Weiße Tafel ruht auf einem weißen Schrank in einem modernen Büroraum mit Dekorationen wie Vasen und Kerzen. Davor sind zwei braune Ledersessel.

Weiße Tafel ruht auf einem weißen Schrank in einem modernen Büroraum mit Dekorationen wie Vasen und Kerzen. Davor sind zwei braune Ledersessel. © PhotoSG/stock.adobe.com

So funktioniert die Infrarotheizung

Moderne Infrarot-Heizgeräte punkten mit einer guten Strahlungsleistung, einem hohen Strahlungswirkungsgrad und Elektrosmog-Werten unterhalb des Grenzbereiches. Wie aber funktioniert das Ganze? Lesen Sie hier alles zum Funktionsprinzip der Infrarotheizung!

Infrarotheizungen unterscheiden sich in einem zentralen Punkt von klassischen Zentralheizungen: Sie arbeiten überwiegend mit Strahlungswärme und erzeugen kaum Konvektionswärme. Damit nutzen Infrarotheizungen eine Wärmeart, die wir als besonders wohltuend und angenehm empfinden - und die wir bereits von alten Kachelöfen kennen!

Hinweise und Tipps

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Das passiert beim Kachelofen-Effekt

Die Wärmestrahlung einer Infrarotheizung ist vergleichbar mit der Sonneneinstrahlung oder eben mit der Wärme, die ein Kachelofen abgibt. Das Prinzip ist das gleiche: Sobald die Infrarotstrahlung auf den menschlichen Körper oder auf einen Gegenstand trifft, wird sie in Wärme umgewandelt. Böden, Wände, Decken und Möbel geben dann ihrerseits wieder Wärme ab. Im Gegensatz zur klassischen Zentralheizung erwärmt sie also nicht die komplette Raumluft, was - aufgrund der aufsteigenden warmen Luft - vor allem zu einer Erwärmung der Decke führt. Stattdessen setzt sie die Wärme genau dort frei, wo sie benötigt wird, ohne dabei die unangenehme Luftbewegung zu erzeugen.

Hinweise und Tipps

Tipp:

Infrarotheizungen bestehen aus einem Heizelement im Kern und einer umschließenden Hülle. Je hochwertiger die Verarbeitung, desto effizienter ist die Heizleistung.

Technik & Aufbau von Infrarotheizungen

Die Technik dahinter ist schnell erklärt: Ganz außen befindet sich ein Gehäuse, in den meisten Fällen aus Stahlblech, an der Vorderseite mit spezieller Pulver- oder Mineralbeschichtung, sowie Glas oder Keramik. Im Zentrum des Paneels findet sich ein Heizelement aus Graphit, Kohlenstofffasern oder Metalldrähten, das elektrische Energie (Strom) in Wärme, genauer in elektromagnetische Strahlung, umwandelt. Die dabei entstehende Wellenlänge ist im Infrarotbereich (mittel- und langwellig) und ist für den Menschen vollkommen ungefährlich. Hinter dem Heizelement liegt eine Wärmeisolierung, die eine effiziente Dämmung der Rückwand und somit der Rückseite bewirkt und damit verhindert, dass die Strahlung nach hinten an die Wand abgegeben wird und mehr oder weniger verloren geht. Einige Ausführungen besitzen auch "verspiegelte", also stark reflektierende Rückseiten.Wie heiß wird ein Infrarotpaneel?

Die Paneele erreichen eine Oberflächentemperatur von etwa 80 bis 120 Grad Celsius, Deckenelemente können noch wärmer werden. Laut der verbindlichen Norm EN 60335-2-30 darf die Temperatur von Heizgeräten mit beschichteten metallischen Oberflächen 105 Grad Celsiusund mit Oberflächen aus Glas oder Keramik 125 Grad Celsius(beides bei einer Raumtemperatur von 20 Grad Celius) nicht überschreiten. Ein kurzzeitiges Berühren der warmen Oberfläche verursacht daher keine Verletzungen.

Hinweise und Tipps

Tipp:

Je höher die Wandtemperatur, sprich, je wärmer die Wände, desto geringer ist die notwendige Raumlufttemperatur!

Gefühlte Wärme lässt Verbrauch sinken

Durch die Kombination aus direkter Wärmestrahlung und erhöhter Wandtemperatur empfindet man die Raumwärme subjektiv höher, als sie tatsächlich ist. Studien haben ergeben, dass das Wärmeempfinden um zwei bis drei Grad Celsius über der tatsächlichen Raumlufttemperatur liegt. Die Folge daraus: Weniger Heizwärmebedarf und damit geringerer Energieverbrauch - und wohlig warm bleibt es trotzdem!

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