Verwitterte Grabsteine auf einem alten Friedhof in Wien, bedeckt mit Efeu und Herbstlaub, ein mystischer Lost Place.

Immer einen Ausflug wert ist der große Wiener Zentralfriedhof, der neben vielen Prominenten auch interessante historische Persönlichkeiten birgt. © A_Lein/stock.adobe.com

Haunted places: Die gruseligsten Orte in Wien

Wie wäre es mit einem Stadtausflug abseits von beliebten Einkaufsstraßen und den typischen Sehenswürdigkeiten? Sie denken, Sie kennen Wien? Wir haben ein paar außergewöhnlichen Vorschläge für Stadtabenteuer mit Gruselfaktor.

Wien bietet mehr als das Landtmann, den Stephansdom und die Mahü. Wien hat auch eine sehr düstere Seite. Planen Sie mit uns Ihren nächsten Ausflug in die Bundeshauptstadt, der nicht ablaufen wird, wie jene zuvor. Es wird Zeit für ein bisschen Grusel und Horror.

Die Katakomben unter dem Stephansdom

Enge Gänge, Beinhäuser mit hoch gestapelten Knochenbergen und alte Grabkammern mit Kupfersärgen. Unter dem Dom ist die Stimmung düster und beklemmend. Während der Führung durch niedrige Höhlengänge und kleine Kammern, in denen mehr als 11.000 Menschen beerdigt wurden dauert rund 30 intensive Minuten.

Die Michaelergruft

Direkt unter der Michaelerkirche, zwischen Hofburg und Looshaus, verbirgt sich eines der unheimlichsten Geheimnisse Wiens: Die Michaelergruft mit 4000 Toten aus der einstigen Wiener Oberschicht. Man wandelt durch Gebeine und auf Särgen, kann sich staubtrockene Mumien in offenen Särgen neben gewaltigen Knochenbergen ansehen. Der Boden besteht aus einer meterdicken Schicht aus Knochenmehl und Kerzenwachs.

Gruseln ist vor allem an Halloween angesagt! Hier die schönste Gruseldeko zum Selbermachen

Schmiedeeiserne Grabkreuze und Laternen auf einem düsteren Wiener Friedhof, passend zum Friedhof der Namenlosen.

Der Friedhof der Namenlosen in Wien wurde angelegt, um unbekannten Toten eine letzte Ruhestätte zu geben.  © Spitzi-Foto/stock.adobe.com

Friedhof der Namenlosen

Den Zentralfriedhof finden Sie langweilig? Dann könnte dieser kleine, abgelegene Friedhof beim Alberner Hafen etwas für Sie sein. Hier wird an namenlose Tote erinnert – bis 1940 wurden an diesem Ort keine Berühmtheiten wie auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet, sondern Unfallopfer, Ermordete und Opfer ungeklärter Kriminalfälle, deren Identität unbekannt war. Die schlichten, schmiedeeisernen Kreuze, die an die angeschwemmten Opfer erinnern, Kreuze ohne Namen, Schilder mit handschriftlichem Vermerk "ohne Namen" oder "unbekannt" "männlich" und "weiblich" ist alles, was Sie hier erfahren. Nur bei wenigen Gräbern findet sich ein Hinweis darauf, wie diese Menschen gestorben sind.

Der Narrenturm in Wien

Das Pathologisch‐Anatomisches Bundesmuseum am Alsergrund, ehemals "Irrenturm" genannt, wurde im Jahr 1784 als erste psychiatrische Klinik der Welt zur Pflege von psychisch kranken Menschen erbaut. Heute ist das Gebäude denkmalgeschützt und seit den 70er Jahren eben ein Museum. Zu sehen ist die weltweit größte Sammlung von 50.000 Exponaten kranker oder entstellter menschlicher Körperteile und Organe, eingelegte Körperteile und verkümmerte Skelette sowie etwa 6.000 Wachsmodelle, mit denen Abdrücke von Krankheiten originalgetreu entnommen wurden. Wahrlich nichts für empfindliche Mägen.

Der Narrenturm in Wien von außen: Eine historische Psychiatrie und heute Standort der pathologisch-anatomischen Sammlung.

Die "k. k. Irrenanstalt zu Wien" war die erste Psychiatrie der Welt: Der Narrenturm wurde von Architekt Josef Gerl errichtet, von Kaiser Joseph II. in Auftrag gegeben und privat finanziert.   © annie_bertram/stock.adobe.com

Sanatorium Wienerwald

Lungensanatorium, Kriegerheilstätte im Ersten Weltkrieg, "Lebensborn" der SS im Zweiten Weltkrieg, Heim für unterernährte Kinder und schließlich Hotel. Heute: Bröckelnder Putz, vollgesprayte Wände, leerstehende Zimmer mit kaputten Betten, verlassene Behandlungsräume, ein heruntergekommenes Hallenbad. Schon seit 2002 steht das fünfstöckige Gebäude im Wienerwald bei Feichtenbach leer. Achtung! Hier wird es wohl bei den Geschichten und dem Blick von außen bleiben müssen, denn seit 2022 ist das Gebäude behördlich gesperrt wegen aktuter Einsturzgefahr.

Beleuchteter Tunnel in der Wiener Kanalisation, bekannt als Schauplatz für die Dritte Mann Tour in der Wiener Unterwelt.

Ein Spaziergang durch die Wiener Kanalisation mit allen dazugehörigen Gerüchen, Geräuschen und Getieren - für die einen ein gruseliges Abenteuer, für die anderen wohl ein No-go.  © parallel_dream/stock.adobe.com

Blutgasse in der Innenstadt

Um die malerische kleine Gasse hinter dem Stephansdom ranken sich Legenden von Gemetzeln und Blutströmen. Unser Tipp: Unbedingt durchgehen, wenn es schon dunkel ist und am besten vorher ein paar Geschichten darüber lesen, dann wird es schön gruselig. Buchen Sie am besten einen der dunklen Altstadt‐Rundgänge: diese geführten Abendtouren durch die engen Gassen rund um Hofburg, Stephansdom und eben Blutgasse erzählen Geschichten über Geister, Hinrichtungen und Legenden.

Veronika Kober
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