Einbruchstatistik: So sicher sind Sie in Ihrem Zuhause

Kriminalität ist leider ein Bestandteil unserer Gesellschaft. Auch wenn im Vergleich zu allen begangenen Straftaten, Einbrüche eher eine geringe Rolle spielen, die Angst, in seinem Zuhause ungewollten Besuch zu kriegen, ist groß.

Die gute Nachricht vorweg: 2016 sank die Einbruchsquote im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent, auf 12.975 angezeigte Fälle. Zum Vergleich: im Jahre 2009 waren es noch 21.165. Und noch eine gute Nachricht. Von den knapp 13.000 Anzeigen behandelten 5.194 lediglich einen Einbruchsversuch. Also 40 Prozent! Vereitelt wurde der Einbruch jeweils durch guten Eigenschutz oder die richtig gesetzten Präventionsmaßnahmen. Es lohnt sich also, sein Eigentum zu schützen. Und trotzdem: ExpertInnen wundern sich immer wieder, wie leicht es Einbrechern in Österreich doch gemacht wird.

Danach ist es zu spät....

Erst nach einem Einbruch erkennen viele, welche Werte da ungesichert in den eigenen vier Wänden herumstanden und lagen. Neben dem finanziellen Schaden ist Vandalismus ( Zerstörung von Privateigentum) das größte Problem. Während in neu gebauten Einfamilienhäusern die Alarmanlage schon fast standardmäßig integriert ist, fehlt bei Reihenhäusern noch etwas das Bewusstsein dafür. Bei Eigentumswohnungen wird das Thema Sicherheit dafür fast noch stiefmütterlich behandelt.

Dämmerungszeit ist Einbruchszeit

Nach wie vor gilt, dass die meisten Straftaten von Mitte November bis Mitte Dezember stattfinden, das war auch im vergangenen Jahr so, wie die Kriminalstatistik verrät. In diesem Zeitraum gab es mehr als 40 Tatorte pro Tag in Österreich. Dabei macht anscheinend oft Gelegenheit Diebe. Eine Studie des Kuratoriums Sicheres Österreich, unterstützt vom Verband der Versicherungsunternehmen sowie vom Verband der Sicherheitsunternehmungen Österreichs, hat festgestellt, dass zwei Drittel der Einbrüche auf Spontantäter zurückzuführen sind. Personen, die nur zufällig vorbeikommen, und ohne lange Vorbereitung und Planung einbrechen. Nur ein Drittel sind demnach Profis, die eine gewisse Vorbereitungsphase haben und ihre Beutezüge besser planen. Die Spontantäter lassen sich mit relativ einfachen Mitteln von der Tat abhalten, aber auch Profis nehmen nicht jedes Risiko in Kauf.

So können Sie sich sichern

Die wichtigsten Einbruchsmöglichkeiten, die für die Täter interessant erscheinen, sind unverschlossene Türen und offene und gekippte Fenster. Alte Türen und Fenster folgen gleich danach. Bei Neubauten - egal ob Haus, Reihenhaus oder Wohnung - sollten wirksame Sicherheitsvorkehrungen von Anfang an mit eingeplant werden. Sicherheitssysteme, die schon vorzeitig eingebaut werden, sparen viel Geld. Aber auch ältere Objekte, und damit sind nicht nur Altbauten im klassischen Sinn gemeint sondern auch Häuser aus den 70-er Jahren, lassen sich auf verschiedenste Arten nachrüsten.


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Datum: 19.07.2017

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