Grundtechniken des Malerns: Tupfen, Wischen & Co

Heute wird gewischt, getupft, akzentuiert oder gewickelt. Dabei werden in verschiedener Weise auf eine Grundfarbe Farbschattierungen aufgetragen. Je nach Geschick kann man damit wunderschöne Effekte erzielen.

Rollen und streichen kann ja jeder! Interessant wird es mit Ausmaltechniken wie wischen, zupfen oder wickeln. Schauen wir uns diese Techniken mal genauer an.

Wischen nur auf schwachsaugenden Wänden

Als Untergrund für die Wischtechnik eignet sich geglätteter und rauer Putz, der wenig saugt. Die Farbe sollte sehr unregelmäßig aufgetragen werden. Zuerst mit einer ovalen Bürste die Lasur in Form einer liegenden Acht auftragen. Ist diese Grundtönung getrocknet, kommt ein zweiter Lasurauftrag in kreisenden Bewegungen darauf. In einem dritten Arbeitsgang erhält die Wand schließlich ihren typischen, dreidimensionalen Charakter. Je nach Strukturwunsch werden nun die Pigmente mit Pinsel, Schwamm, Stofflappen, Bürste, Spachtel oder Flächenstreicher verteilt. Dabei kommen bevorzugt Wandlasuren zum Einsatz, die sich in ihrer Pigmentsättigung variieren lassen. Als praktisches Hilfsmittel hat sich der Effekthandschuh bewährt, der das Verstreichen in unterschiedliche Richtungen sowie punktuelles Auftragen erleichtert.

Durch Wickeln wird's zerknittert

Bei der Wickeltechnik wird ein mit Farbe getränktes, fusselfreies Tuch (Jute, Leder) zusammengewickelt und anschließend in Kreisbewegungen über die Wand gerollt. Das Ergebnis ist eine knittrig wirkende Oberläche. die Prozedur ist zugegeben aufwändig, das Ergebnis aber wundervoll.

Mit einem Schwamm wird getupft

Etwas schneller geht es mit der Tupftechnik, bei der man einen großporigen Naturschwamm verwendet. Es entsteht ein wolkig leicht anmutendes Farbmuster. Wer hingegen dunkle Farben mit Lichteffekten aufhellen möchte, sollte es einmal mit Metall-Akzenten versuchen. Mit Wasser verdünnbare Effektfarben gibt es beispielsweise in Silber-, Kupfer- oder Gold-Tönen, die sich hervorragend mit einem Naturschwamm auftupfen lassen.

Formen und Figuren an der Wand

Aus einer festen Pappe wird eine Schablone angefertigt. Die Pappe darf nicht zu dünn sein, da sie sonst einreißen könnte. Imprägnieren Sie die Schablone mit einer Mischung aus Leinölfirnis und Terpentin (jeweils Hälfte-Hälfte) oder lackieren Sie sie mit einem Klarlack. In Künstlerbedarfsgeschäften sind spezielle ölgetränkte Schablonenpapiere (Manilapapier) erhältlich. Halten Sie nun die fertige Schablone dicht an die gewünschte Stelle an der Wand und tupfen Sie mit einem eigenen Schablonierpinsel den gewünschten Farbton auf das Motiv. Achten Sie darauf, dass sie mit der Farbe nicht über die Ränder der Schablone hinausmalen - dies funktioniert am besten, wenn Sie immer von außen nach innen malen. Die Farbe kann auch mit einem kleinen Roller aufgerollt werden.


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Datum: 13.07.2017

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