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Smart Home

Smart Homes sind anfälliger für Hackerangriffe!

Die Wohnungstemperatur erhöhen, bevor man nach Hause kommt, den Saugroboter noch schnell ein paar Runden drehen lassen oder die Markisen ausfahren, wenn die Sonneneinstrahlung zu stark wird. Smart Homes erleichtern den Alltag, senken den Energieverbrauch und sorgen damit auch für ein nachhaltigeres Leben.

Einen großen Sicherheitsfaktor können Smart Homes auch älteren Personen bieten. Überwachungen des eigenen Heims sorgen für ein gutes Gefühl und geben Schutz. Was beim Betreuten Wohnen schon lange ein Thema ist, kann nun auch Einzug in das eigene Zuhause halten. Auf diese Weise kann ein Notrufknopf bei Bedarf den Arzt kontaktieren, die eigenen Lebenszeichen überwachen oder die Alarmanlage steuern.

Da in einem Smart Home alles miteinander vernetzt ist, machen sich viele Sorgen wegen eines Hackerangriffs. Was man tun kann, um sich und seine Familie noch besser zu schützen, wird nun erklärt.

1. Sichere SSL-Verschlüsselungen

Seriöse Online Casinos haben dies bereits vorgemacht und bieten mit SSL-Verschlüsselungen und 2FA eine gute Basis, um Daten und Zahlungen zu schützen. Dies macht man sich auch bei Smart Home SSL-Verschlüsselungen für den Fernzugriff zunutze und die Kommunikation mit den Endgeräten erfolgt über den Zugriff per HTTPS. Ein sicheres Smart Home speichert auch keine Daten, ohne den User vorher darüber zu informieren.

2. Updates nur vom Betreiber beziehen

Regelmäßige Updates sind wichtig und sorgen dafür, dass man immer die aktuellsten Versionen nutzen kann, Sicherheitslücken geschlossen werden und alle Geräte einwandfrei laufen. Müssen Updates heruntergeladen werden, so sollte dies immer nur vom Betreiber und Hersteller bezogen werden. Wer die Automatik-Funktion nutzt, muss nicht immer selbst nach Updates suchen und kann sie automatisch installieren lassen. So ist man vor dem Download von illegalen oder schadhaften Softwarepaketen geschützt und kann sich an seinem Smart Home erfreuen.

3. Starke Passwörter einsetzen

Ein starkes Passwort ist nach wie vor die einfachste Maßnahme, um sein Smart Home zu schützen. Wird der neue Router installiert, sollte man auf ein paar Dinge achten, um die WLAN-Verbindung so sicher wie möglich einzurichten. Da jedes Gerät ein Passwort vorinstalliert hat, ist es ratsam, dieses sofort zu ändern. Auf die Verwendung von Geburtsdaten der Familie sollte verzichtet werden und stattdessen ein Passwort aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen festgelegt werden – je länger, umso besser. Für verschiedene Geräte nutzt man am besten auch unterschiedliche Passwörter. Und vor allem sollte das Passwort geheim sein und nicht an Bekannte weitergegeben werden.

4. Firewall und Antivirenprogramme installieren

Eine Firewall schützt das Smart Home vor unerwünschten Netzwerkzugriffen. Auf diese Weise wird der Datenverkehr überwacht und die Firewall entscheidet aufgrund vordefinierter Regeln, welche Netzwerkpakete passieren dürfen und welche nicht. Kritische Pakete werden dabei von der Firewall blockiert. Genauso wie eine Firewall den Computer schützt, wird damit auch das Smart Home abgesichert.

Genauso wichtig wie eine Firewall ist auch eine solide Virenschutz-Software, die den Datenverkehr kontrolliert und bei ungewöhnlichen Aktivitäten eingreift und den Smart Home Besitzer informiert.

5. Internetverbindung über ein VPN

Bei einem Virtual Private Network, kurz VPN, wird zwischen zwei Punkten eine gesicherte Verbindung – ein Tunnel – erstellt. So wird bei der Nutzung der Internetverbindung am Smartphone kein öffentliches WLAN genutzt, sondern eine sichere private Verbindung. Generell sollten öffentliche WLANs vermieden werden, da man hier nicht sicher sein kann, ob Verschlüsselungen zum Tragen kommen. Und wenn plötzlich ein anderer das Licht im eigenen Wohnzimmer steuert, wird es bedenklich.

6. Fernzugriff, nur wenn wirklich nötig nutzen

Es ist sicher nicht nötig, die Kaffeemaschine mehrmals täglich von unterwegs aus zu aktivieren, den Saugroboter jede Stunde zu checken, ob er denn auch seine Arbeit macht oder Urlaubsfotos vom Büro aus direkt an den Drucker zu Hause zu senden. Jede Verbindung, die über das Internet aufgenommen wird, birgt ein Risiko. Reduziert man die Fernzugriffe, oder schaltet die Zugriffe ab, die man nicht wirklich täglich benötigt, ist man der Sicherheit wieder einen Schritt näher.

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Bei Smart Homes geht es vorrangig um Sicherheit und daher sollte man sich nur auf Hersteller mit einem guten Ruf verlassen und von unbekannten Produkten die Finger lassen. Auch wenn Fenster und Türen im Smart Home gesichert und verschlossen werden, können zusätzliche Schlösser, Riegel und weitere mechanische Sicherheitsvorkehrungen nicht schaden.

Wer die oben genannten Punkte beachtet und sein Smart Home bestens absichert, muss sich weniger Gedanken um einen Hackerangriff machen. Laufende Wartungen sorgen dafür, dass Smart-TVs, Thermostate, Kühlschränke oder Steckdosen nicht nur smart, sondern auch privat und sicher bleiben.

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Datum: 12.09.2022

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