Heimwerkerguide: Schrauben und Dübel
Wo ein Nagel nicht mehr reicht, braucht es Schrauben und Dübel. Welche Arten von Schrauben es überhaupt gibt und wie Sie die dazu passenden Dübel finden, erklären wir Ihnen in unserem Schrauben-Guide.
Je schwerer der zu montierende Gegenstand ist, desto wichtiger ist das passende Befestigungstool. Ein Hängekästchen fürs Geschirr wird man kaum mit Stahlnägeln befestigen. Hier müssen Schrauben her. Und diese werden mithilfe von Dübeln fixiert. Wichtig ist neben der Wahl der passenden Schrauben vor allem das korrekte Größenverhältnis zwischen Schraube und Dübel.
großer Haufen mit Schrauben und weißen Kunststoffdübeln © Stillkost/stock.adobe.com
Typische Schraubenkopf-Formen
Sechskantkopf, Senkkopf oder Linsenkopf - die Form des Schraubenkopfes bestimmt den Einsatzbereich. Sechskantschrauben eignen sich besonders für hohe Belastungen im Maschinenbau. Senkkopfschrauben verschwinden im Material. Linsenkopfschrauben bieten eine große Auflagefläche bei geringer Bauhöhe.
Gängige Schrauben-Materialien und Schrauben-Arten
Stahl verzinkt, Edelstahl oder Messing: das Material entscheidet über die Korrosionsbeständigkeit und Belastbarkeit der Schraube. Verzinkte Stahlschrauben sind die günstigste Variante und sehr robust. Edelstahlschrauben eignen sich besonders gut für den Außenbereich und Messingschrauben schließlich sind die erste Wahl im Möbelbau eingesetzt.
Und die Schrauben-Arten? Holzschrauben sind im Gegensatz zu den anderen Varianten vorne sehr spitz und haben ein tiefes, breites Gewinde. Dadurch können sie gut ins Material eindringen, ohne es zu beschädigen. Das Gewinde sorgt für einen stabilen Halt.
Blechschrauben braucht es für die Verbindung von Blechen und die Befestigung an anderen Materialien, ob Metall, Kunststoff oder Holz. Sie haben ein Vollgewinde, sprich der gesamte Schraubenschaft ist mit einem Gewinde versehen. So können sie besser zwischen den Materialien haften. Dank ihrer scharfen Spitze fressen sie sich quasi ins Metall.
Maschinenschrauben haben ein metrisches Gewinde, für die Montage braucht es Muttern. Diese Schrauben werden vor allem im Maschinenbau, im Fahrzeugbau und im Stahlbau verwendet. Aber auch zum Verbinden von Holzbaukonstruktionen eigenen sie sich ideal.
Der richtige Schrauber für jede Schraube
Der passende Antrieb verhindert das Durchdrehen beim Befestigen. Je nach Schraubenkopf brauchen Sie einen Kreuzschlitz, einen Torx (Stern) oder einen Innensechskant (Inbus)-Schrauber zum Eindrehen. Kreuzschlitzschrauben sind weit verbreitet, aber anfällig für Ausreißen. Torx-Antriebe übertragen hohe Drehmomente. Der Innensechskant, den meisten wohlbekannt durch ein spezielles Möbelhaus, ermöglicht eine rasche und präzise Kraftübertragung beim Eindrehen der Schrauben.
Größe von Schrauben und Dübeln
Als Faustregel für die Schraubenlänge gilt: Dübellänge plus Schraubendurchmesser plus die Dicke des zu montierenden Gegenstandes. Bei einem 6-mm-Dübel und einer 40 mm dicken Holzplatte wären das also: 30 mm (Dübel) + 6 mm (Schraube) + 40 mm (Holz) = 76 mm Schraubenlänge. Bei Haken oder einzelnen Schrauben sollte zusätzlich noch etwa 1 cm Überstand eingeplant werden.
Der Dübel-Durchmesser wird in Millimetern angegeben und bezieht sich immer auf den Außendurchmesser. Gängige Größen sind 6, 8, 10 oder 12 Millimeter. Die passende Schraube muss einen etwas geringeren Durchmesser haben, damit sich der Dübel beim Eindrehen optimal spreizen kann.
Hinweise und Tipps
Tipp:
Markieren Sie die gewünschte Bohrtiefe mit Malerkrepp am Bohrer oder nutzen Sie den Tiefenanschlag Ihrer Bohrmaschine.
Richtig bohren: Darauf müssen Sie achten
Das Bohrloch sollte den gleichen Durchmesser wie der Dübel haben. Nur bei weichen oder porösen Wänden ist es gut, einen etwas kleineren Bohrer zu nehmen. Das Bohrloch sollten Sie immer ein bisschen tiefer bohren, als die Dübellänge.
Passen Sie beim Einsetzen des Dübels auf, dass er fest sitzt und bündig mit der Wand abschließt. Die Schraube wird dann langsam und gerade eingedreht, damit sich der Dübel gleichmäßig spreizen kann. Bei schweren Lasten sollten Sie unbedingt immer mehrere Befestigungspunkte setzen.
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