Zwischenwand aus Porenbeton einziehen

© Mario Ewald/wohnnet Medien

Sie möchten einen Raum im Nachhinein teilen? Eine Trennwand ist auch vom Heimwerker rasch eingezogen. Hier zeigen wir Ihnen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für eine Zwischenwand aus Porenbetonsteinen.

Nichttragende Wände, die Räume teilen und somit ein neues Raumgefüge schaffen. Wer nicht mauern will und auch nicht mit Trockenbauelementen arbeiten will, dem empfehlen wir eine Zwischenwand aus Porenbetonsteinen. Dieses Material ist besonders einfach zu bearbeiten und hat ein geringes Gewicht, der Einbau von Wänden aus Porenbeton ist entsprechend einfach.

Und so funktioniert’s:

Schritt 1: Bereiten Sie zuerst den Untergrund vor. Der Estrich muss ordentlich gereinigt werden und eben sein. Nun können Sie die geplante Zwischenmauer mit ihren Umrissen auf den Boden skizzieren.

Schritt 2: Als nächstes wird der Mörtel nach Anleitung angerührt, der später direkt auf den Estrich aufgebracht wird, um Unebenheiten am Boden auszugleichen. Achtung: Zwischen die Steine und für die nächsten Lagen wird dann Dünnbettmörtel verwendet! Auch diesen können Sie jetzt nach Herstellerangaben anrühren.

Schritt 3: Beginnen Sie mit dem Setzen der beiden Endsteine direkt an der Wand. Tragen Sie genügend Mörtel entlang der Wandkante und am Boden auf. Nässen Sie dann die Unterseite des ersten Steines ein und tragen Sie den Dünnbettmörtel mit einem Zahnspachtel auf Kopfseite auf. Das gleiche Endstein. Das Ganze wird dann mit einer Richtschnur verbunden.

Schritt 4: Nun wird die unterste Lage gemauert. Dafür ziehen Sie zuerst das Mörtelbett über den Estrich und vermörteln die Stoßfuge bei den jeweils auf die Endsteine folgenden Porenbetonsteinen. Dann kann die erste Reihe mit dicht nebeneinander gesetzten Steinen fertig gemauert werden.

Schritt 5: Prüfen Sie die erste Reihe unbedingt auf ihre Ausrichtung und bessern Sie wo nötig mit einem Gummihammer nach. Diese Reihe bildet die Basis Ihrer Zwischenwand!

Schritt 6: Beim Setzen der zweiten Reihe müssen Kreuzfugen verhindert werden. Dafür sägen Sie die Endsteine der nächsten Reihe zurecht, als Richtwert gilt mindestens 0,4 x Steinhöhe. Nun streichen Sie die ersten zwei bis drei Steine der Bodenreihe mit Dünnbettmörtel ein und setzen Sie die zwei Endsteine auf. Dann arbeiten Sie weiter, wie schon in der ersten Steinreihe. Spannen Sie, wenn nötig, wieder eine Richtschnur zwischen den Enden und vermörteln Sie die Stoßfugen der Endsteine. Es folgen die restlichen Porenbetonsteine eng aneinandergesetzt in den Dünnbettmörtel.

Schritt 7: Die folgenden Mauerreihen werden in der gleichen Weise ausgeführt. Achten Sie dabei immer auf den nötigen Versatz der Steine und setzen Sie bei jeder zweiten bis vierten Reihe einen Maueranker oder einen Metallwinkel, um die Mauer zu stabilisieren. Ist die Mauer fertig, wird die Anschlussfuge zur Decke mit Normalmörtel verfüllt.

Ist die neue Wand ausgetrocknet, können Sie mit dem Verputzen beginnen. Beachten Sie, dass Porenbeton aufgrund seiner porösen, offenporigen Struktur nicht nur leichter beschädigt wird, sondern er auch sehr viel Flüssigkeit zieht. Sie sollten daher unbedingt zweischichtig mit einem Unterputz und einem Oberputz arbeiten.

Für die Basis sind Gipsputze sehr gut geeignet, da sie besser auf dem Porenbeton haften als andere Materialien. Beim Oberputz, der abschließend auf den ausgehärteten Gips aufgetragen wird, haben Sie hingegen die freie Wahl.

 

Was Sie brauchen:

  • Porenbetonsteine
  • Normalmörtel und Dünnbettmörtel
  • Drahbürste (zum Säubern und Ebnen vom Estrich)
  • Leichtbetonsäge
  • Wasserwaage, Richtschnur
  • Gummihammer
  • Kelle
  • Zahnspachtel

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Datum: 18.02.2019
Kompetenz: Baustoffe und Werkzeug

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