Alarmanlagen: Die wichtigsten Kategorien

Sie schützen das Grundstück und die Immobilie vor unbefugtem Zutritt und Einbruch. Alarmanlagen werden in drei Varianten angeboten: Gleichstromtechnik, Bus-Technik und Funktechnik. Hier die wichtigsten Merkmale und Erklärungen.

Wie welche Alarmanlage funktioniert und was die Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten sind und mit welchen Kosten für die jeweiligen Alarmanlagen zu rechnen ist, werden wir Ihnen in den folgenden Zeilen erläutern.

1. Gleichstromtechnik

Hierbei fließt elektrischer Strom zwischen zwei Punkten innerhalb der Alarmanlage, der so genannten Meldelinie, über einen Melder, dessen Spannung gemessen wird. Unter- oder überschreitet die Spannung einen bestimmten Wert, wird dies als Alarm oder Sabotage ausgewertet. Zusätzlich zur Meldelinie kann es eine weitere Leitung geben. Bei diesem Prinzip wird ein Melder oder eine Meldergruppe (z. B. die Bewegungsmelder eines Raumes) an einer Linie angeschlossen.

2. Bus-Technik

Bei der Bus-Technik werden z. B. alle Melder über zwei Adernpaare angeschlossen, wobei das eine Paar die Datenleitung darstellt und das andere zur Stromversorgung einige besonderer Melder oder Endgeräte dient. Ebenso gibt es Bus-Systeme, die nur mit zwei Drähten arbeiten. Diese Technik ermöglicht es viele Melder ganz unkompliziert in einem Gebäude zu montieren. Die Konfiguration der Alarmanlage erfolgt meist über einen PC, der über eine serielle oder parallele Schnittstelle angeschlossen wird. Jedem Melder wird eine ID zugewiesen, bei Bedarf zusätzlich ein hinweisender Text oder eine Definition des Melders. Über die Datenleitung fragt die computergestützte Anlage nun in regelmäßigen Zyklen den Zustand der alarmgebenden Einheiten und der restlichen Peripherie der Reihe nach ab.

3. Funktechnik

Die zentrale Einheit der Alarmanlage steht per Funk mit den einzelnen Meldern/Kameras in Verbindung. Diese sind mit einer eigenen Stromversorgung (Akkus) ausgestattet.

Vor- und Nachteile der einzelnen Systeme

Funkanlagen haben den großen Vorteil, dass sie sehr rasch und einfach (ohne Stemmarbeiten) installiert werden können, aber genauso rasch und einfach können sie geknackt werden. Profis schaffen es die Frequenz zu ermitteln und Fehlalarm auszulösen. Das machen sie so lange, bis der entnervte Hausbesitzer die Alarmanlage ausschaltet. Ein weiterer Nachteil ist, dass in sämtlichen Sensoren die Batterien regelmäßig gewartet werden müssen und das ist für technisch unbegabte Menschen nicht so einfach.
Drahtgebundene Anlagen haben keine Wartung der Sensoren notwendig, da die Stromversorgung über fixe Leitungen erfolgt. Der Einbau sollte aber schon beim Neubau oder bei einer allgemeinen Renovation überlegt werden und ist grundsätzlich teurer als die Instalation einer Funkanlage.

Wie teuer ist ein sicheres Gefühl?

Ja nach Funktionsumfang unterscheiden sich die Kosten. Achten Sie beim Preisvergeleich darauf, ob es wirklich die gleiche Anlage ist, die scheinbar woanders viel günstiger angeboten wird. Die Kosten einer Alarmzentrale betragen etwa 500 bis 1.500 Euro. Je nachdem wie viele unterschiedlich Gruppen ( Außenschutz, Innenschutz) und Melder (drahtgebundene bzw. Funkmelder) angeschlossen werden können.

 


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Datum: 11.06.2018

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