – Going Green Kredit Real Estate: Dieses Finanzierungskonzept bietet eine klare Struktur für Ankäufe, Sanierungen und Refinanzierungen. Es unterstützt Unternehmen dabei, die Nachhaltigkeit ihrer Immobilien zu verbessern und gleichzeitig die Anforderungen regulatorischer Standards zu erfüllen.
VIENNA ONE, Wien: Entwickelt vom Architekturbüro Reisinger & Kutscher steht VIENNA ONE für die nachhaltige Transformation einer in den 1960er Jahren erbauten Produktionsstätte für Mikroskope in ein modernes Forschungszentrum. Dabei wurde die bestehende Bausubstanz erhalten und umfassend saniert. Die beiden Architektinnen Rita Reisinger und Doris Kutscher engagierten sich für dieses Projekt, um Nachhaltigkeit und Innovation in der Architektur zu fördern und die Tradition des Standorts zu bewahren
BH Salzburg Umgebung, Seekirchen am Wallersee: Umgesetzt von SWAP Architektur und DELTA ist dieses im Juli 2023 eröffnete Verwaltungsgebäude das erste große seiner Art in Salzburg, das primär mit dem Baustoff Holz errichtet wurde. Die Holzbauweise ermöglicht, dass sich die sechs auf einem Sockel liegenden, unterschiedlich hohen Holzkuben trotz ihres Volumens harmonisch in die Umgebung einfügen.
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