Mann mit grünem Hut streicht Holzplanke mit Pinsel in überdachter Freiluftwerkstatt umgeben von Bäumen und Holzstapeln.

Holz lasieren ist eine Arbeit, die man einfach selbst ausführen kann. © Halfpoint/shutterstock.com

Holz lasieren: Warum das gut ist und wie es funktioniert

Als Lasur wird eine transparente oder halbtransparente Beschichtung aus lichtdurchlässigen Anstrichmitteln auf Holz bezeichnet. Die Holzlasur bietet einen Feuchte- und Schmutzschutz für Naturhölzer, hält die Poren offen und die Maserung sichtbar. Es ist eine gute Alternative zu Lack oder Öl.

Holz im Außenbereich braucht Schutz vor Witterung, UV-Strahlung und Feuchtigkeitseintrag. Dafür muss es bearbeitet werden. Neben dem Lackieren, Ölen oder Beizen können Sie Holzoberflächen auch lasieren. Eine Lasur bewahrt die natürliche Schönheit des Materials und verlängert seine Lebensdauer um Jahre. Wie Sie Holz richtig lasieren und welche Lasur für welchen Zweck geeignet ist, erfahren Sie hier.

Das Wort Lasur kommt übrigens aus dem Lateinischen "lasurium" und steht für Blaustein oder Lapislazuli. Als Lasur wird eine transparente oder halb transparente Beschichtung auf Holzaus lichtdurchlässigen Anstrichmitteln bezeichnet, sie ähnelt optisch einem Klarlack, der aber die Holzporen verschließt. Die Lasur bietet hingegen einen Feuchte- und Schmutzschutz für Naturhölzer, hält die Poren dabei aber offen und die Maserung sichtbar. Im Gegensatz zum Beizen kann eine Lasur aber nicht strukturieren.

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Weitere Möglichkeiten, Holz zu bearbeiten:

Die verschiedenen Lasuren für Holz unterscheiden sich in ihrer Konsistenz und in der Schutzwirkung. Wenn Sie also vor dem Regal im Baumarkt stehen, und nicht wissen, zu welchem Produkt greifen, sollten Sie zuerst diesen wichtigen Unterschied kennen:

Dünnschichtlasuren dringen tief ins Holz ein und betonen die natürliche Maserung des Holzes. Diese Lasuren sind dünnflüssig, lassen das Holz atmen und eignen sich hervorragend für Holzfassaden, Zäune oder Gartenmöbel. Der Vorteil von Dünnschichtlasuren: Das Holz kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben, ohne dass die Lasur abblättert. Allerdings müssen Sie diese Lasuren alle zwei bis drei Jahre erneuern.

Dickschichtlasuren bilden hingegen einen dickeren, deckenden Film auf der Holzoberfläche. Sie schützen intensiver vor Feuchtigkeit und UV-Strahlung, ähnlich wie ein Lack. Diese Lasuren eignen sich besonders für stark beanspruchte Holzelemente wie Fenster, Türen oder Balkone. Der Nachteil: Bei Rissen oder Beschädigungen kann Wasser unter die Lasur gelangen und das Holz von innen schädigen. Zudem müssen Sie abgeplatzte Stellen komplett abschleifen, bevor Sie neu lasieren.

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Großaufnahme einer rechten Hand, die mit rotem Schleifblock Holz abschleift. Staub deutlich zu sehen.

Keine Lasur ohne vorherigen Abschliff, es sei denn, das zu lasierende Holz hat bereits früher eine Dünnschichtlasur erhalten. © A_Bruno/stock.adobe.com

Dünnschichtlasuren eignen sich für Gartenmöbel, Holzfassaden und Holzzäune. Sie lassen sich einfach auftragen und bei Bedarf auch ohne großen Aufwand erneuern – einfach überstreichen genügt.

Fenster, Türen und andere maßhaltige (ihre ursprünglichen Maße beibehaltende) Bauteile bearbeitet man hingegen besser mit Dickschichtlasuren. Diese bieten einen stärkeren Schutz gegen eindringende Feuchtigkeit und sie halten auch wiederholten mechanischen Belastungen besser stand. Auch für Holz, das direktem Schlagregen ausgesetzt ist, empfiehlt sich die Dickchichtlasur.

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Für Holz im Innenbereich können Sie spezielle Innenlasuren verwenden. Diese enthalten weniger Lösungsmittel und sind geruchsärmer. Sie betonen die Holzmaserung und schützen vor Verschmutzung und Abnutzung.

Wie bereitet man das Holz aufs Lasieren vor?

Bevor Sie sich ans Lasieren machen, muss das Holz vorbereitet werden. Handelt es sich um ein ganz neue, unbehandelte Holzoberfläche, schleifen Sie diese am besten mit Schleifpapier der Körnung 120 bis 180 in Richtung der Maserung. So öffnen sich die Poren und die Lasur kann später besser eindringen. Entfernen Sie unbedingt am Ende den Schleifstaub mit einem trockenen Tuch oder einer weichen Bürste, ansonsten wird Ihnen das Ergebnis später keine Freude machen.

Wenn Sie bereits lasiertes Holz auffrischen möchten, prüfen Sie zuerst die alte Beschichtung auf Risse, Abplatzungen und Blasen. Wurde das Holz mit einer Dickschichtlasur bearbeitet, muss diese alte Schicht komplett abgeschliffen oder mit einem speziellen Heißluftgerät abgetragen werden. Dünnschichtlasuren sind die kleinere Herausforderung, sie können nacheiner gründlichen Reinigung und leichtem Anschleifen meist direkt überstrichen werden.

Ist die zu bearbeitende Holzoberfläche stark verschmutzt oder bereits vergraut, so sollten Sie diese mit einer Bürste und klarem Wasser reinigen, das Holz gut trocknen lassen und dann erst mit dem Lasieren beginnen.

Holz schleifen - welches Schleifpapier und Körnung für welches Holz? Hier die Anworten

Zweimal hinschauen!

Achten Sie besonders auf das Hirnholz, die Kanten und Ecken. Warum? In diesen Bereichen wird besonders viel Lasur aufgesaugt. Oft benötigt es da eine zusätzliche Lasurschicht.

Holz lasieren: einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Lasurkübel öffnen und erstmal ordentlich rühren. Nur so verteilen sich die ganzen Pigmente gleichmäßig. Verdünnen Sie das Material nicht – es sei denn, der Hersteller empfiehlt dies ausdrücklich für den ersten Anstrich.
  2. Tragen Sie nun je nach zu streichendem Gegenstand die Lasur mit einem breiten Pinsel, einer Rolle oder einem Lasurpad auf. Arbeiten Sie immer in Richtung der Holzmaserung und achten Sie darauf, die Lasur nicht zu dick aufzutragen. Lieber mehrere dünne Schichten, als eine (zu) dicke.
  3. Lassen Sie nun diesen ersten Anstrich, die Grundierung quasi, trocknen. Meist dauert das etwa vier bis sechs Stunden, dann richten sich die Holzfasern wieder auf.
  4. Ist alles trocken, geht es ans Schleifen. Die lasierte Fläche sollten Sie jetzt ganz leicht mit feinem Schleifpapier (Körnung 220) anschleifen und den Staub sofort entfernen.
  5. Nun folgt die zweite Schicht. Diese wird wie die Grundierung aufgetragen und wieder trocknen gelassen. Übrigens: Für optimalen Schutz im Außenbereich empfehlen Profis eher drei Anstriche.
behandschuhte Hand streicht mit kleinem, breitem Pinsel eine Holzlasur auf dünne Latten von vielleicht einem Gartentisch

Nachdem das Holz abgeschliffen wurde, folgt der erste Anstrich, die so genannte Grundierung. © Michael-Rogner/stock.adobe.com

Typische Fehler beim Lasieren

  • Lasieren Sie niemals bei direkter Sonneneinstrahlung oder bei Temperaturen unter fünf Grad. Die Lasur trocknet sonst zu schnell oder ungleichmäßig. Ideal sind bewölkte, trockene Tage mit Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad.
  • Vermeiden Sie es, zu viel Lasur auf einmal aufzutragen. Nasenbildung und Tropfen sehen nicht nur unschön aus, sie können auch die Schutzwirkung beeinträchtigen. Streichen Sie Überschüsse sofort aus.
  • Lassen Sie die Lasur zwischen den Anstrichen ausreichend trocknen. Die Trocknungszeit finden Sie auf dem Gebinde. Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann sie sich verlängern.
  • Achten Sie darauf, dass das Holz beim Lasieren trocken ist. Die Holzfeuchte sollte unter 20 Prozent liegen. Feuchtes Holz nimmt die Lasur nicht richtig auf und der Schutzfilm kann später reißen.

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Veronika Kober
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