Kletterpflanzen: Die Senkrechtstarter unter den Pflanzen
Sie schmücken Mauern, Fassaden und Gerüste, wachsen schnell und bringen viel Grün und Farbe an langweilige graue Flächen. Kletterpflanzen sind eine wunderbare Möglichkeit, seinen Außenbereich zu begrünen. Wir haben den kompakten Überblick für Sie.
Wer seinen Garten ganzjährig attraktiv gestalten möchte, kommt an winterharten Kletterpflanzen nicht vorbei. Diese robusten Gewächse trotzen selbst eisigen Temperaturen und bereichern Ihren Garten auch in der kalten Jahreszeit. Erfahren Sie hier alles zu den verschiedenen Kategorien von Kletterpflanzen und wichtige Tipps zu Pflanzung und Pflege.
Kletterpflanzen können durch ihre Fähigkeit, schnell himmelwärts zu wachsen, mehr Licht für die Photosynthese tanken. Je nachdem, auf welche Art und Weise sie auf ihrem Weg nach oben Halt finden, unterscheidet man vier Kategorien von Kletterpflanzen.
Was sind Selbstklimmer?
Diese Kletterpflanzenart braucht keine Rankhilfen, die Pflanzen klettern mit Hilfe von eigenen Haftscheiben oder Haftwurzeln nach oben. Um sie zu lenken, können Sie aber ein Gerüst zu Hilfe nehmen. Zu den beliebtesten Selbstklimmern gehören unter anderem der wunderbare Herbstfärber Wilder Wein, der winterharte Efeu, Boston-Kletterwein und die üppig Weiß blühende Kletterhortensie.
Der Chinesische Blauregen (Wisteria sinensis) ist die üppigste und beliebteste Art der Blauregen (Wisteria). Er gehört zur Kletterpflanzenkategorie der Schlinger. © Angelov / Adobe Stock
Was sind Schlinger?
Wie der Name schon sagt, schlängeln oder winden sich die Schlinger mit ihrem Haupttrieb wie eine Liane nach oben. Während sich in der freien Natur die Schlinger einfach an anderen Pflanzen "anhalten" und diese als Kletterhilfe verwenden, können Sie im Garten oder Außenbereich mit Seilen oder Stangen helfen. Typische Schlinger-Kletter sind der Blauregen, das immergrüne Geißblatt, die Klettergurke oder die Pfeifenwinde.
Was sind Spreizklimmer?
Diese Kletterpflanzen haben keine Ranken noch Haftorgane, sie nutzen widerhakenähnliche Seitensprosse, starre Klimmhaare, Stacheln oder Dornen, um sich festzuhalten. Einige Vertreter haben auch Stacheln. Diese Kletterpflanzenart braucht jedenfalls eine Rankhilfe, am besten Gerüste mit Querverbindungen und immer ein bisschen Führung. Sie sollten diese Pflanzen also wo nötig festbinden oder einflechten. Beliebte Spreizklimmer sind die wunderschönen Kletterrosen, der Winterjasmin oder, sieht man auch ganz oft im Wald, Brombeeren.
Die Kletterrose gehört zu den Spreizklimmern, sie ist ein ganz wunderbares Beispiel für die Begrünung von Mauern und Fassaden. © bellissima / Adobe Stock
Was sind Ranker?
Die vierte Kategorie sind die Ranker, die einfach ihre eigenen Rankhilfen ausbilden. Damit können sie sich dann selbstständig an Ästen oder anderen Pflanzenteilen festhalten. Die entsprechenden Kletterhilfen sollten einen eher kleinen Durchmesser von rund zwei Zentimetern haben, damit sich die Ranker gut herumwickeln können. Es gibt Sprossranker (z. B. Weinrebe) und Blattranker (z. B. Platterbse). Beliebte witere Ranker sind die Waldrebe und die Duftwicke.
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