Kein Boden ohne Teppich

Für die meisten Einrichtungsexperten ist es klar: Teppiche sind ein must-have. Selbst der schönste Dielen- oder Fliesenboden kann damit akzentuiert und aufgewertet werden. Außerdem sind Teppiche fußwarm, schallschluckend und im Notfall auch bequem zum Sitzen.

Teppiche gehören zum Boden, wie Fenster zur Wand. Nicht von ungefähr hat eigentlich nahezu jeder einen daheim liegen. Denn selbst wer sich grundsätzlich gegen einen Teppichboden und für Parkett, Laminat oder Fliesen entscheidet – auf einen Teppich verzichten die wenigsten. Bringt er doch Farbe und Gemütlichkeit in jeden Raum. Das gilt selbst für kleine Bettvorleger oder schmale Läufer im Hausflur. Was Farbe, Form oder Material angeht, steht Ihnen eine enorme Auswahl zur Verfügung. Vom Stil her sollte er sich aber ins restliche Rauminventar integrieren. Am besten, Sie stimmen ihn mit den schon vorhandenen Tönen und Texturen ab.

IKEA © IKEA

Robust oder flauschig, der Flor entscheidet

Ob ein Teppich kuschlig gemütlich oder stark strapazierfähig ist entscheidet nicht nur das verwendete Material, sondern auch die Höhe des Flors. Als Flor werden die senkrecht zum Untergewebe stehenden Fasern bezeichnet, also prinzipiell das, was für uns Haptik und Aussehen des Teppichs ausmacht. Exemplare mit kurzem Flor sind meist robuster und pflegeleichter, als ein langfaseriger Flokati. Doch unabhängig von Hochflor oder Niedrigflor: Teppiche binden immer den Feinstaub in der Luft, was sich besonders positiv auf Personen mit Atemwegs­problemen auswirkt.

Ein Teppich ist ein Nutzobjekt

Auch wenn wir in erster Linie Teppiche als Zierde ansehen, sind sie wie jeder Bodenbelag ein Gebrauchsgegenstand, der tagtäglich einer hohen Belastung ausgesetzt ist. Diese dauerhafte Inanspruchnahme sollte beim Kauf unbedingt berücksichtigt werden. Leben Kleinkinder oder Tiere im Haushalt mit, bieten sich eher Teppiche mit niedrigerem Flor an. Doch zu robust sollten sie wiederum auch nicht sein. Kinder spielen gerne auf dem Boden, da schont ein weicher Untergrund Haut und Gelenke. Auch die Reinigung sollte berücksichtigt werden. Antike Teppiche benötigen professionelle Behandlungen, andere können Sie selbst mit einem Waschsauger reinigen bzw. einfach in die Maschine geben (Etikett beachten!).

IKEA © IKEA

Geknüpft, gewebt, getuftet

Es gibt verschiedene Wege wie ein Teppich hergestellt werden kann. Historisch gesehen wurde er in Europa meist gewoben, wobei hier schon früh Maschinen zum Einsatz kamen. Im Orient hingegen ist die Knüpftechnik verbreitet. Dabei werden einzelne kurze Strähnen mit den senkrecht verlaufenden Kettfäden verknotet. Beim getufteten Teppich wird der Flor direkt in das Untergewebe eingearbeitet. Der Flor selbst kann dabei Schlingenformen haben oder die Schlingen werden aufgeschnitten – so entsteht Velours. Bei Konfektionsware werden die Florfasern mit der Rückseite des Teppichs verschweißt oder verklebt. Diese Produktionsweise ist preiswert, aber nicht sehr strapazierfähig.

Frag' den Profi

Jetzt kostenlos eine Frage
an ein Unternehmen stellen.

Sie haben eine Frage?
Lassen Sie Ihre Frage kostenlos und unverbindlich von einem Profi beantworten!
Sie sind ein Unternehmen?
Jetzt kostenlos bei Frag' den Profi teilnehmen!

Bitte beachten Sie, dass keine Rechtsauskünfte erteilt werden können.


AutorIn:

Datum: 13.04.2016

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Weitere Artikel aus Wohnstile

Die Wahrheit liegt in der Mitte – so in etwa lässt sich der schwedische Begriff „Lagom“ ins Deutsche ...

Hygge – kaum ein Begriff, der zurzeit öfters in den Mund genommen wird, wenn es ums Thema Wohnen geht. Doch was ...