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Stromvergleich: Welche Lampe ist am sparsamsten?

Energiesparlampen, Halogen, LEDs: die Auswahl an Leuchtmitteln ist groß. Welches aber hilft wirklich beim Strom sparen? In unserem großen Lampenvergleich erfahren Sie, wie die neuen Typen im Vergleich zu herkömmlichen 60 Watt Glühbirnen abschneiden!

Zwar verbraucht die Beleuchtung in Haus oder Wohnung nur rund 10 Prozent des Stroms, allerdings lässt sich der Stromverbrauch in kaum einem anderen Bereich so leicht und erheblich senken. Der Verbrauch variiert je nach Lampentyp genauso stark wie der Preis. Worauf sollten Sie beim Kauf achten, welche Lampentypen schneiden im Stromvergleich besonders gut ab und wovon sollten Sie lieber die Finger lassen? Ein Vergleich mit der noch gut im Gedächtnis verankerten 60 W Glühbirne.

Die Lampentypen im Überblick

Sehen wir uns zunächst einmal an, welche Lampenarten es neben der Glühbirne überhaupt gibt. Zu nennen wären da Halogenlampe, Energiesparlampe (auch: Kompaktleuchtstofflampe), LED-Lampe (= Lichtemittierende Dioden) und OLEDs (= Organische Leuchtdioden). Letztere bestehen aus mehreren organischen Schichten von sehr geringer Dicke (ungefähr einhundert Mal dünner als ein menschliches Haar!). Sie finden aktuell vor allem in Fernseher- und Smartphone-Displays Verwendung, allerdings entstehen fortlaufend neue Anwendungen. Derzeit sind OLEDs noch viel teurer als LEDs und sind nicht als "Retrofit" erhältlich, heißt, es gibt sie nicht als Leuchtmittel mit genormten Sockel, den man in die Fassung einer normalen Leuchte eindrehen könnte.

Die Vor- und Nachteile im Vergleich

  Glühbirne Halogenlampe Energiesparlampe LED
Stromverbrauch

hoch

hoch

niedrig

niedrig

Energielabel (bis Ende 2023) G-D E-C A-B A-A++
Lebensdauer ca. 1000 Stunden ca. 3000 Stunden ca. 6000 - 15 000 Stunden (kürzere Lebensdauer bei häufigem Ein- und Ausschalten) ca. 25 000 Stunden (bei Retrofit-Lampen)
Anschaltzeit erreicht sofort Betriebshelligkeit erreicht sofort Betriebhelligkeit

Bei Lampen ohne Quickstart-Funktion dauert es bis zu drei Minuten vom Einschalten bis zur Erreichung der vollen Betriebshelligkeit.

erreicht sofort Betriebshelligkeit
Lichtqualität (Helligkeit & Farbe) gut gut schlecht gut
Preis günstig (wird nicht mehr hergestellt) günstig (nur mehr eingeschränkt erhältlich) moderat: 2, 50 bis 10 Euro hoch: 12 bis 20 Euro
Rohstoffe Wolfram Edelgase (Halogengas) Quecksilber Seltene Erden
Entsorgung Hausmüll Hausmüll Sammelstelle Sammelstelle

Fazit: Welche Lampe ist am besten?

Die Halogenlampe als technische Weiterentwicklung der Glühbirne hat zwar eine etwas längere Lebensdauer, bietet aber relativ wenig Helligkeit und verbraucht im direkten Vergleich mit Energiesparlampen und LED extrem viel Strom. Seit einigen Jahren ist ihr Einsatz auf wenige Bereiche beschränkt. Ersetzt man eine Glühbirne hingegen durch eine gleich helle Energiesparlampe kann man bis zu 80 Prozent Strom sparen. Im Vergleich spart man, Anschaffungskosten und Stromkosten summiert, meist weit mehr als 100 Euro pro Jahr! Aber selbst die einst als der energieschonende Nachfolger der Glühlampe gehandelte Kompaktleuchtstofflampe dient heute nur noch als Übergangslösung. Es geht nämlich noch besser: eine LED-Lampe verbraucht bis zu 90 Prozent weniger Strom als die Glühlampe,60 Prozent weniger Strom als die Halogenlampe und 10 prozent weniger Strom als die Energiesparlampe. Der höhere Anschaffungspreis amortisiert sich somit in kürzester Zeit, nämlich nach gut einem halben Jahr! Damit ist die LED-Lampe klarer Sieger im Stromvergleich.

Energielabel zeigt Stromverbrauch!

Auch Leuchten werden seit 2014 mit dem EU-Energielabel gekennzeichnet. Dadurch erhalten Sie wichtige Hinweise zur Energieeffizienz der zur Leuchte gehörenden Lampe. Die Effizienzklasse gibt Auskunft über den Stromverbrauch der Lampe im Verhältnis zur erzeugten Helligkeit. Bei Lampen wird mit einer durchschnittlichen Nutzungszeit von etwa 1000 Stunden pro Jahr gerechnet, was bedeutet, dass die Lampen zwei bis drei Stunden pro Tag eingeschaltet sind. Die beste Energieeffizienzklasse A++ erhalten Lampen mit einem besonders niedrigen Stromverbrauch. Im Vergleich zu einem Produkt der Klasse D sparen sie etwa 88 Prozent Energie.

LED-Stromverbrauch pro Jahr berechnen

Den Stromverbrauch von LED-Lampen können Sie recht einfach berechnen. Dazu multiplizieren Sie die Leistungsaufnahme mit der Leuchtdauer (= Wie lange ist die Lampe durchschnittlich eingeschaltet?).

Beispiel: Ihre LED Deckenleuchte im Wohnzimmer hat 30 Watt. Die durchschnittliche Leuchtdauer beträgt 4,5 Stunden pro Tag. Um den Stromverbrauch pro Jahr zu ermittlen, rechnen Sie: 30 Watt x 4,5 Stunden x 365 Tage = 49,275 kWh. Für die Stromkosten pro Jahr (bei 25ct/kWh) heißt das: 49 kWh x 0,25 Euro= 12,25 Euro.

Welche Lampe für welchen Wohnraum?

Am Markt gibt es verschiedenste LED-Lampen für jeden Wohnraum! Welche alten Leuchmittel Sie womit ersetzen sollten:

  • Alte Glühbirnen im Wohnbereich, Küche, Schlaf-, Kinderzimmer, Gang, Stiegenhaus und in Nebenräumen ersetzen Sie am besten durch Retrofit-Lampen, also LEDs mit Schraubgewinde (E14 oder E27).
  • Energiesparlampen (erkennbar am gewendelten Kopf) im Wohnbereich und für die Außenbeleuchtung ersetzen Sie am besten ebenfalls mit LEDs mit Schraubgewinde (E14 oder E27).
  • Alte Halogenlampen (Spots oder Glühbirnenform) im Wohnbereich, Gang und Bad sind ganz einfach mit LEDs austauschbar. Bei Niedervolt-Halogen ist eventuell auch neuer Trafo erforderlich.
  • Alte Leuchtstoffröhren (Neonröhren) in Küche oder Werkräumen wechseln Sie am besten durch LED-Röhren (tubes). Achtung: Nicht jede alte Leuchtstoffröhre ist für LEDs geeignet, oft muss die ganze Leuchte getauscht werden!

Kaufen Sie neue LED-Lampen, sollten Sie wissen, dass LEDs gerichtetes Licht abgeben, anstatt in alle Richtungen zu strahlen wie Glühbirnen. Ausgleichen lässt sich dies mit einer entsprechenden Anordnung der Wohnraumbeleuchtung, bestehend aus Grund- bzw. Allgemeinlicht (meist Deckenleuchten), Zonenlicht (Wandleuchten und Stehlampen) und Akzentbeleuchtung (Tischleuchten und Deko-Beleuchtung).

 

LEDs im Glühbirnen-Look

Sie vermissen das warme, farbechte Lichte einer Glühbirne? Auch dafür gibt es eine Lösung! Den Glühbirnen optisch recht ähnlich sind die neuen LEDs mit Filament-Technologie. Hier werden kleine LED-Chips fadenförmig aufgereiht und mit einem speziellen Überzug versehen. Damit ähneln sie optisch dem Glühfaden einer Glühbirne und erzeugen auch ähnliches Licht. Ein spezielles Gas leitet die Wärme ab, sodass Filament-LEDs auch in geschlossenen Gehäusen betrieben werden können.

Unsere Top-Tipps zum Lampenkauf

Wichtig, bevor Sie losziehen und neue Leuchtmittel besorgen: Überlegen Sie, wo Sie wirklich Licht benötigen. Wie so oft gilt auch hier in puncto Ressourcenschonung: Weniger ist mehr! Denn immer mehr Lampen in immer mehr Anwendungsbereichen verbrauchen auch mehr Strom. Für Stiegenhäuser, Flure und Bereiche, in denen man sich weniger lang aufhält, empfehlen sich Bewegungs- und Präsenzmelder. Besonders effizient wird das Lichtmanagement in einem Smart Home.

  1. Kaufen Sie Markenprodukte und lassen Sie sich von Fachkräften beraten! Empfehlenswert ist zum Beispiel das ÖVE-Zeichen. Gute Qualität erkennen Sie außerdem anhand des Lumen-Werts und der Lebensdauer.
  2. Kaufen Sie effiziente Modelle! Wie viel Strom eine LED-Lampe verbraucht kommt vor allem auf drei Dinge an: Qualität, Helligkeit (angegeben in Lumen) und Wirkungsgrad. Dabei gilt: Je heller eine Lampe bei gleicher Wattstärke ist, desto effizienter ist sie. 
  3. Achten Sie auf den Vergleichwert! Auf LED-Lampenverpackungen ist ein Vergleichswert "entspricht Glühlampe mit XX Watt" angegeben.
  4. Nutzen Sie Konvertierungstabellen! Sie liegen in vielen Geschäften auf, was Ihnen erleichert, den entsprechenden Lumen-Wert für Ihre neue LED zu finden, wenn Sie Ihre alte Energiesparlampe wechseln.
  5. Achten Sie auf Größe, Sockel und Halbwertswinkel! Das ist wichtig, wenn Sie alte Halogenlampen auswechseln.
  6. Kaufen Sie Lampensysteme mit austauschbaren Leuchtmitteln! Sie sind nachhaltiger als andere Systeme. Achtung bei fest in der Lampe verbauten LEDs - hier ist der Austausch nicht möglich!
  7. Kaufen Sie Modelle mit Amalgamtechnik und Silikon-Splitterschutz! Sie schützen vor Schadstoffen beim Zerbrechen.

 

Den Glühbirnen optisch recht ähnlich sind die neuen LEDs mit Filament-Technologie. Hier werden kleine LED-Chips fadenförmig aufgereiht und mit einem speziellen Überzug versehen. Sie ähneln also dem
Glühfaden einer Glühbirne und erzeugen auch ähnliches Licht. Ein spezielles Gas leitet die Wärme ab,
so dass Filament-LEDs auch in geschlossenen Gehäusen betrieben werden können.

Sie möchten selber Strom erzeugen, wissen aber nicht so recht wie und was? Dann lassen Sie sich am besten von Fachleuten beraten. Mit dem Sparen kann man ja nicht früh genug beginnen! Hier EVN-Beratungstermin vereinbaren

AutorIn:
Datum: 02.02.2018
Kompetenz: Haustechnik und Multimedia

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