Bilderwand gestalten: So wird's gemacht
Bilderwände liegen voll im Trend, damit das Ensemble aber den gewünschten Effekt erzielt, kommt es auf die richtige Hängung an. Wir zeigen Ihnen hier, wie Sie Ihre Bilder, Fotos und Kunstwerke so aufhängen, dass sie zu Raum und Einrichtungsstil passen.
Bevor Sie sich für eine der unten vorgestellten Hängungen entscheiden, sollten Sie Bezugslinien im Raum festlegen, an denen Sie sich später beim Aufhängen der Bilder orientieren können. Gemeint sind damit Linien, die bereits im Raum vorgegeben sind, etwa durch Türrahmen, Möbel oder Fensterkanten. Ebenfalls hilfreich ist es, verschiedene Hängungen zunächst auf Papier aufzuzeichnen, die Bilder auf dem Boden anzuordnen oder Backpapier auf die Größe der Rahmen zuzuschneiden und mit Klebestreifen an der Wand zu befestigen. So kann man ohne Nägel und Hammer verschiedene Hängungen ausprobieren und findet den besten Platz für jedes Bild.
Hängen Sie Bilder nebeneinander auf, muss die Wand lang genug sein. Tipp: Der Abstand zwischen den Bildern sollte 5 bis 10 cm betragen, zwischen Möbelstück und Bildern liegen im Idealfall 15 und 30 cm. Genau ausmessen! © Spacejoy/unsplash.com
Horizontale Reihenhängung
Für den Klassiker unter den Hängungen sind identische Rahmen und Bildergrößen wichtig. Auch die Abstände zwischen den Bildern müssen genau ausgemessen werden – ideal sind fünf Zentimeter. Besonders gut zur Geltung kommt die horizontale Hängung im Flur und auf breiten Wänden. Achten Sie darauf, dass Sie die Bilder auf Augenhöhe befestigen. Dabei macht es einen Unterschied, ob Sie die Bilder meist sitzend vom Sofa aus betrachten oder – wie im Flur – im Vorbeigehen sehen.
Optimal in Szene gesetzt: Zwei Bilder übereinander - am besten wirkt die vertikale Reihenhängung an einer schmalen Wand, zum Beispiel zwischen zwei Fenstern © Spacejoy/unsplash.com
Vertikale Reihenhängung
Etwas ungewöhnlicher und deshalb interessanter fürs Auge ist die vertikale Anordnung. Rahmen und Formate sollten wie auch bei der horizontalen Reihenhängung möglichst identisch sein. Ein schöner Nebeneffekt: die Wände wirken durch die übereinander angeordneten Bilder höher, als sie tatsächlich sind.
Streng angeordnete Bilderwand in Rasterhängung: ein stimmiges Gesamtbild! Tipp: Besonders gut eignen sich für diese Anordnung quadratische Rahmen © Collov Home Design/unsplash.com
Rasterhängung
Wenn Sie viele kleinere Fotos oder Bilder der gleichen Art aufhängen möchten, bietet sich die Rasterhängung besonders gut an. Angeordnet wird hierbei streng geometrisch, denken Sie dabei an das Muster eines Schachbretts. Das heißt also: alle Bildern hängen auf Kante, alle haben den gleichen Abstand zueinander. Den größten Effekt erzielen Sie mit dieser Wandgestaltung dann, wenn die Rahmen das gleiche Format haben.
Bilderwand mit Überraschungseffekt: Anordnung über Eck © Poster Store
Hängung über Eck
In verwinkelten Räumen kann es hilfreich sein, Bilder über Eck anzuordnen. Am besten ist, man beschränkt sich hier auf ein Bildmotiv in unterschiedlichen Perspektiven. Form und Größe sollten sich ebenfalls nicht zu sehr voneinander unterscheiden.
Wer's persönlich mag, gestaltet seine Bilderwand als Collage. Hier wurde als Untergrund ein Wandgitter-Paneel verwendet. Passt ins Home Office, in die Küche oder auch in den Flur © Elena Baidak/unsplash.com
Collage
Sie möchten eine Bilder- oder Fotowand ohne Rahmen gestalten? Dann ist eine Collage eine einfache, aber schöne Idee. Sammeln Sie Fotos, Poster, Postkarten, Notizzettelchen und andere Erinnungsstücke zusammen und kombinieren Sie sie nach Lust und Laune! Die einzelnen Elemente werden dann einfach direkt an der Wand befestigt oder auf einem Untergrund arrangiert. Recht einfach gelingt das zum Beispiel auf einer Pinn- oder Magnetwand. Oder aber Sie entwerfen eine digitale Fotowand und lassen die Collage ausdrucken – entsprechende Angebote finden Sie online.
Bei der Petersburger Hängung (auch Salonhängung) dürfen die dicht nebeneinander positionierten Bilder auch bis zur Decke hoch reichen. Eine Anordnung für kreative, individuelle Wohnräume, insbesonders für Wohnzimmer, Esszimmer oder lange Flure © Steph Wilson/unsplash.com
Petersburger Hängung / Salonhängung
Bei der Petersburger Hängung, auch Salonhängung genannt, werden Bilder in einer unregelmäßigen, aber dennoch ausgewogenen Anordnung an der Wand platziert. Die Bilder dürfen verschieden groß sein, Stile dürfen miteinander kombiniert werden. Die Abstände zueinander sind beliebig, es gibt keine festen Regeln für die Anordnung und die Galerie kann mit der Zeit wachsen und erweitert werden. Wenn es nicht zu unruhig werden soll, achten Sie dennoch auf ein verbindendes Element, zum Beispiel ähnliche Motive, Rahmen oder Formate. Die Petersburger Hängung eignet sich besonders gut für große Galeriewände im Wohnbereich.
Ein echter Hingucker an der Wand ist dieses dreiteilige Wandpaneel-Set aus Natur-MDF. Die einzelnen Elemente können vertikal oder horizontal aufgehängt werden © K&L Wall Art
Triptychon
Ein Triptychon besteht aus drei Einzelbildern, die zusammen ein größeres Bildmotiv ergeben. Angeordnet werden die Einzelbilder meist nebeneinander und mit geringem Abstand. Handelt es sich um ein größeres Bild, achten Sie darauf, dass die Proportionen stimmen. Soll es zum Beispiel über einer Kommode oder über dem Sofa aufgehangen werden, darf es weder zu klein noch zu groß sein: es sollte ungefähr drei Viertel so breit sein wie das Möbelstück darunter.
Wer sagt, dass Bilder fix an der Wand befestigt werden müssen? Auf Bilderleisten lassen sich kleine und große Kunstwerke immer wieder neu arrangieren © NAT MAKS
Bilderleisten
Wer die Abwechslung liebt oder sich einfach zu schnell an der Wanddekoration satt sieht, ist mit dem Kauf von Bilderleisten gut beraten. Sie lassen sich immer wieder unkompliziert und schnell verändern: Bilder können beliebig versetzt oder ausgetauscht und passende Dekoobjekte dazu kombiniert werden. Tipp: Für eine wandfüllende Bildergalerie, befestigen Sie mehrere Bilderleisten in gleichem Abstand übereinander!
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