Österreicher zum Präsidenten der ACE gewählt
Daniel Fügenschuh wird zum neuen Präsidenten der Europäischen Architekt:innen gewählt. Nun vertritt ein Österreicher über eine halbe Million Architektinnen und Architekten beim Architect’s Council of Europe (ACE).
"Ich freue mich auf die Aufgabe, als ACE-Präsident gemeinsam mit meinen Europäischen Kolleginnen und Kollegenüber 580.000 Architekt:innen zu vertreten. Hier liegt ein immenses Potenzial für kreative und innovative Lösungen in den unterschiedlichsten Bereichen. Ich empfinde es als ein großes Privileg, mit meiner Stimme hierfür eintreten zu dürfen."
Der neue Präsident des Architect’s Council of Europe (ACE) kommt aus Österreich. Seine zweijährige Amtszeit beginnt Anfang Jänner 2026. Die Schwerpunktthemen in den nächsten Jahren reichen von der Überarbeitung des EU-Vergaberechts bis zum leistbaren Wohnen.
Fügenschuh war vier Jahre langim ACE-Vorstand, seit über 12 Jahren ist er in der europäischen Organisation aktiv. Er löst Carl Bäckstrand (Schweden) als ACE-Präsident ab. Dieser hatte das Amt zuletzt von der vorzeitig zurückgetretenen Ruth Schagemann (Deutschland) übernommen. Die Wahl erfolgte im Rahmen der ACE- Generalversammlung, die heuer in Prag stattfand.
Der ebenfalls neu gewählte ACE-Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Elizabeth Gossart (Frankreich), Carl Bäckstrand (Schweden), Diego Zoppi (Italien), Román San Emeterio Pedraja (Spanien), Reto Gmür (Schweiz), Arja Lukin (Finnland), Istelianna Atanassova ( Bulgarien), Andro Mänd (Estland), Eugen Panescu (Rumänien), Judit Kimpian (UK).
Klarer gesellschaftlicher Auftrag an Architektur
In einer ersten Stellungnahme nach der Wahl betonte der designierte Präsident, dass viele der Herausforderungen, vor denen wir als Gesellschaft stehen, auch durch die Architektur beantwortet werden müssten. "Architektinnen und Architekten können wertvolle Beiträge zum leistbaren Wohnen, nachhaltigen Bauen und zur Baukultur leisten. In Österreich haben wir Ziviltechnikerinnen und Ziviltechniker uns z. B. bereits klar und medienwirksam für ein Umdenken in der Baubranche beim Thema Nachhaltigkeit positioniert. Auch in der EU werden in den nächsten Jahren weitreichende Entscheidungen getroffen, die uns für die nächsten zehn Jahre begleiten werden." So sei die Revision der EU-Vergaberichtlinien ein Beispiel, bei dem nicht nur kleine und mittlere Unternehmen gestärkt werden könnten, sondern auch die Baukultur durch Innovationen profitieren kann, die aktuell verloren gehen. Immerhin werde rund die Hälfte der Vergaben allein auf Basis des Billigstbieterprinzips getroffen, so Fügenschuh.
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