Schubkarre transportiert blühende Pflanzen und eine Gießkanne entlang eines Gartenwegs mit gepflasterter Mauer links und blühenden Sträuchern rechts im sonnigen Garten.

Schubkarre transportiert blühende Pflanzen und eine Gießkanne entlang eines Gartenwegs mit gepflasterter Mauer links und blühenden Sträuchern rechts im sonnigen Garten. © Peter Cripps/shutterstock.com

Wassergebundene Decke im Garten

Eine gute und schöne Alternative zu festen Gehbelägen im Außenbereich sind wassergebundene Decken. Sie gehören zu den ältesten Arten der Weggestaltung und sind wasserdurchlässig.

Eigentlich sind wassergebundene Decken nichts anderes als Kies- oder Splittwege mit einem ganz feinen Riesel (vier bis acht Millimeter große Kieskörnchen) als oberen Abschluss. Der Vorteil gegenüber festen Belägen wie Pflaster, Fliesen oder gar Asphalt ist, dass sie nicht nur pflegeleichter sondern auch um ein Vielfaches günstiger herzustellen sind. Nachteile: der Belag wäscht sich relativ leicht aus, zumindest wenn es anhaltend stark regnet, Schneeräumen ist nicht wirklich möglich und mit einem Bewuchs ist nach einiger Zeit durchaus zu rechnen.

Weißer Kiesweg schlängelt sich durch einen Garten, gesäumt von bunten Pflanzen und grünen Blättern im dichten Laubwerk.

Weißer Kiesweg schlängelt sich durch einen Garten, gesäumt von bunten Pflanzen und grünen Blättern im dichten Laubwerk. © sutsaiy/shutterstock.com

Hinweise und Tipps

Tipp:

Eine wassergebundene Decke ist immer nach oben gewölbt. Das Gefälle (Entwässerung!)sollte von der Wegmitte ausgehend rund zwei Prozent nach rechts und links betragen, in Längsrichtung sollte das Gefälle acht Prozent nicht übersteigen.

Sollten Sie den Begriff der wassergebundenen Decke noch gar nicht kennen, wie so etwas aussieht, wissen Sie ganz sicher. Besonders häufig findet sich diese traditionelle Art des Weg- und Flächenbelages in Biergärten oder historischen Parkanlagen.

Wichtig ist der korrekte Aufbau

Am besten lassen Sie einen Gartenbauspezialisten die wassergebundene Decke aufbauen. Er wird mit dem Einbau der Randbefestigung beginnen – meist sind das einreihige Pflasterbänder, die im Betongurt verlegt werden. Dann geht es ans Schichten. Jede Schicht wird einzeln aufgetragen und verdichtet, bevor die nächste Schicht folgt. Bevor es damit losgeht, muss der Untergrund aber verdichtet werden.

  1. Frostschutzschicht/Tragschicht: Auf dem (verdichteten) Planum wird eine zehn bis 15 Zentimeter starke Schicht aus Kiessand (0/32 Körnung) aufgetragen und verdichtet.
  2. Ausgleichschicht: Sie ist etwa sechs Zentimeter hoch und besteht aus grobem Splitt (0/16 Körnung). Auch sie muss ordentlich verdichtet werden.
  3. Deckschicht: Die letzte Schicht der wassergebundenen Decke hat eine Stärke von maximal drei Zentimetern und einer Körnung von 0/8 (z. B. Kalksteingrus) – also auffallend feiner als die Tragschicht. Diese Schicht wird nass eingebaut oder trocken aufgetragen, dann befeuchtet und mit Hilfe einer Walze (nicht mehr mit dem Rüttler!) vorsichtig auf etwa zwei Zentimeter verdichtet.
  4. Abschluss: Ganz oben kann dann noch ein so genannter Überwurf mit feinem Splitt (4/6) erfolgen.
Veronika Kober
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