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Licht im Stiegenhaus: Die besten Tipps

Es gibt drei Gründe, warum Lichtquellen in unseren Wohnräumen unverzichtbar sind: Sicherheit, Behaglichkeit und Komfort. Stiegenhaus und Flur bieten das oft nicht - Licht muss her! Mit unseren Tipps bringen Sie Treppe & Co zum Strahlen!

 

Das richtige Licht in Haus und Wohnung bestimmt maßgeblich darüber, ob wir uns wohl fühlen, und wie aktiv und produktiv wir sind. Gänge, Vorräume und insbesondere Stiegenhäuser werden zudem für alle Bewohner sicherer, wenn sie gut ausgeleuchtet sind. Dazu braucht es keine aufwendigen und teuren Lichtquellen - ideal geeignet sind beispielsweise kleine Leuchten mit langlebiger und wartungsfreier LED-Technik. Wir stellen Ihnen die Möglichkeiten, wie Sie Ihr Stiegenhaus & Co sicher und ästhetisch beleuchten können, hier vor.

Beleuchtet wird's wohnlicher

Natürlich geht es bei der Frage nach dem richtigen Licht nicht nur um Sicherheit und Unfallvermeidung. Licht tut so viel mehr für unsere Wohnräume. Ein beleuchtetes Stiegenhaus hebt z. B. das Material Ihrer Treppe hervor und betont die Farbe. Stellt man einer hellen, gut ausgeleuchteten Treppe eine lichtarme gegenüber, wird klar: die Atmosphäre ist eine andere. Eine helle Treppe fällt auf, wirkt offen und lässt den Raum freundlicher und geräumiger wirken. Bei kleinen Räumen oder bei wenig Lichteinfall also genau das Richtige!

Schritt für Schritt zu gutem Licht an der Treppe

Wie so vieles ist die Platzierung der Lichter Geschmackssache und auch eine Frage der Planung. Bauen Sie eine neue Treppe oder renovieren Sie, sollten Art und Positionierung der Lichtquellen in die Planung miteinbezogen werden. Leuchten nachzurüsten ist zwar möglich, aber bei den nachhaltigeren Lösungen mit Aufwand (Elektroinstallation) verbunden, insbesondere gilt das für Einbauleuchten. Behalten Sie bei der Planung außerdem im Hinterkopf: Idealerweise fällt das Licht von oben auf die Stufen - so werden diese am besten sichtbar. Helligkeitsunterschiede zwischen den einzelnen Stufen sorgen zusätzlich dafür, dass man selbige besser erkennt. Wichtig in puncto Sicherheit: den oberen Beginn der Treppe kenntlich zu machen! Diffuses (=flächiges) Licht sollte vermieden, gerichtetes (= direktes) Licht bevorzugt werden.

Wie und wo Sie Licht ins Treppenhaus bringen

  • Sie können die Lichtquellen in Ihrem Stiegenhaus sehr subtil platzieren, wenn Sie zum Beispiel eine Treppe mit Treppenwangen an beiden Seiten haben und Leuchten hier einbauen lassen. Spots in den Treppenwangen sind dezent und kaum sichtbar. Einbauleuchten oder Spots gibt es in vielen Ausführungen: Als LED- oder Halogenleuchte, starr, beweglich, in Chrom, Gold oder Weiß. Oft verwendet werden sie als Effektbeleuchtungen, z. B. als Sternenhimmel im Schlafzimmer, über einer Bar oder auch über Spiegeln im Vorraum oder Bad. Auch unter Hängekästen sorgen sie für perfektes Arbeitslicht in der Küche. Dafür gibt es auch Aufbaumodelle zur nachträglichen Montage.
  • Eine weitere Möglichkeit sind Spots in bzw. auf den Stufen selbst. Sie können an jeder zweiten oder dritten Stufe angebracht werden. Es lohnt sich, LED-Bodenstrahler von hoher Qualität mit langer Lebensdauer zu wählen. Grundsätzlich sind Strahler zu bevorzugen, deren IP-Wert einen hohen Schutz gegen Feuchtigkeit erkennen lässt - schließlich werden auch Stufen regelmäßig gewischt und ein kleines Malheur mit einem Wasserglas oder Ähnlichem kann nie ausgeschlossen werden.
  • Alternativ greift man zu schmalen, in der Länge variablen LED-Streifen, besonders dann, wenn man Licht im Stiegenhaus möglichst einfach nachrüsten möchte. LED-Streifen können an der Wand sowie auf den Treppenstufen oder aber auch auf dem Handlauf der Treppe befestigt werden. Immer beliebter wird allerdings die Befestigung an der Unterseite des Stufenüberstands. Achtung: Damit die Stufen ausreichend beleuchtet werden und somit Sicherheit gewährleistet ist, muss ein Stripes-Produkt mit hoher Leistung ausgewählt werden, welches nicht nur dekoratives Licht abgibt.
  • Das Praktische mit dem Schönen verbinden lässt sich, wenn man die altbewährte, stylische Deckenlampe mit anderen Beleuchtungselementen im Stiegenhaus kombiniert, etwa mit eingebauten Wandleuchten. Diese werden z. B. dicht über der Treppenstufe, etwa in Knöchelhöhe, angebracht. Dabei muss nicht jede Stufe mit einer Leuchte versehen werden, um alle gut auszuleuchten. In der Regel reicht es, jede dritte Stufe mit einer solchen Wandleuchte auszustatten.

Treppengeländer beleuchten - gute Idee?

Kritisch zu beurteilen sind beleuchtete Treppengeländer: Sie sind unbestreitbar stimmungsvoll, aber unpraktisch. Die dafür notwendige Elektroinstallation ist recht komplex - Stecker und Kabel der Treppenbeleuchtung müssen im Treppengeländer verarbeitet werden. Dadurch wird auch der Austausch einer kaputten Lampe aufwendig. Im schlimmsten Fall kann das Geländer aufgrund der Beleuchtung warm und dadurch unsicher werden.

Praktische Bewegungsmelder für Stiege & Co

Eine kostengünstige und energiesparendeLösung für's beleuchtete Stiegenhaus sind Bewegungsmelder. Sie sorgen dafür, dass das Licht immer dann leuchtet, wenn sich jemand bewegt (plus programmierter Nachlaufzeit). Mit LED-Streifen kombiniert, lassen sich mit entsprechenden Produkten verschiedene Modi hinterlegen, zum Beispiel ein Putzmodus für helles Licht, Anti-Mücken-Modus etc. Ideal eingesetzt sind Bewegungsmelder in Nutzräumen, wie Stiegenabgang, Keller oder Abstellraum. Sie kennen’s bestimmt: Gerade in diesen Räumen hat man oftmals seine Mühe, wenn man das Verstaugut jonglierend den Lichtschalter betätigen will. Komfortabel ist eine solche automatische Beleuchtung auch in der Garage oder in Schränken und Kästen. Übrigens: Für Nutzräume empfehlen wir kalt-weißes Licht, das eine belebende Wirkung hat.

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Treppenhaus ohne Strom beleuchten?

Auch das geht. Hierfür gibt es sehr kostengünstige Leuchten (ca. 10 Euro/Stück), die batteriebetrieben, ohne Elektroinstallation und Werkzeug, dafür mit Klebestreifen oder Magneten, montiert werden können. Batterieleuchten sind auch mit integriertem Bewegungsmelder erhätlich. Auch selbstklebende fluoreszierende Streifen benötigen keinen Strom. Wer allerdings erwartet, dass seine Treppenbeleuchtung lange hält, ausreichend Licht abgibt und gut aussieht, entscheidet sich besser für eine nachhaltige Option, wie etwa LED-Spots. Fluoreszierende Streifen nutzen sich recht schnell ab und stören dann optisch.

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Aufhellendes für den Flur 

Das Problem vieler Vorzimmer und Flure: Sie sind klein, eng und müssen ohne Tageslicht auskommen. Entsprechende Beleuchtung ist hier das A und O. Für Flure reicht nachts ein bodennaher Lichtpunkt aus, der Orientierung gibt, ohne zu grell zu sein, beispielsweise in Form einer Wandeinbauleuchte. Ältere Menschen hingegen sollten ihr höheres Helligkeitsbedürfnis bedenken. Für sie sind mehrere Lichter oder eine flächige Lichtlinie entlang des Flures empfehlenswert. Auch hier bieten sich energiesparende LED-Modelle an. Gerichtetes Licht, etwa in Form von Spots, setzt außerdem im Handumdrehen Bilder, Sammlerstücke oder andere Deko-Objekte in Szene!

 
Ja zu Licht an der Treppe, aber wo? Sie können die Lichtquellen in Ihrem Stiegenhaus sehr subtil platzieren, wenn Sie zum Beispiel eine Treppe mit Treppenwangen an beiden Seiten haben und Leuchten hier einbauen lassen. Spots sind an dieser Stelle dezent und kaum sichtbar. Einbauleuchten oder Spots gibt es übrigens in vielen Ausführungen: Als LED- oder Halogenleuchte, starr, beweglich, chrom, gold oder z.B. weiß. Oft verwendet werden sie als Effektbeleuchtungen, z. B. als Sternenhimmel im Schlafzimmer, über einer Bar oder auch über Spiegeln im Vorraum oder Bad. Auch unter Hängekästen in der Küche liefern sie perfektes Arbeitslicht. Dafür gibt es auch Aufbaumodelle zur nachträgliche

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Datum: 23.06.2020
Kompetenz: Elektroinstallation