Eine Person in blauer Kleidung kniet und legt Holzbretter auf einen weißen Boden in einem Raum mit hellgelben Wänden.

Eine Person in blauer Kleidung kniet und legt Holzbretter auf einen weißen Boden in einem Raum mit hellgelben Wänden. © Mario Ewald/wohnnet Medien

Laminat selbst verlegen - so geht's

Fertigparkette und Laminatböden werden immer schwimmend, also ohne Verklebung bzw. Anhaftung zum Unterboden verlegt. Die Fertigpaneele haben entweder Nut und Feder und werden verleimt oder mittels "Click-System" verlegt. Lesen Sie hier auch über die Pflege des Laminatbodens und die unterschiedlichen Arten von Laminatböden!

Hände zeichnen mit einem Bleistift eine Linie auf ein Holzbrett im Rahmen eines Heimwerkerprojekts in einem Wohnraum mit gelber Wand und Laminatboden.

6. Das letzte Paneel auf das vorletzte legen und genau ausrichten. Ein weiteres Paneel mit der Feder gegen die Wand auflegen. Anzeichnen und sägen. © Mario Ewald

Hände mit weißen Handschuhen zeichnen mit einem Stift auf einem Holzbrett Markierungen nahe an zwei kleinen rechteckigen Vorsprüngen rote Pfeile zeigen auf die Vorsprünge helle Wand im Hintergrund

1. Zur Wandseite immer Abstandsklötze verwenden. Notfalls Wandprofil ausschneiden, falls die Wand nicht gerade läuft. © Mario Ewald

Zwei Hände bedient einen Hammer an einem Holzpaneel in einem Innenraum. Ein roter Pfeil zeigt auf das zu bearbeitende Holzstück.

3. Mit einem Zugeisen verdichten Sie die Fugen vorsichtig. © Mario Ewald

Hinweise und Tipps

Tipp:

Hat der ausgewählte Laminatboden keine Trittschalldämmung integriert, so muss vor dem Verlegen eine Dämmmatte ausgelegt werden. Hier bitte darauf achten, dass die Folienbahnen einander nicht überlappen.

Bevor es ans Verlegen geht, muss der Untergrund vorbereitetwerden: Alte Bodenbeläge entfernen, beschädigten Estrich ausgleichen, Fuß- und Übergangsleisten entfernen, Innentüren am besten aushängen, Untergrund saugen.

Hände setzen eine Holzplanke auf den Boden ein, darauf eine rote Pfeilstrecke. Der Hintergrund ist eine beige Wand mit kleinen Halterungen.

Jeweils das letzte Reststück aus einer Reihe wird als erstes Stück der Folgereihe verwendet. © Mario Ewald

1. Schritt:

Beginnen Sie mit der ersten Reihe an einer Raumecke und verlegen Sie von links nach rechts mit der Nutseite zur Wand. Verwenden Sie an der Wandseite unbedingt Abstandsklötze, um eine etwa 10 bis 15 mm breite Dehnfuge zu erzeugen. (ca. 1 cm) und schneiden Sie notfalls das Wandprofil aus.

2. Schritt:

Passen Sie das letzte Stück in der ersten Reihe längenmäßig ein. Dafür den Abstand zur Wand messen, und das letzte Laminatpaneel auf einem harten Untergrund auf die gekennzeichnete Länge absägen.

3. Schritt:

Die nächste Reihe anlegen. Mit einem Zugeisen verdichten Sie die Fugen zwischen den Laminatpaneelen vorsichtig. Achtung längs und quer die Abstandsklötze nicht vergessen!

4. Schritt:

Ist das letzte Stück der Reihe länger als 40 Zentimeter, kann es als erstes Stück der nächsten Reihe verwendet werden.

5. Schritt:

Wenn Sie zwei bis drei Reihen des Laminatbodens fertig verlegt haben, prüfen Sie, mit einer Schnur, ob die Reihen auch gerade und im korrekten Winkel liegen. Achtun: beim Einklicken von Nut und Feder vorsichtig arbeiten, damit die Verbindung nicht bricht!

6. Schritt:

Das letzte Paneel auf das vorletzte legen und genau ausrichten. Ein weiteres Paneel mit der Feder gegen die Wand auflegen. Anzeichnen und sägen. Das letzte Paneel sollte nicht kürzer als fünf Zentimeter sein.

Was Sie brauchen:

Kein Selbermach-Projekt ohne die nötigen Materialien und vor allem das passende Werkzeug. Finden Sie hier auf einen Blick, was Sie für die einzelnen Arbeitsschritte benötigen.

  • Richtlatte/Richtschnur
  • Zollstock/ Maßband
  • Stichsäge/Kreissäge/Laminatschneider
  • Abstandsklötze aus Holz oder Kunststoff
  • Winkel
  • Zugeisen
  • Schlagklotz

Welche Laminatboden-Arten gibt es?

  • Das Klick-System ist gerade bei Heimwerkern sehr beliebt. Diese moderne Verbindungsart ermöglicht es, die Dielen einfach ineinander zu stecken. Diese halten ganz ohne Leim zusammen.
  • Beim Locksystem werden die Laminatdielen von oben in leichtem Winkeln eingesteckt und so fixiert.
  • Auch gibt es sogenannte Kombinierte Systeme, bei denen zum Beispiel die Stirnseite ein Klicksystem aufweist und für die Längsseite ein Locksystem vorgesehen ist.

Den Alleskönner Laminatboden gibt es in unterschiedlichen Optiken: Fliesen- und Steinoptik, Holzoptik und in Stäbchen-, Dielen oder Schiffsoptik. Den Laminat in Holzoptik erhält man auch mit Schriftzügen und Aufdrucken oder im Used-Look.

Geschafft! - Doch wie pflege ich meinen Laminatboden?

Der Laminatboden gilt als Bodenbelag, der sehr pflegeleicht ist. Zudem nimmt er weder Pollen noch viel Staub auf und ist daher bestens für Allergiker geeigent.

Kennen Sie das? Streifenbildung nach der Reinigung des Laminatbodens? Dies kann passieren, wenn Sie zu viel Reinigungsmittelverwenden, Staub in Kombination mit Nässe der Fall ist oder Sie zu nass wischen. Um die Streifenbildung zu vermeiden, saugen Sie den Boden vor der Feuchtreinigung unbedingt ab. Nehmen Sie dann ein Mikrofasertuch, tauchen Sie es in ein mit etwas Reinigungsmittel angereichtertes Wasser und legen Sie es über den Wischmopp. Jetzt können Sie den Boden nebelfeucht wischen und im Anschluss mit einem trockenen Tuch abtrocknen. Fertig!

Tipp: Diese DIY Anleitung vermittelt Ihnen in groben Schritten den Arbeitsablauf für Ihr Projekt. Nicht versierten und ungeübten Heimwerkern empfehlen wir aufgrund der Komplexität der Arbeiten die Beauftragung eines Profiunternehmens. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn erforderlich, die passendeSchutzkleidung. Lassen Sie die hier beschriebenen Arbeiten von Fachleuten ausführen, wenn Sie mit den Materialien, Arbeitsvorgängen und Arbeitsregeln nicht vertraut sind.

Veronika Kober
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