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zero-wait-champion.jpg © wienerberger Österreich/Saubermacher.at

wienerberger implementiert Zero Waste Strategie mit Saubermacher

Der Baustoffhersteller wienerberger implementiert ein neues Abfallmanagementkonzept. In Zusammenarbeit mit dem Entsorgungsunternehmen Saubermacher sollen Abfälle reduziert und Ressourcen effizienter genutzt werden.

Der österreichische Baustoffhersteller Wienerberger hat sich zum Ziel gesetzt, seine Abfallmenge bis Ende 2026 um 15 Prozent zu reduzieren. Um dies zu erreichen, arbeitet das Unternehmen mit Saubermacher, einem Entsorgungs- und Recyclingunternehmen, an der Umsetzung eines "Zero Waste Konzepts". Laut Unternehmensangaben konnte die Abfallrate zwischen 2023 und 2024 bereits um 5,6 Prozent gesenkt werden.

Datenbasiertes Abfallmanagement

Grundlage des Konzepts ist eine detaillierte Analyse der Abfallströme. Hierfür wurde ein spezifischer Reporting-Standard entwickelt, der sich an der Europäischen Wasteframework Direktive orientiert. Dieser ermöglicht es, Abfallströme transparent darzustellen und standortübergreifend zu vergleichen. Zudem wird verstärkt auf die Trennung von Abfällen geachtet, um mehr Materialien dem Recycling zuzuführen. Im Pipelife-Werk in Wiener Neudorf etwa wurden zusätzliche Sammelbehälter für recycelbare Kunststoffe installiert. Auch die Wiederverwendung von Produktionsresten innerhalb des Herstellungsprozesses wird intensiviert.

Schulung von Mitarbeitern

Ein wesentlicher Bestandteil des Programms ist die Ausbildung von Mitarbeitern zu "Zero Waste Ambassadors". In Schulungen erwerben sie Kenntnisse zur Abfallreduzierung und Steigerung der Recyclingquoten. Neben fachlichem Wissen werden auch Kommunikationsfähigkeiten vermittelt, um das Konzept im Unternehmen zu verbreiten. Die Zero Waste Ambassadors spielen in der Umsetzung eine wichtige Rolle, indem sie Verbesserungspotenziale identifizieren und Kollegen für eine effizientere Ressourcennutzung sensibilisieren.

Erste Ergebnisse aus Pilotprojekten

An sieben Pilotstandorten in verschiedenen Ländern wird das Konzept bereits umgesetzt. Im Wienerberger Pipelife-Werk in Wiener Neudorf konnte durch die Installation eines zusätzlichen Sammelbehälters für recycelbare Kunststoffabfälle das Abfallaufkommen um etwa 40 Tonnen pro Jahr verringert werden. Das Unternehmen gibt an, dadurch Kosten von rund 30.000 Euro jährlich einzusparen.

Geplante weltweite Umsetzung

Wienerberger plant, das Konzept weltweit auszurollen. Wienerberger plant, das Konzept weltweit auszurollen. Cor­ne­lia Milch­ram, Um­welt- und Ab­fall­be­auf­trag­te & Ze­ro Was­te Am­bas­sa­dor sieht viel Potenzial für die Zukunft: „Das Pro­jekt be­weist, dass nach­hal­ti­ges Han­deln im All­tag ganz ein­fach um­setz­bar ist: weniger Ab­fall, ge­rin­ge­re Kos­ten und ein kla­rer Bei­trag zum Um­welt­schutz.“

Einordnung des Projekts

Die Bemühungen von Wienerberger reihen sich ein in einen branchenübergreifenden Trend zu mehr Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz. Unternehmen sehen sich zunehmend mit strengeren Umweltauflagen und steigenden Rohstoffkosten konfrontiert. Konzepte wie dieses Zero Waste Programm können dazu beitragen, sowohl ökologische als auch ökonomische Ziele zu erreichen.

Redaktion
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