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Umfrage Sanierung

Bei den ersten heimischen Baumessen wurden die Besucher befragt. Resultat: Die Sanierung schlägt den Neubau eindeutig. Generell herrscht aber Unentschlossenheit bei den Baustandards und der Energieeffizienz.

Sanierung bleibt das Topthema, der Neubau bleibt auf niedrigem Niveau - Zu diesen Ergebnissen kommt Dämmungs-Hersteller Saint-Gobain ISOVER Austria. Auf den ersten Messen des heurigen Jahres - „Klagenfurter Häuslbauermesse“, der Salzburger „Bauen und Wohnen“ und der Wiener „Bauen und Energie“ - wurde Messebesucher zu künftigen Bau- und Sanierungsplänen befragt. Und einige Ergebnisse überraschen durchaus.

„Die Absichtserklärungen der Bauherren sind absolut eindeutig. Selbst wenn diese Befragung keinen wissenschaftlichen Anspruch stellt, zeigt sie die Richtung unmissverständlich auf“, betont Monika Döll, Marketingleiterin bei Saint-Gobain ISOVER Austria. Immerhin: Die Befragten stellen als Besucher der Baumessen doch die klare Zielgruppe dar.

30 Prozent unentschlossen bei Baustandard

149 Standbesucher waren bereit, ihre Absichten im Rahmen dieser Befragung klar darzulegen. Nur 20 davon wollen tatsächliche neu bauen, das sind magere 13,5 Prozent. Die Hälfte dieser Bauherren (55 Prozent) hat sich ein Niedrigenergiehaus zum Ziel gesetzt, zehn Prozent wollen ein Passivhaus verwirklichen. Nur fünf Prozent geben sich mit dem Mindeststandard der Bauordnung zufrieden. „Was uns wirklich gewundert hat, war, dass sich 30 Prozent der Befragten noch gar keine Gedanken über den Baustandard gemacht haben“, erklärt Döll und schließt daraus, dass die Informationsarbeit über energieeffizientes Bauen noch weiter verstärkt werden muss.

Beim Sanieren geht es weiter nach oben

Ähnlichen Nachholbedarf ortet Döll bei der Sanierung, für die sich 86,5 Prozent der Befragten entschieden haben. Hier ist der Anteil derer, die bezüglich Energiestandard unentschlossen sind, mit 63,5 Prozent noch deutlich höher als im Neubau. 18,6 Prozent wollen im Mindeststandard sanieren, 15,5 Prozent auf Niedrigenergiehaus aufbessern und nur 2,4 Prozent trauen sich Passivhaus-Standard zu. Döll zieht daraus den Schluss, dass „die meisten Menschen immer noch denken, dass Passivhaus-Standard in der Sanierung nicht erreichbar wäre. Wir müssen also erfolgreiche Projekte viel stärker bekannt machen. Wenn die Bauherren Beispiele sehen, wird sie das überzeugen.“

Sanierung: Dach vor Fassade und Keller

Wer sein Haus energetisch verbessern möchte, fängt damit meist ganz oben an: am Dach. 32,5 Prozent der Befragten gaben an, dass sie die oberste Geschoßdecke dämmen wollen, 31 Prozent wollen das Dach dämmen und 14,7 Prozent beides. An der Fassade wollen nur 12,5 Prozent der Befragten etwas ändern. Maßnahmen an der Kellerdecke haben sich nur 9,3 Prozent vorgenommen.

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Archivmeldung: 28.02.2013

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