Schiefer: Naturtein im Badezimmer
Natürlich, widerstandsfähig, edel. Die eleganten Schieferfliesen können in vielen Bereichen des Hauses eingesetzt werden. So auch im Bad. Lesen Sie hier, worauf es bei der Auswahl ankommt und was Sie bei der Pflege und Reinigung unbedingt beachten müssen!
Hinweise und Tipps
Gut zu wissen:
Schiefer muss nicht zwingend schwarz sein. Je nach Herkunft kann er auch ins Rötliche, Bläuliche gehen oder mehrfarbig sein. Besonders viele Farben hat der Peacock Schiefer, der nur in Indien abgebaut wird. Von Honiggelb über Rostrot bis hin zu Violett und Dunkelgrau deckt es ein großes Farbspektrum ab.
Naturstein im Badezimmer wirkt überaus harmonisch. Schon in unserer Vorstellung verbinden wir Wasser gerne mit Kiesel, Felsen und selbstverständlich auch Sand. Fester Stein und fließendes Wasser gehen im elementaren Sinne eine konträre, aber in sich natürliche Beziehung ein. Ähnlich dem Yin und Yang. Zusätzlich sehr edel wirkt dabei der Schiefer. Wie viele schwarze Materialien bringt er eine besondere Eleganz mit sich, aber auch eine Art von Understatement. Sogar dann, wenn er sehr naturbelassen verarbeitet wurde – sprich, mit den schiefertypischen Bruchstellen versehen ist.
Oberfläche & Struktur: Unterschiede beim Schiefer
Als Kunde haben Sie bei der Fliesenoberfläche die Wahl zwischen geschliffen, gebürstet und spaltrau. Spaltrau (also quasi unbehandelt) wirken die Fliesen freilich am natürlichsten und sehr rustikal. Gebürstet bleibt der rustikale Look noch deutlich erhalten, im Gegensatz zur geschliffenen Variante, die mit ihrem dezenten Glanz einen Hauch von Luxus versprüht. In der Regel werden beim Schiefer großflächigere Fliesen zum Verlegen genutzt, aber es gibt sie natürlich auch im klassischen 10 x 10 Format. In jeder Variante sind Schieferfliesen jedoch sehr rutschfest– auch bei Nässe!
Duschbereich mit Marmorwänden und Regenduschkopf links neben einer weißen Tür. Umgebung: Badezimmer mit dunklen Fliesen, WC und Waschbecken rechts, Fenster links, zwei aufgehängte Bademäntel. © jonastone
Hinweise und Tipps
Tipp:
Kombinieren Sie doch einmal Schiefer mit (natürlichem) Holz. Ganz gleich, ob hell oder dunkel – beides passt hervorragend zum schwarzen Stein.
Verlegung & Pflege von Schiefer im Bad
Grundsätzlich unterscheidet sich das Verlegenvon Schieferfliesen nicht von dem anderer Fliesenmaterialien. Da aber gerade spaltraue Fliesen in ihrer Höhe sehr unterschiedlich ausfallen, ist eine Mittelbettverlegung mit einer Kleberdecke bis zu 20 mm ratsam.
Wie alle Naturmaterialien kann auch Schiefer im Laufe seines Lebens ausblassen und matt werden. Ein spezielles Steinöl beugt (ähnlich wie bei Holz) dem unschönen Alterungsprozess vor. Zudem hilft das Schieferöl, die Poren des Natursteins zu verschließen und macht es Kalk schwer, sich im Stein festzusetzen. Etwa alle vier bis sechs Wochen sollten Sie den Belag damit behandeln! Für die tägliche Pflege sind Pflanzenölseifen zu empfehlen. Sie lösen Ablagerungen und Verschmutzungen auf sanfte Weise und sorgen im gleichen Zug für eine Imprägnierung der Schieferfliesen.
Kosteneinblick: Wie teuer sind Schieferfliesen?
Sie haben Glück – Schieferfliesen zählen zu den vergleichsweise günstigen Natursteinfliesen.: Es gibt sie schon ab 25 Euro pro Quadratmeter. Klickfliesen sind zwar einfacher zu verlegen, jedoch müssen Heimwerken dafür wesentlich tiefer in die Tasche greifen. Die bekannteste – und zugleich teuerste – Schieferart ist der Porto-Schiefer aus Portugal. Eine günstigere Alternative dazu ist der Black Rustical aus Brasilien.
Kratzer im Schiefer - was tun?
Eines vorweg – wenn Sie sich für einen Naturstein entscheiden, müssen Sie wissen, dass dieser erst durch seine kleinen Makel an Charme gewinnt und kleine Unregelmäßigkeiten im Stein einfach dazu gehören. Zudem ist Schiefer ein eher weiches Gestein. Kleine Kratzer verschwinden aber meist von alleine. Bei tieferen Kratzern können Sie sich mit Farbvertiefer behelfen.
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