Lichtplanung. Was ist zu beachten?

Ein professionelles Beleuchtungskonzept erfüllt die lichttechnischen Anforderungen, erzielt Lichtwirkungen und setzt durch geschickte Anordnung von Leuchten und der damit erzeugten Lichtverteilung angenehme und sinnvolle Akzente.

Licht ist ein lebenswichtiger Faktor. Unser Auge ist der wichtigste Sinnes-Empfänger. Ungefähr 70% aller Informationen erhalten wir durch den Sehvorgang. Ein Beleuchtungskonzept erfüllt die lichttechnischen Anforderungen und erzielt Lichtwirkungen und setzt Akzente - durch geschickte Anordnung von Leuchten und der damit erzeugten Lichtverteilung. Natürliche Belichtung ist für alle Aufenthaltsräume sehr wertvoll. Die beste künstliche Beleuchtung kann niemals natürliches Tageslicht ersetzen. Der Mensch ist abhängig vom Hell-Dunkel-Rhythmus und reagiert sensibel auf Veränderungen (Winterdepression!).

 

Qualität der Beleuchtung

  • Helligkeit
  • Blendfreiheit
  • Kontrast und Helligkeitsverteilung
  • Lichtfarbe
  • Schattenbildung, Lichteinfall von der richtigen Seite

Dabei wird die Sehleistung durch die Helligkeit und durch die Blendfreiheit, der Sehkomfort durch die Helligkeitsverteilung, die Farbwiedergabe, die Lichtrichtung und durch Schatten beeinflusst.

 

Wichtig für die Augen: Richtige Leselampen

Für das Schreiben und Lesen, Tätigkeiten welche die Augen stark anstrengen, wird eine Beleuchtungsstärke von 500 Lux empfohlen. Dabei bevorzugen die meisten Menschen (Rechtshänder) einen Lichteinfall von links oben, da eine störende Schattenbildung vor der schreibenden Hand vermieden wird.

Eine diffuse Beleuchtung lässt die Form eines Gegenstandes nicht eindeutig erkennen und ergibt eine als unangenehm empfundene Schattenarmut und Monotonie. Punktförmige Lichtquellen erzeugen mit extrem gerichtetem Licht tiefe Schatten mit harten Schattenrändern, in dessen Schlagschatten fast nichts mehr zu erkennen ist.

 

Für jeden Zweck das richtige Leuchtmittel

Lampentyp Elektrische Leistung (Watt) Lichtstrom (Lumen) Lichtausbeute (Lumen/Watt) Lichtfarbe
Glühlampen 15 - 200 90 - 3.150 6 - 16 warmweiß
Halogen-
Glühlampen 230 V
25 - 500 250 - 9.500 10 - 19 warmweiß
Niedervolt-Halogen-
Glühlampen
5 - 150 60 - 3.200 12 - 21 warmweiß
Energiesparlampen
mit EVG*
3 - 23 100 - 1.500 33 - 65 warmweiß
Kompakt-
leuchtstofflampen
5 - 55 250 - 4.800 50 - 88 warm-, neutralweiß
Stabförmige
Leuchtstofflampen
6 - 80 310 - 7.000 52 - 104 warm-, neutral-, tageslichtweiß
Natrium-
Niederdrucklampen
18 - 180 1.770 - 32.500 98 - 181 orange-gelb
Induktionslampen 55 - 165 3.500 - 12.000 65 - 80 warm-, neutralweiß
Halogen-
Metalldampflampen
35 - 1.000 3.000 - 80.000 67 - 80 warm-, neutralweiß
Natriumdampf -
Hochdrucklampen
35 - 1.000 1.300 - 130.000 39 - 138 gelb

 

 

Kennen Sie alle Begriffe auf der Verpackung?

Lampen: Fachbezeichnung für den Lichterzeuger oder das Leuchtmittel, also Glühlampe, Leuchtstoffröhre, Halogenlampe...

Leuchten: Sammelbegriff für die Beleuchtungskörper, wie Wand- und Deckenleuchten, Auf- und Einbauleuchten, Luster, ...

Watt [W]: Maßeinheit für die elektrische Leistung der Lampe. Daraus resultiert auch der Stromverbrauch der Lampe, gemessen in Kilowatt je Stunde [kW/h].

Lux [lx]: Maßeinheit für die Beleuchtungsstärke und damit für die Helligkeit. Die Beleuchtungsstärke beträgt 1 Lux, wenn der Lichtstrom 1 Lumen auf eine Fläche von 1 m² gleichmäßig auftrifft (Quotient von Lichtstrom durch Lichtfläche)

Lumen [lm]: die Maßeinheit für den Lichtstrom F [lm] stellt die gesamte von einer Lichtquelle in den Raum abgegebene Strahlungsleistung dar, die mit der spektralen Augenempfindlichkeit bewertet wird.

Candela [cd]: die Maßeinheit für die Lichtstärke / Lichtintensität. Eine Lichtquelle strahlt ihren Lichtstrom F im allgemeinen in verschiedenen Richtungen unterschiedlich stark aus. Die Intensität des in einer bestimmten Richtung abgestrahlten Lichts wird als Lichtstärke I bezeichnet
Candela/m² [cd/m²] Die Maßeinheit für die Leuchtdichte L, die Leuchtdichte ist maßgebend für den wahrgenommenen Helligkeitseindruck.

Kelvin [K]: die Maßeinheit für die Lichtfarbe, genauer: die Lichttemperatur. Innerhalb des Spektrums des sichtbaren Lichts wirkt warmtöniges Licht mit hohem Rotanteil entspannend und beruhigend, weißes Licht mit geringem Rotanteil dynamisierend und spannungserzeugend. Die Lichtfarbe wird sehr gut durch die Farbwiedergabe beschrieben. Hierbei lassen sich drei Hauptgruppen unterscheiden: Warmweiß 5000 K. Trotz gleicher Lichtfarbe können Lampen aufgrund der spektralen Zusammensetzung des Lichtes sehr unterschiedliche Farbwiedergabe-Eigenschaften besitzen.

 

 


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