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Asphalt aus Abfall - keine Zukunftsmusik

Ein Asphalt, hergestellt aus Biomasseabfällen und noch dazu selbst reparierend? Woran britische Forscher zurzeit arbeiten, ist keine Vision, sondern könnte schon bald ein großes Ressourcenproblem lösen. Erfahren Sie hier mehr über den aktuellen Stand der Forschung für Asphalt aus Abfall.

Eine Innovation in der Straßenbau-Technologie lässt aufhorchen. Marode Verkehrsflächen, die regelmäßig aufwändig saniert werden müssen, könnten schon bald der Vergangenheit angehören, genauso wie der klassische, aus Erdöl gewonnene Asphalt. Forscher des King's College London (KCL) und der Swansea University haben einen Asphaltaus Biomasseabfällen entwickelt, der sich selbst reparieren kann. Im herkömmlichen Asphalt sorgt das Bitumen durch Oxidation, Ausdehnung und Zusammenziehung für Risse im Material. Die Wissenschaftler wollten einen Asphalt entwickeln, der nicht nur umweltfreundlicher in der Produktion, sondern auch widerstandsfähiger und langlebiger ist.

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microscopy-of-capsules-for-asphalt.xb0c7d9da Kopie.jpg © www.kcl.ac.uk

Dafür haben sie Biomasseabfälle, die bei der Verarbeitung von Pflanzen und anderen organischen Materialien anfallen, mit speziellen chemischen Verbindungen versetzt, welche eine Art Selbstheilung des Materials ermöglichten. Wenn kleine Risse oder Schäden im Asphalt auftreten, aktivieren sich diese Verbindungen und führen zu einer Reaktion, die die beschädigte Stelle wieder von selbst verschließt. Dies verlängert die Lebensdauer von Straßen und reduziert die Notwendigkeit für teure und ressourcenintensive Reparaturen.

Ein weiterer Vorteil des Asphalts aus Biomasseabfällen ist die reduzierte Umweltbelastung. Da er aus erneuerbaren Ressourcen hergestellt wird, trägt er zur Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen bei und senkt den CO₂-Ausstoß bei der Produktion. Dies könnte langfristig einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Redaktion
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