Hande richten mit Wasserwaage und Gummihammer Fliesen auf feuchtem Zement aus Knieende Person im Hintergrund helle Umgebung

Werkzeug Verfliesen © CandyBox Images/shutterstock.com

Das passende Fliesenlegerwerkzeug

Das Verfliesen wird oft selbst in die Hand genommen. Wichtig ist ein vorsichtiges und exaktes Vorgehen. Wir sagen Ihnen, welche Werkzeuge und Hilfsmittel zum Fliesen legen unerlässlich sind.

Fliesen verlegen ist eine Arbeit, die selbst ungeübte Heimwerker gut hinbekommen. Auf einem vorbereiteten ebenen Untergrundkann das Material mit einem guten Fertigkleber einfach und schnell aufgebracht werden. Wichtig ist ein gleichmäßiges Auftragen des Fliesenklebers, das exakte Ansetzen und genaue Schneiden der Fliesen sowie sauberes Verfugen. Welche Werkzeuge Sie dafür benötigen, erklären wir hier genauer.

Werkzeug für exaktes Arbeiten

Für jede Handwerksarbeit unerlässlich ist ein Bleistift zum Anzeichnen. Ebenfalls nötig ist ein Glieder-Maßstab, ein elektronischer Entfernungsmesser oder ein Maßband. Eine Wasserwaage zum horizontalen und vertikalen Ausrichten von Fliesen gehört auch in den Fliesenlegerwerkzeugkasten. Mit der Wasserwaage kann auch die Fliesenleger-Schnur ausgerichtet werden, mit der Sie genau den Untergrund markieren können. Fugenkreuze sorgen für ein rechtwinkliges Legeergebnis sowie einen gleichmäßigen Abstand.

Eine Hand platziert weiße Fliesenkreuze zwischen dunklen Fliesen auf einer Oberfläche.

Eine Hand platziert weiße Fliesenkreuze zwischen dunklen Fliesen auf einer Oberfläche. © Oleksandr Lysenko/shutterstock.com

Werkzeug für das Fliesenlegen

Vor dem Fliesenlegen wird der Fliesenkleber mit einem Mörtelrührer (ein Aufsatz für Ihre Bohrmaschine) angerührt. Am besten eignet sich ein fester Baueimer dafür. Der angerührte Kleber wird anschließend mit einer Glättekelle auf die vorbereitete Unterlage aufgetragen und gleichmäßig verteilt. Vor dem Einbetten der Fliesen wird das Kleberbett mit einer Zahn­spachtel (oder der gezahnten Seite einer Glättekelle) durchkämmt. Je größer das Format der Fliesen und je stärker das Profil an der Rückseite, desto größer sollte auch die Zahntiefe der Spachtel sein (3, 4, 6, 8 mm). Eine genaue Angabe über die zu verwendende Zahnung ist in den meisten Fällen auf der Verpackung des Fliesenklebers angegeben. Die heute erhältlichen Fliesenmörtel haben eine hohe Anfangsklebekraft und rutschen nach dem Anklopfen nicht so schnell ab.

Hand hält Kelle streicht Kleber glatt Betonhintergrund

Hand hält Kelle streicht Kleber glatt Betonhintergrund © holbox/shutterstock.com

Werkzeug zum Schneiden und Bearbeiten von Fliesen

Beim Fliesenlegen werden Sie um Fliesenzuschnitte nicht herumkommen. Mit der Fliesenhauschiene oder mit einem Anlegewinkel wird das Maß eingestellt. Danach wird mit einem Glasschneider oder mit dem Fliesenschneider die Fliese an der entsprechenden Stelle eingeritzt. Zum Brechen der Fliese wird eine harten Unterlage benötigt z. B. ein Kantholz. Dabei wird die Fliese entlang der angeritzten Linie auf der Kante des Kantholzes mit einem kräftigen Ruck nach unten gedrückt. Die Anschaffung einer Fliesenbrechzange lohnt sich nur bei der Verfliesung von größeren Flächen. Dickere und härtere Fliesen, besonders Steinzeugfliesen für die Außenverlegung, können am besten mit einer Fliesenschneidemaschine geschnitten werden, die maßgenaue Passstücke perfekt zuschneidet und eine exaktes Arbeiten ermöglicht. Mit der Fliesenlochzange können Fliesen vom Rand her beschnitten werden, zum Bespiel um Aussparungen für Sanitäranschlüsse oder Steckdosen zu erhalten.

Eine Person benutzt einen Fliesenschneider um eine Fliese zu schneiden auf einem gefliesten Boden daneben ein Maßband und ein Bleistift auf anderen Fliesen.

Eine Person benutzt einen Fliesenschneider um eine Fliese zu schneiden auf einem gefliesten Boden daneben ein Maßband und ein Bleistift auf anderen Fliesen. © Yunava1/shutterstock.com

So verfugen Sie wie der Profi

Wenn der Kleber abgebunden hat, wird mittels eines Fugengummis die mit Wasser angesetzte Fugenmasse in die verlegten Fliesen eingearbeitet. Zum Reinigen der Fliesen und Fugen nach dem Verfugen sollten Sie einen weichen Schwamm benutzen. Eck- und Abschlussfugen müssen dauerelastisch verfugt werden. Nach beidseitigem Abkleben wird die Fuge mit Silikon ausgespritzt, mit der in Seifen- oder Prillauge benetzten Fingerkuppe geglättet und nach Abziehen der Abklebung auf gleiche Weise geglättet.

Redaktion
Teilen:

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Ratgeber, die Ihnen gefallen könnten

Meistgeklickt auf wohnnet.at

Diese Beiträge werden von unseren Leserinnen und Lesern besonders häufig aufgerufen.

Inspiration & Information

Melden Sie sich gleich hier für unseren Newsletter an!

© 2026 wohnnet.at - Heise RegioConcept GmbH & Co. KG