moderner Wohnblock mit unterschiedlichen Geschoßhöhen, Vorsprüngen und Balkonen vor großem angelegten See. Sommerlicher Eindruck.

moderner Wohnblock mit unterschiedlichen Geschoßhöhen, Vorsprüngen und Balkonen vor großem angelegten See. Sommerlicher Eindruck. © slavun/stock.adobe.com

Immobilienmarkt 2026: Trends und Entwicklungen in Österreich

Nach mehreren Jahren einschneidender und schmerzhafter Veränderungen am Immobilienmarkt hat sich das Feld zuletzt spürbar beruhigt und entwickelt sich wieder in eine positive Richtung mit moderaten Wertsteigerungen und wachsender Nachfrage.

„Der Immobilienmarkt hat in den letzten Jahren große Veränderungen erlebt: Deutlich gestiegene Zinsen, verschärfte Kreditvergaberichtlinien und eine hohe Unsicherheit haben viele Menschen veranlasst, Kaufentscheidungen aufzuschieben“, sagt Martina Hirsch, Geschäftsführerin von s REAL. „Seit einigen Monaten zeigt sich jedoch eine klare Stabilisierung. Die Zinsen sind wieder auf einem gut kalkulierbaren Niveau, die Einkommen konnten nachziehen und die Leistbarkeit verbessert sich spürbar.“ Diese Tendenz bestätigt auch Anton Nenning von RE/MAX, der von einer Fortsetzung des moderaten Aufwärtsdtrends spricht. Es könne für alle Immobilientypen ein Aufschwung erwartet werden, so Nenning.

Die komplette RE/MAX Studie für den Immobilienmarkt 2026 finden Sie hier

s REAL sieht 2026 ein vergleichsweise großes Angebot an Immobilien, welches auf eine Nachfrage trifft, die zwar wieder anzieht, aber noch überschaubar bleibt. Käuferinnen und Käufer profitieren damit von mehr Auswahl, realistischeren Preisvorstellungen und deutlich besseren Rahmenbedingungen bei der Finanzierung – ein klassisches Window of Opportunity für den Immobilienerwerb. Anders sieht das die RE/MAX. Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer beklagt in einer aktuellen Aussendung, dass "viel zu wenig neu gebaut wird und die Nachfrage auf ein geringeres Angebot trifft". Dies würde dazu führen, dass "die Preise spätestens 2027/28 wieder spürbar steigen werden". Sein Appell an die Politik: "Zeitnah entsprechende Anreize setzenm danut der Neubau wieder angekurbelt wird und mehr Wohnraum auf den Markt kommt."

Was kommt auf die Bundesländer zu?

Unabhängig von den gesamtösterreichischen Trends lohnt sich ein genauer Blick auf die einzelnen Bundesländer. Der Immobilienmarkt wird auch 2026 ein sehr diverser sein: Während sich viele Entwicklungen österreichweit wiederfinden, unterscheiden sich Angebotslage, Nachfrageintensität und Preisniveaus regional teils deutlich. Das zeigen auch die Darstellungen der s REAL, die wir in der folgenden Tabelle kompakt für Sie zusammengefasst haben.

Jahresausblick 2026 der s REAL im detail

Wien der Immobilienmarkt stabilisiert sich, bei Miete und Eigentum sind langfristige lineare Entwicklungen zu erwarten, Chancen vor allem für Investoren und Verkäufer; Betriebskosten wirken sich preislich stärker aus als weitere Mietanpassungen; gute Nachfrage bei passenden Objekten, besonders im Kommen ist der 20. Bezirk Brigittenau
Niederösterreich steigende Nachfrage, vor allem bei Bestandsimmobilien, Preise wieder auf dem Niveau von 2022/23; wichtigste Entscheidungskriterien bei Kauf und Miete: gute Öffi-Anbindung, Lage und Energieeffizienz, Dämmung; besonders beliebt und entsprechend teurer: das südliche Wiener Umland
Burgenland langsame Erholung, starke regionale Unterschiede; Norden teurer als Süden, Bezirk Oberwart besonders gefragt; insgesamt niedriges Preisniveau
Oberösterreich Nachfrage nach leistbaren Häusern hoch, Neubau knapp; beliebt sind sanierungsbedürftige Bestandsobjekte im Umland; Region Braunau und Mattighofen sehr gefragt;
Steiermark Preise stabil, Nachfrage selektiv; Familien weichen aus Graz ins Umland wie Leibnitz und Gleisdorf aus; Neubau in Graz stagniert, Angebot aber noch groß
Kärnten geringe Bautätigkeit und weiter hohe Preise, trotz deutlicher Nachlässe; leistbare Eigentumswohnungen vor allem am Sekundärmarkt in Ballungsräumen Klagenfurt und Villach; Nachfrage nach Eigentumswohnungen hoch, da die Mieten stark gestiegen sind und diese Entwicklung noch weiter anhalten kann; die neue Koralmbahn steigert Attraktivität gut angebundener Regionen
Salzburg belebter Markt, mehr Käufe, Preise bleiben sehr hoch; Eigentum schwer zu leisten, Mietmarkt umso stärker; gefragt vor allem gebrauchte Wohnungen bis 600.000 Euro und 80 Quadratmeter
Tirol gesunde, sehr selektive Nachfrage, keine Preisüberhitzung; stabiler Markt bei knapper Neubautätigkeit; Innsbruck und Bezirke wie Imst oder Kufstein sehr gefragt
Vorarlberg Preisniveau niedrigerals 2023; Förderungen für Neubau halbiert; belebte Nachfrage daher vor allem nach gebrauchten Bestandtsimmobillien in guter Lage; Bregenz und Dornbirn bleiben Top-Lagen
Redaktion
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