Porträt eines Mannes in einem hellblauen Hemd, der durch eine Öffnung aus massiven grauen und grünen Betonelementen blickt. Im Hintergrund ist ein Industriegebäude mit dem Logo "Cyment – building circular together" unter blauem Himmel zu sehen.

Der Geschäftsführer der cyment Austria GmbH Reinhard Kandera sieht die Zulassung als Meilenstein für die Dekarbonisierung der österreichischen Betonbranche.  © Wolfgang Wolak/cyment

Zementersatz cyment erhält Zulassung in Österreich

Als "Meilenstein für klimafreundliches Bauen" bezeichnet die cyment Austria GmbH die Bautechnische Zulassung (BTZ) in Österreich für ihr Produkt cyment L 100. Der Zementersatzstoff überzeugt mit deutlich reduziertem CO₂-Ausstoß bei technischer Performance und Beständigkeit.

Hinweise und Tipps

cyment ist ein Unternehmen der ALAS Group und entwickelt innovative, nachhaltige Bindemitteltechnologien für die Betonherstellung. Von seinem Produktionsstandort in Ungarn aus beliefert cyment bereits Kunden in mehreren europäischen Ländern und expandiert aktuell nach Österreich. Ziel des Unternehmens ist es, die Betonindustrie nachhaltig zu dekarbonisieren und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

"Diese Zulassung markiert einen wichtigen Meilenstein – für unser Unternehmen, für die österreichische Betonbranche und für klimafreundliches Bauen insgesamt", sagt Reinhard Kandera, Geschäftsführer der cyment Austria GmbH. "Sie zeigt, dass nachhaltige Lösungen und höchste bautechnische Anforderungen kein Widerspruch sind."

Durch den Einsatz von cyment wird in der Betonherstellung ein Teil des bisher eingesetztenZementklinkers ersetzt. Im Endprodukt lassen sich so bis zu 50 Prozent der CO₂-Emissionen einsparen. Besonders bemerkenswert ist der Herstellungsprozess: Mit lediglich 26,2 Kilogramm CO₂-Äquivalent pro Tonne verursacht cyment über 95 Prozent weniger Emissionen als herkömmlicher Zement.

Zulassung gingen umfangreiche Prüfungen voraus

Der erfolgreichen Erteilung der ersten Bautechnischen Zulassung (BTZ) für den nachhaltigen Typ II Betonzusatzstoff cyment L100 A durch das Österreichische Institut für Bautechnik (OIB) gingen umfangreiche Überprüfungen voraus, die die technische Leistungsfähigkeitfür alle wesentlichen Beton-Expositionsklassen gemäß ÖNORM B 4710-1 bestätigten,unter anderem Karbonatisierung, Chlorid- und Frostbeanspruchung, chemischer Angriff sowie Wasserbeanspruchung. Hervorgehoben wird zudem die hohe chemische Beständigkeit, die den Einsatz auch in anspruchsvollen Umgebungen erlaubt. Weitere bautechnische Zulassungen zur Ausweitung der Einsatzmöglichkeiten sind bereits beantragt.

Effizient, wirtschaftlich und nachhaltig

Ein besonderer Vorteil von cyment L100 A liegt im k-Wert von 0,8, der deutlich über dem üblicher Typ-II-Betonzusatzstoffe liegt. Dadurch kann der Zusatzstoff höher auf den Bindemittelgehalt angerechnet werden – ein ökologischer und wirtschaftlicher Vorteil für Betonhersteller. Bei einem Anteil von 15 Prozent am Gesamtbindemittelgehalt werden sogar 15,5 Prozent der cyment-Masse angerechnet.

Produktion mit modernster Technologie

Hergestellt wird cyment L100 A in Mosonmagyaróvár (Ungarn), das über die modernste Mahltechnologie Europas verfügt. Die Qualität wird durch laufende Eigen- und Fremdüberwachung (u. a. durch die TU Graz) sichergestellt. Der Zusatzstoff basiert auf natürlichen Puzzolanen sowie Materialien aus der Recycling- und Kreislaufwirtschaft, deren Zusammensetzung und Herkunft streng kontrolliert sind.

Veronika Kober
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