Baunebenkosten nicht vergessen!

Als BauherrIn haben Sie nicht nur die Kosten für das Grundstück und die Errichtung des Gebäudes zu bezahlen; es fallen weitere Kosten an, die nicht selten unterschätzt werden.

Einer der häufigsten Fehler bei der Finanzierungsplanung von Immobilien und deren Sanierung ist das leichtfertige Unterschätzen der anfallenden Nebenkosten für die Investition genauso wie für die Finanzierung. Der Notar will bei einem Immobilienkauf sein Geld für die Vertragserrichtung und für die Grundbuchseintragung, der Makler will seine Provision, die Bank verrechnet Bearbeitungs- und Eintragungsgebühren. Jeder Posten stellt zwar für sich nur einen niedrigen Prozentwert dar, in Summe kommen dabei aber schnell hohe vierstellige Eurobeträge heraus. Wurden die Nebenkosten zu niedrig angesetzt, sind die vorhandenen Reserven schneller aufgebraucht als gedacht und Sie in finanziellen Schwierigkeiten, noch bevor der Haustraum begonnen hat.

Zu den Baunebenkosten zählen:

  • Genehmigungsgebühren
  • Abnahmegebühren
  • Richtfest
  • Versicherungen
  • Finanzierungskosten
  • Grunderwerbssteuer
  • Eintragung des Eigentumsrechtes ins Grundbuch.
  • Kaufvertragserrichtungskosten
  • Maklerprovision
  • Beglaubigungskosten
  • Stempelmarken, Gerichtskostenmarken

 

Extra zu bezahlen sind auch die Leistungen von Professionisten wie Architekt, Statiker, Notar, Geometer, Bauphysiker, Bodengutachter, Prüfingenieur, eventuell weitere Fachingenieure. Honorare sind durch Gebührenordnungen geregelt. Die Leistung eines Architekten wird z. B. aufgrund des so genannten Ausbauverhältnisses (hat mit der Komplexität der Aufgabe zu tun) und der Bausumme verrechnet..


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Datum: 22.01.2018

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