Mehrere bunte Standortmarkierungen schweben über Gebäude in einer städtischen Umgebung. Die Markierungen zeigen Symbole wie Häuser, Herzen, Sterne und Ausrufezeichen. Die Stadtlandschaft erstreckt sich unter einem bewölkten Himmel.

Mehrere bunte Standortmarkierungen schweben über Gebäude in einer städtischen Umgebung. Die Markierungen zeigen Symbole wie Häuser, Herzen, Sterne und Ausrufezeichen. Die Stadtlandschaft erstreckt sich unter einem bewölkten Himmel. © Feel good studio/shutterstock.com

Pressegespräch: Die große Wohnumfrage von s REAL und wohnnet

Immobilienmarkt Österreich – Was war, was kommt? Die Wohnwünsche in Österreich im Vergleich: Die große Wohnumfrage von s REAL und wohnnet.

Die Wohnwünsche der ÖsterreicherInnen – Daten aus der großen Wohnumfrage.

Die neunte Auflage der großen, repräsentativen Wohnumfrage von s REAL und Wohnnet unter den Usern der Websites www.sreal.at und www.wohnnet.at hatte, im Vergleich zu den Vorjahren, ab Mitte März 2020 einen ganz besonderen Hintergrund: SARS-CoV-2 und die sogenannte Corona-Krise.

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Unser Ziel war es also, diesmal nicht nur die aktuellen Wohnbedürfnisse der Österreicherinnen und Österreicher und deren Veränderungen im Vergleich zu den Vorjahren zu erheben, sondern auch auszuwerten, ob und wie sich diese Bedürfnisse durch wochenlangen Lockdown, Ausgangsbeschränkungen, Homeoffice, Homeschooling und die generelle Unsicherheit über den Fortgang der Corona-Krise verschoben haben.

Durchgeführt wurde die Umfrage auf den beiden Websites im Zeitraum von 30. Jänner bis 30. Juni 2020. Auch in diesem Jahr haben sich beachtliche 5.274 Personen an der Umfrage beteiligt. Von den Teilnehmenden waren 60 % weiblich und 40 % männlich – ein leichter Rückgang bei den Männern im Vergleich zu den Vorjahren, in denen das Geschlechterverhältnis eher ausgeglichen war. 72 % waren unter 50 Jahre alt, die restlichen 28 % waren älter.

Immobilie gesucht: Die Motive

Die Gründe dafür, warum sich jemand auf Immobiliensuche begibt, könnten vielfältiger nicht sein – und das war auch schon vor der Corona-Krise nicht anders: Hauptmotive waren bei 28 % (2019: 26 %), dass sie statt einer Mietwohnung Eigentum erwerben wollen, gefolgt von 21 %, die angaben, dass die derzeitige Wohnung zu klein sei. Für 14 % ist ein Ortswechsel der ausschlaggebende Grund, und weitere 13% wollen aus persönlichen Gründen wie einer Trennung, einem Jobwechsel oder pflegebedürftigen Angehörigen ihre Wohnsituation verändern. Einen leichten Zuwachs auf 12 % (2019: 7 %; 2018: 8 %) gab es bei denen, die ihre erste eigene Wohnung beziehen wollen; möglicherweise hat hier die Pandemie die Auszugswünsche aus dem Elternhaus ein wenig beschleunigt. Für 7 % waren finanzielle Gründe ausschlaggebend. Ein auslaufender Mietvertrag war hingegen nur bei 2 % der Befragten der Grund für ihre Immobiliensuche, und nur 3 % (2019: 4 %) gaben an, dass die derzeitige Immobilie zu groß für sie sei – wieder einmal zeigt sich, dass das Thema "Downsizing" in der älteren Generation noch nicht angekommen ist, sie wartet lieber noch ab.

Immobilieneigentum steht hoch im Kurs

Fast drei Viertel der Immobiliensuchenden, nämlich insgesamt 73 %, wollen Eigentum erwerben. Ein Grundstück suchen dabei 12 %, eine Eigentumswohnung 30 %, und ein Haus wollen 31 % kaufen. Diese Präferenz hat sich in Corona-Zeiten und im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert, ist aber in den letzten Jahren zunehmend wichtiger geworden (2018: 67 %; 2017: 62 %; 2016: 53 %). Einen leichten Unterschied gibt es bei den angegebenen Motiven für den Eigentumserwerb: Wichtiger wurden demnach, dass keine monatliche Miete mehr zu bezahlen ist und dass es keine Übersiedlungen mehr benötigt.

Signifikant weniger wichtig nach dem Shutdown wurden hingegen die Themen Geldanlage und Wertsteigerung (20 % vs. 9 %) und die Vorsorge für das Alter (18 % vs. 15 %). "Die Menschen haben nach dem Shutdown vermehrt ihre aktuelle Wohnsituation hinterfragt und sich über Verbesserungspotenzial Gedanken gemacht," weiß Michael Pisecky, Geschäftsführer von s REAL Immobilien. "Wohnqualität kommt jetzt eindeutig vor Renditeüberlegungen, Investition in Sachwerte und Werterhalt geben persönliche Sicherheit in unsicheren Zeiten."

Mieten wollen hingegen stabile 27 % der Immobiliensuchenden, wobei hier die aktuelle Lebensphase als Motiv nach dem Shutdown eine erhebliche Steigerung erfahren hat, nämlich von 32 % auf 40 %.

Stadt oder Land?

Verliererin der Corona-Krise ist eindeutig die Bundeshauptstadt. Wollten davor noch 34 % unbedingt nach Wien, waren es danach nur noch 25 %. Die Landeshauptstädte blieben dagegen einigermaßen stabil bei den Wohnwünschen (15 % vs. 16 %), ein wenig beliebter wurden kleinere Bezirksstädte (12 % vs. 16 %). Ländliche Idylle suchten vor Corona 39 % der Befragten, danach waren es 43 %. Rechnet man hier die Bezirkshauptstädte dazu, wollen fast 60 % der Teilnehmenden an der Umfrage weg aus den größeren Städten.

Von einer großen Stadtflucht kann man aber noch nicht sprechen, zu gering sind hier – noch – die Verschiebungen in den Präferenzen. Dauert die Corona-Krise hingegen noch länger an, könnte es hier ein Umdenken in der Bevölkerung geben. Am Beginn der Krise alternativloses Homeoffice für viele Beschäftigte könnte sich für Firmen als gute Möglichkeit entpuppen, flexible Arbeitszeiten und –orte für ihre Angestellten zu ermöglichen und damit einen Umzug aufs Land attraktiver und mit dem Lebensumfeld vereinbar zu machen.

Freiflächen als die großen Gewinner

Waren in Prä-Corona-Zeiten ein Garten (29 %), ein Balkon oder eine Terrasse (56 %) sehr wichtig, stieg die Beliebtheit danach für die Teilnehmenden bei Gärten um 16 % an, bei Balkon und Terrasse waren es plus 3 %. Separat ausgewertet wurden diesmal in diesen Kategorien die Suchanfragen auf www.sreal.at: Hier zeigte sich ein gesteigertes Interesse nach Freiflächen während des Lockdowns. Relativ zur Gesamtzahl der monatlichen Besucher war im April 2020 der Anteil der Besuche mit Suchen nach Freiflächen um 20% höher als im April des Vorjahres. Im Mai 2020 war der Anteil der Besuche mit Suchen nach Freiflächen um 64% höher als im Mai 2019. Interessant dabei: im Juni 2020 nahm das Interesse an Garten, Balkon und Terrasse wieder ab. Die Ausgangsbeschränkungen und die Maskenpflicht wurden damals größtenteils aufgehoben. "Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Werte bei neuerlichen Beschränkungen entwickeln werden. Aber wir können jetzt schon sagen, dass diese Außenbereiche eine Aufwertung erfahren werden", sagt Michael Pisecky. "Freizeit und Urlaub im Garten oder in Balkonien ist definitiv angenehmer als in geschlossenen vier Wänden."

Raumaufteilung und die absolute Fläche verlieren hingegen mit Corona leicht. Wenig Änderungen gab es auch bei der Wichtigkeit von Faktoren wie Luftqualität (48 %) und Ruhelage (42 %), auch die Energieeffizienz ist für die Umfrageteilnehmenden nur für 34 % ein entscheidendes Kriterium. Erstmals wurde auch die Wichtigkeit einer Steckdose für ein Elektroauto abgefragt, und hier zeigt sich, dass dieses Thema bei Immobilienwünschen noch keine große Rolle spielt, nur 7 % finden es sehr wichtig.

Annähernd gleich geblieben im Vergleich zu den Vorjahren waren auch heuer wieder die Antworten auf die Wichtigkeit von guter Anbindung für das Auto, der guten Erreichbarkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln und der Nahversorgung, wobei es hier naturgemäß doch einige Unterschiede zwischen Stadt und Land gibt. Weniger wichtig ist den Immobiliensuchenden – auch nach dem Shutdown – die nahe Gesundheitsversorgung mit Ärzten und Apotheken. Und das Thema Barrierefreiheit war vor der Corona-Krise für mehr Menschen wichtig (60 %) als danach (50 %).

Die Immobiliensuche. Wer hat die Nase vorn?

Nach wie vor sind Immobilienportale wie www.wohnnet.at die beliebtesten Medien bei der Immobiliensuche (36 %). Websites von Immobilienmaklern folgen dahinter mit 27 % (2019: 22 %). Social Media gewinnen an Bedeutung mit 16 % (2019: 14 %). Tageszeitungen sind nur noch bei 10 % der Befragten beliebt (2019: 14 %) und Immobilienmagazine spielen für 11 % eine wichtige Rolle (2019: 13 %). Bei allen Medien gibt es mehr oder weniger große Unterschiede je nach Alter, Social Media beispielsweise ist bei den älteren Immobiliensuchenden nur wenig relevant.

Welche Informationen erwarten sich Suchende, damit sie einen Besichtigungstermin anfragen? Schöne und aussagekräftige Fotos einer Immobilie sind für 83 % die mit Abstand wichtigste Information, gefolgt von Raumplänen und Grundrissen (75 %), Standort und Lageplan (74 %) und einer ausführlichen Beschreibung (65 %). Nicht ganz so wichtig befanden die Teilnehmenden an der Umfrage Angaben zur Infrastruktur in der Umgebung (38 %). Für Emanuel Führer, Geschäftsführer von Wohnnet, ist das nicht weiter verwunderlich: "Die meisten haben sich für ihre gewünschte Wohngegend diese Informationen sicher bereits beschafft, bevor sie zu suchen begannen."

Bei der Beantwortung ihrer Anfrage erwarten sich 17 % der Befragten eine Reaktion innerhalb der nächsten Stunde, weitere 49 % innerhalb von 24 Stunden, und 34 % innerhalb der nächsten 2 bis 3 Tage. Ältere Interessenten sind dabei deutlich geduldiger: Von diesen können nämlich 85% 24 Stunden oder ein paar Tage auf Antwort warten.
Bei den Erwartungen an eine ImmobilienmaklerIn steht für die Teilnehmenden an der Umfrage mit 80 % an erster Stelle die Überprüfung auf Mängel beispielsweise der Elektrik oder der Heizung. Mit Abstand dahinter rangieren erste Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen (59 %) und Kenntnisse zu Infrastruktur und Lage einer Immobilie (58 %). Kompetenz zum Thema Finanzierung erwarten sich immerhin 40 % der Befragten, während sich nur 12 % Einrichtungstipps von ihrer MaklerIn erhoffen.

Datenbasis der Wohnumfrage

An der von s REAL und Wohnnet durchgeführten Umfrage nahmen 5.274 Personen teil. Der aus 16 Fragen und 12 Gewichtungsfragen bestehende Fragebogen wurde zwischen 30. Januar und 30. Juni 2020 den Website-Besuchern von www.wohnnet.at und www.sreal.at ausgespielt. Die Geschlechterverteilung liegt bei 40 % männlichen und 60 % weiblichen Teilnehmern. 72 % der Teilnehmenden waren unter 50 Jahre alt.

Wie wollen ÖsterreicherInnen 2019 wohnen? Die Daten aus der großen Wohnumfrage.

Bereits zum 8. Mal haben die s REAL und Wohnnet gemeinsam ihre große, repräsentative Wohnumfrage unter den Usern der Websites www.sreal.at und www.wohnnet.at durchgeführt, um die aktuellen Wohnbedürfnisse der Österreicherinnen und Österreicher zu erheben und gegebenenfalls auf deren Veränderungen hinzuweisen. Die Umfrage wurde heuer auf den beiden Websites im Zeitraum von 21. Februar bis 21. Juni 2019 durchgeführt.

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Beteiligt haben sich heuer 5.084 Personen, von denen 43 % männlich und 57 % weiblich waren. 70 % waren unter 50 Jahre alt, die restlichen 30 % waren älter.

Die Motive hinter der Immobiliensuche

Warum begeben sich die ÖsterreicherInnen auf Immobiliensuche? Für 24 % der Befragten (2018: 34 %), also für fast jeden Vierten, war der Hauptgrund, dass die derzeitige Immobilie zu klein geworden ist. Familienzuwachs ist dafür meist ausschlaggebend.

Eigentumserwerb statt Miete stand für 26 % der Teilnehmenden im Vordergrund ihrer Immobiliensuche. Ein notwendiger Ortswechsel und persönliche Gründe wie eine Scheidung, ein Jobwechsel oder pflegebedürftige Angehörige standen für 14 % bzw. 13 % an erster Stelle. In die erste eigene Wohnung einziehen wollten 7 % (2018: 8 %), und 11 % der Teilnehmenden gaben finanzielle Gründe für ihre Immobiliensuche an; dahinter steht einerseits der Wunsch nach Wohnkostensenkung, andererseits aber natürlich auch die Suche nach stabilen Investitionsmöglichkeiten in Zeiten niedriger Zinsen.

Weitere Faktoren wie ein ausgelaufener Mietvertrag (2 %) oder eine zu große derzeit bewohnte Immobilie (4 %) spielten auch heuer wieder eine untergeordnete Rolle; "Downsizing" der älteren Generation liegt anscheinend in der österreichischen Gesellschaft immer noch nicht im Trend.

Der Wunsch nach Immobilieneigentum ist nach den Vorjahren auch heuer wieder angestiegen: Mittlerweile suchen 73 % nach Immobilien im Eigentum (2018: 67 %; 2017: 62 %; 2016: 53 %). Eigentumswohnungen wollten dabei 32 % kaufen (2018: 30 %), Häuser wurden von 29 % gesucht (2018: 26 %). 12 % suchten ein Grundstück (2018: 11 %).

Der Hauptgrund für Immobilieneigentum war für 68 % der Befragten, dass sie ein Eigenheim erwerben und – gegebenenfalls nach erfolgter Rückzahlung eines Darlehens – nur noch mit überschaubaren Fixkosten rechnen müssen. Explizit vorsorgen für das Alter wollten weitere 16 % mit einem Immobilienerwerb. Damit ist der Vorsorgegedanke für 89 % der Teilnehmenden das wichtigste Motiv beim Immobilienkauf, weil sie sich dadurch langfristiges Wohnen versprechen: Stabile und überschaubare monatliche Belastungen,
keine kostspieligen Übersiedlungen mehr und Wohninvestitionen nur noch in das eigene Heim. Geldanlage oder eine zu erwartende Wertsteigerung gaben hingegen nur 11 % als Hauptmotiv an, und mit 4 % waren diejenigen, die eine Immobilie nach dem Erwerb einfach nur vererben wollten, eindeutig in der Minderheit.

Eine Immobilie mieten wollten 27 % der Befragten. Von diesen waren 20 % auf der Suche nach einer Mietwohnung und 7 % nach einem Miethaus; das Angebot an Miethäusern am Markt ist allerdings denkbar knapp.

Für die Suche nach einer Mietimmobilie gibt es im Wesentlichen drei Hauptgründe: Die aktuelle Lebensphase (36 %), wenn z.B. die berufliche Situation oder die Familienplanung einen Wohnungswechsel nötig machen, mangelnde finanzielle Möglichkeiten (32 %) und die persönliche Flexibilität und Freiheit, die mit einer Eigentumsimmobilie nach Meinung einiger eingeschränkt würden.

Die Gretchenfrage: In die Stadt oder aufs Land?

Diese Frage wurde von den Teilnehmenden an der Umfrage in den letzten Jahren einigermaßen uneinheitlich beantwortet. 2016 wollten noch 53 % unbedingt ländliche Idylle, 2018 waren es nur noch 42 %, und 2019 können sich wieder 47 % ein Leben auf dem Land vorstellen. 25 % zieht es in die Bundeshauptstadt Wien, 15 % in eine Landeshauptstadt, und 13 % wollen in einer Bezirkshauptstadt leben. Damit sind weiterhin stabile 40% auf Immobiliensuche in Wien oder einer der anderen Landeshauptstädte (2018: 39 %), weil sich eben dort Arbeitsplätze, öffentliche Verkehrsmittel, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten befinden, zu denen man in ländlicher Idylle oft weite Anfahrtswege in Kauf nehmen muss.

In den Städten wünschen sich 43 % der Wohnungssuchenden ein neues Domizil in den Obergeschoßen, weitere 30 % träumen von einem Zuhause in einem Dachgeschoß. Immerhin 25 % der Befragten gaben an, eine Wohnung im Erdgeschoß zu suchen (2018: 27 %). Zum mittlerweile 3. Mal haben wir nachgefragt, ob sich die Teilnehmenden vorstellen könnten, in einem für Wohnzwecke adaptierten Geschäftslokal zu wohnen; für 46 % wäre das durchaus eine Option (2018: 48 %; 2017: 40 %). Länger leerstehende Geschäftsflächen hätten also das Potenzial, durch Umwidmung und Umbau als attraktive Wohnimmobilie einer neuen Nutzung zugeführt zu werden.

Terrasse oder Balkon sind für stabile 55 % sehr wichtig, einen Garten hätten gerne 42 %). Weitere wichtige Faktoren für die Teilnehmenden sind eine intelligente Raumaufteilung (54 %), die Luftqualität (48 %) und eine ruhige Lage (46 %).

Unterschiede zwischen Stadt und Land bei den entscheidenden Faktoren

Getrennt ausgewertet wurden auch heuer wieder die Antworten auf die Frage "Wie wichtig sind Ihnen folgende Faktoren, wenn Sie sich für Ihr neues Zuhause entscheiden?" Dabei sind öffentliche Verkehrsmittel und Unabhängigkeit von einem eigenen Auto bei Immobiliensuchenden in der Stadt natürlich wesentlich wichtiger als am Land, wo man in der Regel auf ein Individualverkehrsmittel angewiesen ist. Auch die Nahversorgung ist als Kriterium in der Stadt bedeutend wichtiger als am Land. Wie auch schon im Vorjahr für beide – Stadt und Land – weniger wichtig war die Gesundheitsversorgung mit Ärzten und Apotheken.

Immobilien: Wo und wie wird gesucht?

Immobilienportale wie www.wohnnet.at sind nach wie vor die beliebtesten Medien bei der Immobiliensuche (36 %). Direkt dahinter: Websites von Immobilienmaklern direkt (22 %) und Social Media (14 %). Unverändert zum Vorjahr präsentieren sich Tageszeitungen, die bei 14 % beliebt sind, und Immobilienmagazine, die für 13 % eine wichtige Rolle spielen.

360°-Rundgänge und virtuelle Besichtigungen erfreuen sich stetig steigender Beliebtheit bei den Immobiliensuchenden. Nach 74 % im Jahr 2018 haben sie heuer bereits 80 % als hilfreich bei der Suche befunden, und nur 20 % haben diese Frage mit nein beantwortet (2018: 26 %).

Schöne und aussagekräftige Fotos einer Immobilie sind für 85 % die mit Abstand wichtigste Information, die Immobiliensuchende benötigen, um einen Besichtigungstermin anzufragen, gefolgt von Raumplänen und Grundrissen (76 %), Standort und Lageplan (74 %) und einer ausführlichen Beschreibung (67 %). Nicht ganz so wichtig befanden die Teilnehmenden an der Umfrage Angaben zur Infrastruktur in der Umgebung (42 %), vermutlich deshalb, weil sie für den Bezirk, in dem sie suchten, diesbezüglich bereits Informationen eingeholt hatten.

Bevorzugte Art der Kontaktaufnahme für ein interessantes Immobilienangebot sind auch heuer wieder E-Mail oder Kontaktformular (57 %), nach wie vor wollen aber 43 % per Telefon Kontakt aufnehmen, um sofort zusätzliche Informationen zu erhalten oder gleich einen Besichtigungstermin vereinbaren zu können.

12 % der Befragten erwarten sich nämlich eine Beantwortung ihrer Anfrage innerhalb der nächsten Stunde, weitere 58 % innerhalb von 24 Stunden, und 30 % innerhalb der nächsten 2 bis 3 Tage. Dabei sind ältere Interessenten deutlich geduldiger: Von diesen können nämlich 40 % ein paar Tage auf Antwort warten, während es bei den unter 50 Jährigen nur 25 % sind.

Datenbasis der Wohnumfrage

An der von s REAL und Wohnnet durchgeführten Umfrage nahmen 5.084 Personen teil. Der aus 13 Fragen und 11 Gewichtungsfragen bestehende Fragebogen wurde zwischen 21. Februar und 21. Juni 2019 den Website-Besuchern von www.wohnnet.at und www.sreal.at ausgespielt. Die Geschlechterverteilung liegt bei 43 % männlichen und 57 % weiblichen Teilnehmern. 70 % der Teilnehmenden waren unter 50 Jahre alt.

Immobilienmarkt 2018 – Was war, was kommt: Die Wohnwünsche in Österreich im Vergleich: Die große Wohnumfrage 2018 von s REAL und Wohnnet. Am Dienstag, den 24. Juli 2018 um 10:00 Uhr im Café-Restaurant Landtmann, 1010 Wien, Universitätsring 4, Landtmannzimmer.

Immobilienmarkt 2017 – Was war, was kommt: Die Wohnwünsche in Österreich im Vergleich: Die große Wohnumfrage 2017 von s REAL und wohnnet. Am Dienstag, den 19. September 2017 um 10:00 Uhr in das Café-Restaurant Landtmann, 1010 Wien, Universitätsring 4, Landtmannzimmer.

Die große Wohnumfrage von wohnnet und s REAL: Warum begibt sich jemand auf Immobiliensuche? Überraschend: Kostenersparnis oder auslaufende Verträge sind selten der Grund. Warum kaufen Interessenten oder mieten lieber? Qualitätssteigerung, Umzugsunwille, Freiheit und Flexibilität sind Hauptmotive.

Wie die ÖsterreicherInnen heute wohnen wollen. Ein Vergleich. Die große Wohnumfrage von s REAL und Wohnnet 2015 mit Richard Mauerlechner und Michael Pisecky.

Wie schon im Vorjahr haben sREAL und Wohnnet auch heuer wieder im Zeitraum von Dezember 2013 bis Januar 2014 eine gemeinsame Umfrage unter den Usern der Websites durchgeführt, um die aktuellen Wohnbedürfnisse der Österreicher zu erheben.

wohnnet.at und s-Real haben mittels repräsentativer Umfrage erhoben, was den Steirerinnen und Steirern bei ihren vier Wänden wirklich wichtig ist, was sie schätzen und was sie fordern.

Im Zeitraum von Mitte Dezember 2012 bis Mitte Januar 2013 führten s REAL und Wohnnet eine Umfrage unter den Usern der Websites www.sreal.at und www.wohnnet.at durch, um die Wohnbedürfnisse der Österreicherinnen und Österreicher genau unter die Lupe zu nehmen.

Redaktion
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