Terrakotta: Trendfarbe und -material

Erdig, warm, mediterran: Terrakotta ist typisch für den Einrichtungsstil in südlichen Ländern und wenn es nach den ExpertInnen geht, erlebt der 90er Trend im kommenden Jahr ein großes Comeback. Nichts geht mehr ohne die rustikale Nuance.

Die im vergangenen Jahr dominierenden kühleren und pastelligen Farben werden nun abgelöst von warmen Materialien und Tönen. Nicht fehlen darf da, zumindest wenn man den Innendesignern Glauben schenkt das Terrakotta, das von gebranntem Orange über Rostrot bis hin zu erdigen Tonfarben alles umfasst, was Wärme und Natur verkörpert. Nicht jeder von uns wird nun in Begeisterungsstürme ausbrechen, verbinden viele dieses Material doch mit rötlich gefliesten Hauseingängen und Tonaccessoires, die heimische Regale verstopfen - alles irgendwie gewollt und nicht gekonnt. Doch wie so oft - das Comeback ist moderner und zeitloser als das Original. Und so kommt Terrakotta nicht mehr in Form von gewischten Wänden a la Toskana und kleinformatigen hochglanzpolierten Bodenfliesen daher, sondern matt und vor allem unglasiert.

Von der Antike bis heute

Terrakotta kommt aus dem Italienischen und steht für "gebrannte Erde". Das typischerweise rostrote bis bräunliche Material ist nichts anderes als einfach gebrannter Ton - ein sehr einfach herzustellenden und vielfältig einsetzbarer Baustoff, der vor allem in Form von Bodenfliesen in den 90er Jahren einen Höhenflug in unseren Breiten erlebt hat. Bereits in der Antike wurde Terrakotta hergestellt und auch in der Rennaicance sowie dann später im 19. Jahrhundert nahm dieses Naturmaterial einen hohen Stellenwert ein.

Als Baustoff und Farbe

Neben dem Einsatz als Wand- oder Bodenbelag wird Terrakotta vor allem auch für Schalen und Vasen, für Übertöpfe und Geschirr verwendet, die ein unabdingbares Basic im mediterranen Einrichtungsstil darstellen. Doch Terrakotta kann auch als Farbe vielfältigen Einsatz finden. Von der hochwertigen Wandfarbe über den Sisalteppich in dem erdigen Ton, Sofas oder Leuchten, bis hin zu Kissenbezügen oder Plaids. Wichtig ist, diese Farbe in klaren und reduzierten Formen einzusetzen, größere Flächen immer in hellen, matten Nuancen zu gestalten und auf verschnörkelte, verspielte Details zu verzichten, um diesen bäuerlich-rustikalen Charme erst gar nicht aufkommen zu lassen.

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Max Mustermann
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Datum: 10.01.2017

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