© easytherm

So funktioniert die Infrarotheizung

Moderne Infrarot-Heizgeräte punkten mit einer guten Strahlungsleistung, einem hohen Strahlungswirkungsgrad und Elektrosmog-Werten unterhalb des Grenzbereiches. Wie aber funktioniert das Ganze? Lesen Sie hier alles zum Funktionsprinzip der Infrarotheizung!

Infrarotheizungen unterscheiden sich in einem zentralen Punkt von klassischen Zentralheizungen: Sie arbeiten überwiegend mit Strahlungswärme und erzeugen kaum Konvektionswärme. Damit nutzen Infraotheizungen eine Wärmeart, die wir als besonders wohltuend und angenehem empfinden - und die wir bereits von alten Kachelöfen kennen!

Das passiert beim Kachelofen-Effekt

Die Wärmestrahlung einer Infrarotheizung ist vergleichbar mit der Sonneneinstrahlung oder eben mit der Wärme, die ein Kachelofen abgibt. Das Prinzip ist das gleiche: Sobald die Infrarotstrahlung auf den menschlichen Körper oder auf einen Gegenstand trifft, wird sie in Wärme umgewandelt. Böden, Wände, Decken und Möbel geben dann ihrerseits wieder Wärme ab. Im Gegensatz zur klassischen Zentralheizung erwärmt sie also nicht die komplette Raumluft, was - aufgrund der aufsteigenden warmen Luft - vor allem zu einer Erwärmung der Decke führt. Stattdessen setzt sie die Wärme genau dort frei, wo sie benötigt wird, ohne dabei die unangenehme Luftbewegung zu erzeugen.

Technik & Aufbau

Eine gute Infrarot-Strahlungsleistung, ein hoher Strahlungswirkungsgrad und Elektrosmog-Werte unterhalb des Grenzbereiches machen eine gute Infrarotheizung aus. Die Technik dahinter ist schnell erklärt: Ganz außen befindet sich ein Gehäuse, in den meisten Fällen aus Stahlblech, an der Vorderseite mit spezieller Pulver- oder Mineralbeschichtung, sowie Glas oder Keramik. Im Zentrum des Paneels findet sich ein Heizelement aus Graphit, Kohlenstofffasern oder Metalldrähten, das elektrische Energie (Strom) in Wärme, genauer in elektromagnetische Strahlung, umwandelt. Die dabei entstehende Wellenlänge ist im Infrarotbereich (mittel- und langwellig) und ist für den Menschen vollkommen ungefährlich, vergleichbar mit der Wärme eines Kachelofens. Die Paneele erreichen dabei eine Oberflächentemperatur von etwa 80 bis 120 Grad Celsius, Deckenelemente können noch wärmer werden. Laut der verbindlichen Norm EN 60335-2-30 darf die Temperatur von Heizgeräten mit beschichteten metallischen Oberflächen 105°C und mit Oberflächen aus Glas oder Keramik 125°C (beides bei einer Raumtemperatur von 20°C) nicht überschreiten. Ein kurzzeitiges Berühren der warmen Oberfläche verursacht daher keine Verletzungen. 
Hinter dem Heizelement liegt eine Wärmeisolierung, die eine effiziente Dämmung der Rückwand und somit der Rückseite bewirkt und damit verhindert, dass die Strahlung nach hinten an die Wand abgegeben wird und mehr oder weniger verloren geht. Einige Ausführungen besitzen auch „verspiegelte“, also stark reflektierende Rückseiten.

Die Technik dahinter ist schnell erklärt: Ganz außen befindet sich ein Gehäuse, in den meisten Fällen aus Stahlblech, an der Vorderseite mit spezieller Pulver- oder Mineralbeschichtung, sowie Glas oder Keramik. Im Zentrum des Paneels findet sich ein Heizelement aus Graphit, Kohlenstofffasern oder Metalldrähten, das elektrische Energie (Strom) in Wärme, genauer in elektromagnetische Strahlung, umwandelt. Die dabei entstehende Wellenlänge ist im Infrarotbereich (mittel- und langwellig) und ist für den Menschen vollkommen ungefährlich. Hinter dem Heizelement liegt eine Wärmeisolierung, die eine effiziente Dämmung der Rückwand und somit der Rückseite bewirkt und damit verhindert, dass die Strahlung nach hinten an die Wand abgegeben wird und mehr oder weniger verloren geht. Einige Ausführungen besitzen auch „verspiegelte“, also stark reflektierende Rückseiten.

Wie heiß wird ein Infrarotpaneel?

Die Paneele erreichen eine Oberflächentemperatur von etwa 80 bis 120 Grad Celsius, Deckenelemente können noch wärmer werden. Laut der verbindlichen Norm EN 60335-2-30 darf die Temperatur von Heizgeräten mit beschichteten metallischen Oberflächen 105 Grad Celsiusund mit Oberflächen aus Glas oder Keramik 125 Grad Celsius(beides bei einer Raumtemperatur von 20 Grad Celius) nicht überschreiten. Ein kurzzeitiges Berühren der warmen Oberfläche verursacht daher keine Verletzungen.

Gefühlte Wärme lässt Verbrauch sinken

Durch die Kombination aus direkter Wärmestrahlung und erhöhter Wandtemperatur empfindet man die Raumwärme subjektiv höher, als sie tatsächlich ist. Studien haben ergeben, dass das Wärmeempfinden um zwei bis drei Grad Celsius über der tatsächlichen Raumlufttemperatur liegt. Die Folge daraus: Weniger Heizwärmebedarf und damit geringerer Energieverbrauch - und wohlig warm bleibts trotzdem!

 

AutorIn:
Datum: 22.09.2016
Kompetenz: Heizung

Inspiration & Information abonnieren - mit dem wohnnet Newsletter

Weitere Artikel aus dem Channel Heizung

Alexander Raths/shutterstock.com

Rechner

Heizkosten und Wärmebedarf schnell berechnen

Welchen Wärmebedarf haben wir? Wie hoch dürfen die Heizkosten sein? Welche Energieträger kosten wie viel? Mit ...

Redwell Manufaktur GmbH

Heizung

Infrarotheizung im Neu- und Altbau

Wer ein Haus baut oder saniert, muss sich unter anderem für ein Heizsystem entscheiden. Das Aus für Öl- und ...

Brian Kinney/shutterstock.com

Heizung

Welches Heizsystem kostet wie viel? Der große Heizungsvergleich

Ob Neubau oder Sanierung, irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem Sie sich mit der Heizung beschäftigen sollten. Was ...

Breather/unsplash.com

Heizung

Beginn der Heizsaison: Alles richtig vorbereiten!

Jedes Jahr im Herbst, bevor die Heizung zum ersten Mal eingeschaltet wird, sollten Sie diese unbedingt ... weiterlesen

epr/ETHERMA

Heizung

Update bei Infrarot: Photonenheizung

Auch Heizsysteme entwickeln sich weiter und so wird aus der Infrarotheizung die Photonenheizung. Was die neue ...

Rigamondis/shutterstock.com

Heizung

Welche Rohre für die Heizung?

Um's Planen und Verlegen von Heizungsrohren kommt man beim Hausbau und der Wohnungssanierung nicht herum. Wir leiten ...

Greg Rosenke/unsplash.com

Heizung

Lagerfeuerromantik dank offenem Kamin

Angenehme Strahlungswärme und flackerndes Licht für Lagerfeuerromantik mitten im Raum. Der offene Kamin ist in ...

dotshock/shutterstock.com

Heizung

Wärme daheim: Vom Lagerfeuer zur Zentralheizung

Vom offenen Feuer bis zum modernen Brennkessel. Finden Sie hier einen Überblick der gängigsten Mittel zur ...