Aktuelle Einbruchstatistik: So sicher sind Sie

Die Einbruchstatistik 2017 zeigt ein beruhigendes Bild. Minus neun Prozent angezeigte Fälle im Vergleich zum Vorjahr. Laut Statistik des Bundeskriminalamtes ist das der niedrigste Wert im 10-Jahres-Vergleich.

 

11.802 angezeigte Wohnraumeinbrüche im Jahr 2017. Nachdem bereits von 2015 auf 2016 ein Minus von 16 Prozent verzeichnet werden konnte, sinkt die Zahl im Vorjahr noch einmal deutlich. Die Aufklärungsrate beträgt 14,5 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 Prozentpunkte gestiegen, so nachzulesen in der Polizeilichen Kriminalstatistik 2017.

Und noch eine gute Nachricht. Von den knapp 12.000 Anzeigen behandelten 5.159 lediglich einen Einbruchsversuch. Also über 43 Prozent! Vereitelt wurde der Einbruch jeweils durch guten Eigenschutz oder die richtig gesetzten Präventionsmaßnahmen. Es lohnt sich also, sein Eigentum zu schützen. Und trotzdem: ExpertInnen wundern sich immer wieder, wie leicht es Einbrechern in Österreich doch gemacht wird.

Danach ist es zu spät....

Erst nach einem Einbruch erkennen viele, welche Werte da ungesichert in den eigenen vier Wänden herumstanden und lagen. Neben dem finanziellen Schaden ist Vandalismus ( Zerstörung von Privateigentum) das größte Problem. Während in neu gebauten Einfamilienhäusern die Alarmanlage schon fast standardmäßig integriert ist, fehlt bei Reihenhäusern noch etwas das Bewusstsein dafür. Bei Eigentumswohnungen wird das Thema Sicherheit dafür fast noch stiefmütterlich behandelt.

Dämmerungszeit ist Einbruchszeit

Nach wie vor gilt, dass die meisten Straftaten von Mitte November bis Mitte Dezember stattfinden, das war auch im vergangenen Jahr so, wie die Kriminalstatistik verrät. Doch auch hier: Tendenz sinkend. Insgesamt gab es in den Herbst- und Wintermonaten 2017/2018 rund 300 Wohnraumeinbrüche weniger als noch im Vorjahreszeitraum, was einem Rückgang von 16 Prozent entspricht. Die Klärungsquote konnte dabei gesteigert werden.

Gelegenheit macht Diebe

Eine Studie des Kuratoriums Sicheres Österreich, unterstützt vom Verband der Versicherungsunternehmen sowie vom Verband der Sicherheitsunternehmungen Österreichs, hat festgestellt, dass zwei Drittel der Einbrüche auf Spontantäter zurückzuführen sind. Personen, die nur zufällig vorbeikommen, und ohne lange Vorbereitung und Planung einbrechen. Nur ein Drittel sind demnach Profis, die eine gewisse Vorbereitungsphase haben und ihre Beutezüge besser planen. Die Spontantäter lassen sich mit relativ einfachen Mitteln von der Tat abhalten, aber auch Profis nehmen nicht jedes Risiko in Kauf.


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Datum: 08.06.2018

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