Die Projejtpartner von links nach rechts: Jakob Lederer, Wolfgang Moser, Linda Peer, Josef Thon, und Josef Scheidl, Geschäftsführer Brantner Green Solutions.

Die Projejtpartner von links nach rechts: Jakob Lederer, Wolfgang Moser, Linda Peer, Josef Thon, und Josef Scheidl, Geschäftsführer Brantner Green Solutions. © Brantner green solutions

Innovation: Aus Müllverbrennungsschlacke wird Baustoff

Erstmals wurde ein Verfahren entwickelt, das Rückstände aus der Müllverbrennung in einen zertifizierten Baustoff verwandelt. Das Kremser Unternehmen Brantner green solutions erreicht damit einen Meilenstein in der nachhaltigen Ressourcennutzung.

Erstmals wurde ein Verfahren entwickelt, das Rückstände aus der Müllverbrennung in einen zertifizierten Baustoff verwandelt. Das Kremser Unternehmen Brantner green solutions erreicht damit einen Meilenstein in der nachhaltigen Ressourcennutzung.

Die Zahlen sind beeindruckend: Allein in Wien werden jährlich 2,3 Millionen Tonnen Sand und Kies für den Hochbau benötigt. Eine innovative Lösung für diesen enormen Ressourcenverbrauch kommt nun aus Niederösterreich. In mehrjähriger Forschungsarbeit ist es einem Konsortium unter der Führung von Brantner green solutions gelungen, aus Müllverbrennungsschlacke einen hochwertigen Zuschlagstoff für die Betonproduktion zu entwickeln. Die jetzt erreichte CE-Zertifizierung ermöglicht den breiten Einsatz im Bauwesen, wodurch bis zu 20 Prozent der bisher benötigten natürlichen Gesteinskörnungen ersetzt werden können.

Innovative Technologie mit doppeltem Nutzen

Die am Brantner-Standort Hohenruppersdorf entwickelte Aufbereitungstechnologie ermöglicht eine nahezu vollständige Verwertung der Verbrennungsrückstände. Rund 80 Prozent der Schlacke werden zu hochwertiger Gesteinskörnung verarbeitet, weitere 10 Prozent bestehen aus recycelbaren Metallen wie Eisen, Blei, Aluminium und Kupfer. Lediglich ein Zehntel muss noch deponiert werden.

Starke Partnerschaft für nachhaltiges Bauen

Das Projekt wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der MA 48 Wien, der LINZ AG, Wopfinger Transportbeton und dem Christian-Doppler-Labor der TU Wien realisiert. "Kreislaufwirtschaft und höchste Betonqualität sind sehr gut vereinbar", betont Wolfgang Moser, kaufmännischer Geschäftsführer der Wopfinger Transportbeton GmbH. Die neue Gesteinskörnung eignet sich besonders für Stiegen, Fundamente und Verbundsteine.

Zukunftsweisendes Potenzial für die Baubranche

Experten schätzen das österreichweite Potenzial auf 400.000 Tonnen pro Jahr. "Obwohl wir damit nicht reich werden, leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung", erklärt Gerhard Stockinger, Betriebsleiter bei Brantner. Der innovative Baustoff muss preislich mit konventionellen Materialien konkurrieren können, um sich am Markt durchzusetzen. Mit der erfolgreichen CE-Zertifizierung ist dafür nun der Grundstein gelegt.

Redaktion
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