Kann man Parkett selbst schleifen? Ja, kann man! Für ein makelloses Endergebnis sollte man aber Schritt für Schritt vorgehen. Schlampereien beim Schleifen oder Einlassen verzeiht der Boden nicht! © VRD/stock.adobe.com

DIY-Anleitung: Holzboden sanieren

Zerkratzt, ausgeblichen und glanzlos büßt ein Holzboden seinen unvergleichlichen Charme ein. Er kann seine alte Schönheit aber wiedererlangen! Wie Sie Ihren Parkettboden Schritt für Schritt in Schuss bringen.

Bevor Sie das Projekt Holzbodensanierung angehen, sollen Sie wissen, dass die Arbeiten mitunter leichter aussehen, als sie tatsächlich sind. Vor allem das Schleifen und Einlassen des Holzbodens überlassen viele lieber den Profis. Und das nicht ohne Grund: Parkett schleifen braucht einiges an Feingefühl. Schleiffehler - Schleifspuren und Schleifwellen - werden spätestens beim Lackieren deutlich sichtbar und haben schon den ein oder anderen Heimwerker enttäuscht zurückgelassen. Denken Sie also daran: Schleifen ist die halbe Miete!

Ohne sauberen Parkettschliff, kein schöner Boden!

Sie sind ein Allround-Handwerker, sind schon einmal hinter einer Schleifmaschine gestanden und trauen es sich zu, Ihren Holzboden selbst zu renovieren? Dann folgen Sie unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Bodensanierung!

Schritt 1: Boden freimachen

Bevor es mit der eigentlichen Arbeit am Holzboden losgehen kann, werden sämtliche Möbel, Teppiche, Vorhänge und sonstige Einrichtungsgegenstände entfernt. Wird die Wand dadurch nicht beschädigt, können auch Sockelleisten abgenommen werden. Wichtiger aber: Lockere Parkettblöcke, oft in der in der Nähe von Heizkörpern, sollten fixiert und herausstehende Nägel versenkt werden. Letzter Vorbereitungsschritt: den Boden saugen.

Will man Parkettboden richtig renovieren, muss er gleichmäßig auf das rohe Holz abgeschliffen werden - möglicherweise mehrmals. Bei frisch verlegten und unbeschichteten Böden genügt meist ein Schleifdurchgang. © artfocus/stock.adobe.com

Schritt 2: Schleifen

Nun kann es ans Schleifen gehen! Es sind mehrere Schleifgänge nötig, um den Holzboden anschließend grundieren zu können. Wie viele davon es tatsächlich braucht, hängt davon ab, wie uneben und wie stark verschmutzt der Boden ist. Parkettböden werden diagonal zum verlegten Boden geschliffen – dabei arbeitet man sich von links nach rechts vor. Nach dem ersten Schleifdurchgang mit Korn 40 sollte der Lack entfernt sein, es folgt ein zweiter Schleifgang mit Korn 60 und für den Feinschliff sorgt Korn 100. Der Staub des ersten Schleifganges sollte sich nicht mit dem des zweiten vermischen, denn Letzterer kann bei Bedarf im nächsten Arbeitsschritt als Fugenkitt verwendet werden. Mit einem Randschleifer bearbeitet man in kreisenden Bewegungen die Wandbereiche, die der Walzenschleifer nicht erreicht. Lackreste in den Ecken entfernt man mit Ziehklinge und Schleifpapier. Nach dem Schleifen den Boden gründlich saugen.

Ein Fehler, der beim Parkettboden schleifen oft passiert: Es bleibt nach dem ersten Schleifgang unbemerkt alter Lack zurück. Eine lediglich angeschliffene Parkettversiegelung erscheint weißlich und ist von einem Laien nur schwer von Rohholz zu unterscheiden. Der Fehler fällt erst später auf, nach dem Versiegeln: Stellen, an denen sich alter, angeschliffener Lack befindet, nehmen eine gelbe Farbe an. © VRD/stock.adobe.com

 

Schritt 3: Fugen füllen

Falls sich kleinere Fugen im Holzboden befinden, können diese mit einem Mix aus Schleifstaub und Fugenkitt gefüllt werden. Dazu vermischt man einen Teil Schleifstaub aus dem Staubsack zu drei Teilen Fugenkitt und streicht die teigartige Masse dann mit Hilfe einer Spachtel in die Fugen. Sind diese breiter als zwei, drei Millimeter, wiederholt man diesen Vorgang. Sind alle Fugen gefüllt, wird die Fugenmasse auf dem gesamten Boden verteilt. Danach wartet man etwa 30 Minuten, bis sie vollständig getrocknet ist. Es folgt der letzte Schleifgang mit Korn 100, der überschüssigen Fugenkitt entfernen soll. Die Fläche jetzt wieder gründlich absaugen und nebelfeucht wischen.

Kontrollieren Sie den Parkettboden auf Fugen! Mit einer spachtelähnlichen Masse können diese aufgefüllt werden. Wenn alles trocken ist, werden Unebenheiten mit dem letzten feinen Schliff beseitigt. © jovkovski1969/stock.adobe.com

Schritt 4: Versiegeln

Die mittlerweile glatte Oberfläche wird nun weiterbearbeitet: es geht ans Versiegeln! Damit Schmutz und Verschleiß dem Holzboden möglichst nichts anhaben können und er maximal pflegeleicht wird, wird er zunächst grundiert. Die Grundierung sollte gründlich durchgeschüttelt werden, bevor sie dann mit einem Pinsel an den Rändern des Bodens aufgetragen wird. Den Rest der Fläche bearbeitet mit dem Roller, und zwar so: Die Flüssigkeit wird in zwei parallelen Spuren auf den Boden geleert und dann mit dem Roller zügig und ohne Druck über die Breite des Raumes verteilt. Danach verstreicht man die Grundierung in einer Länge von ein bis eineinhalb Metern in Längsrichtung des Raumes, wobei darauf geachtet werden sollte, dass keine Streifen entstehen. Ist die Grundierung nach ein bis zwei Stunden vollständig getrocknet, kann in der gleichen Art und Weise der Lack zweimal aufgetragen werden. Damit die Oberfläche perfekt ist, greift man vor dem zweiten Lackauftrag noch ein letztes Mal zum Schleifgerät – ein Schleifdurchgang mit Korn 120 entfernt Aufrauhungen und Holzeinschlüsse.

Nach der ersten Versiegelungsschicht folgt ein wichtiger, aber schwieriger Schritt: der Zwischenschliff. Dabei darf die Lackoberfläche nur vorsichtig angeschliffen werden. Wer zu lange auf einer Stelle bleibt, schleift die erste Versiegelung wieder durch. Es bilden sich dann Flecken, die erst sichtbar werden, nachdem die zweite Versiegelungsschicht aufgetragen wurde. © VRD/stock.adobe.com

Schritt 5: Trocknen lassen

Nach 24 Stunden Trocknungszeit kann der Boden vorsichtig betreten werden. Aber Achtung: Die maximale Festigkeit ist erst nach einer Woche erreicht, somit dürfen auch erst dann Möbel & Co zurück an ihren Platz. Teppiche sollte man erst nach zwei Wochen wieder auslegen.

Beim Versiegeln arbeitet man sich rückwärts aus dem Zimmer heraus. © VRD/stock.adobe.com

 
 
Schritt 3: Fugen füllen Falls sich kleinere Fugen im Holzboden befi nden, können diese mit einem Mix aus Schleifstaub und Fugenkitt gefüllt werden. Dazu vermischt man einen Teil Schleifstaub aus dem Staubsack zu drei Teilen Fugenkitt und streicht die teigartige Masse dann mit Hilfe einer Spachtel in die Fugen. Sind diese breiter als zwei, drei Millimeter, wiederholt man diesen Vorgang. Sind alle Fugen gefüllt, wird die Fugenmasse auf dem gesamten Boden verteilt. Danach wartet man etwa 30 Minuten, bis sie vollständig getrocknet ist. Es folgt der letzte Schleifgang mit Korn 100, der überschüssigen Fugenkitt entfernen soll. Die Fläche jetzt wieder gründlich absaugen und nebelfeucht wischen. Schritt 4: Versiegeln Die mittlerweile glatte Oberfl äche wird nun weiterbearbeitet: es geht ans Versiegeln! Damit Schmutz und Verschleiß dem Holzboden möglichst nichts anhaben können und er maximal pfl egeleicht wird, wird er zunächst grundiert. Die Grundierung sollte gründlich durchgeschüttelt werde , bevor sie dann mit einem Pinsel an den Rändern des Bodens aufgetragen wird. Den Rest der Fläche bearbeitet mit dem Roller, und zwar wie folgt: Die Flüssigkeit wird in zwei parallelen Spuren auf den Boden geleert und dann mit dem Roller zügig und ohne Druck über die Breite des Raumes verteilt. Danach verstreicht man die Grundierung in einer Länge von ein bis eineinhalb Metern in Längsrichtung des Raumes, wobei darauf geachtet werden sollte, dass keine Streifen entstehen. Ist die Grundierung nach ein bis zwei Stunden vollständig getrocknet, kann in der gleichen Art und Weise der Lack zweimal aufgetragen werden. Damit die Oberfl äche perfekt ist, greift man vor dem zweiten Lackauftrag noch ein letztes Mal zum Schleifgerät – ein Schleifdurchgang mit Korn 120 entfernt Aufrauhungen und Holzeinschlüsse. Nach 24 Stunden Trocknungszeit kann der Boden vorsichtig betreten werden. Aber Achtung: Die maximale Festigkeit ist erst nach einer Woche erreicht, somit dürfen auch erst dann Möbel & Co zu ück an ihren Platz. Teppiche sollte man erst nach zwei Wochen wieder auslegen. Was S
 
 
Schritt 3: Fugen füllen Falls sich kleinere Fugen im Holzboden befi nden, können diese mit einem Mix aus Schleifstaub und Fugenkitt gefüllt werden. Dazu vermischt man einen Teil Schleifstaub aus dem Staubsack zu drei Teilen Fugenkitt und streicht die teigartige Masse dann mit Hilfe einer Spachtel in die Fugen. Sind diese breiter als zwei, drei Millimeter, wiederholt man diesen Vorgang. Sind alle Fugen gefüllt, wird die Fugenmasse auf dem gesamten Boden verteilt. Danach wartet man etwa 30 Minuten, bis sie vollständig getrocknet ist. Es folgt der letzte Schleifgang mit Korn 100, der überschüssigen Fugenkitt entfernen soll. Die Fläche jetzt wieder gründlich absaugen und nebelfeucht wischen. Schritt 4: Versiegeln Die mittlerweile glatte Oberfl äche wird nun weiterbearbeitet: es geht ans Versiegeln! Damit Schmutz und Verschleiß dem Holzboden möglichst nichts anhaben können und er maximal pfl egeleicht wird, wird er zunächst grundiert. Die Grundierung sollte gründlich durchgeschüttelt werde , bevor sie dann mit einem Pinsel an den Rändern des Bodens aufgetragen wird. Den Rest der Fläche bearbeitet mit dem Roller, und zwar wie folgt: Die Flüssigkeit wird in zwei parallelen Spuren auf den Boden geleert und dann mit dem Roller zügig und ohne Druck über die Breite des Raumes verteilt. Danach verstreicht man die Grundierung in einer Länge von ein bis eineinhalb Metern in Längsrichtung des Raumes, wobei darauf geachtet werden sollte, dass keine Streifen entstehen. Ist die Grundierung nach ein bis zwei Stunden vollständig getrocknet, kann in der gleichen Art und Weise der Lack zweimal aufgetragen werden. Damit die Oberfl äche perfekt ist, greift man vor dem zweiten Lackauftrag noch ein letztes Mal zum Schleifgerät – ein Schleifdurchgang mit Korn 120 entfernt Aufrauhungen und Holzeinschlüsse. Nach 24 Stunden Trocknungszeit kann der Boden vorsichtig betreten werden. Aber Achtung: Die maximale Festigkeit ist erst nach einer Woche erreicht, somit dürfen auch erst dann Möbel & Co zu ück an ihren Platz. Teppiche sollte man erst nach zwei Wochen wieder auslegen. Was S

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Datum: 11.10.2022

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