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Infrarotheizung: Alle wichtigen Fakten auf einen Blick!

Heizen mit Infrarot liegt voll im Trend. Die Vorteile dieser Heizung reichen von einfacher Installation und Handhabung über ein gesundes Raumklima mit angenehmer, intensiver und vor allem entspannender Wärme bis hin zur möglichen Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen.

Ob im Neubau oder im Altbau, ob im Einfamilienhaus oder im Wohnungsbereich - überall hat die Infrarotheizung ihre Berechtigung. Die vielen Vorteile: Geringe Anschlussleistung, exakt geregelte Betriebszeiten und Einzelraumregelung reduzieren die Heizkosten in überzeugendem Ausmaß. Die behagliche Wärme und das angenehme Klima im Raum erhöhen das Wohlbefinden und können zudem das Immunsystem stärken. Weitere Vorteile: Geringe Anschaffungskosten im Vergleich zu anderen Heizsystemen (der Preis für Infrarotpaneele sind vergleichsweise niedrig und - das ist der wichtigste Vorteil - mit keinen weiteren Kosten verbunden), keine Wartungs- und Nebenkosten. Außerdem verbrauchen die Heizkörper sehr wenig Platz, da die Infrarotpaneele an Wand und Decke montiert werden können und Heiz-, Technik- oder Tankraum nicht erforderlich sind.

Einfache Installation Ihrer Infrarotheizung

Ein Infrarotheizsystem spart nicht nur Energie, es überzeugt vor allem durch die einfache und günstige Installation, lebenslange Wartungsfreiheit, flexible Montage und ein ansprechendes Design. Dank ihrer hohen Leistung eignet sich die Heizung als komplettes System im Neubau und Altbau, als Ersatz von einer ineffizienten und teuren Heizung und als Zusatzheizung. Das Heizpaneel wird einfach an der Steckdose eingesteckt oder vom Fachmann an das 230V Stromnetz angeklemmt. Und: Sie können sich die Leistung ihrer neuen Infrarotheizung innerhalb kürzester Zeit abrufen, denn die Installationsarbeiten für ein Einfamilienhaus sind im Normalfall an nur einem Arbeitstag erledigt. Wie genau eine Infrarotheizung funktioniert, erfahren Sie hier.

Endlich weniger Heizkosten? Infrarot und Altbau

Es exisitieren unterschiedliche Meinungen, was das Beheizen mit Infrarot in Altbauten betrifft. Zunächst ist aber wichtig, zu differenzieren, was nun als Altbau gilt und was nicht: Laut österreichischem Mietrecht gilt ein Gebäude dann als Altbau, wenn die Baubewilligung vor dem 30. Juni 1953 erteilt wurde. Jedoch spielen auch die Beschaffenheit des Gebäudes und die Bauweise eine Rolle bei der Unterscheidung zwischen Neu- und Altbau. Es kursiert die Annahme, dass es sich bei einem Altbau zwangsläufig um ein schlecht gedämmtes und schlecht isoliertes Gebäude handeln muss - was aber keinesfalls pauschal gültig ist! Die größten Vorteile einer Infrarotheizung sind, dass sie geringe Anschaffungskosten und keinerlei Wartungskosten verursacht. In so manchem Altbau sind die Wände sehr schlecht gedämmt, wodurch viel Energie beim Heizen verloren geht. Darüber hinaus bringt eine mangelhafte Isolierung in vielen Fällen feuchte Wände mit sich. Hier kann eine Infrarotheizung helfen, der Wand die Feuchtigkeit zu entziehen und sie damit nicht nur die Räume auf eine angenehme Temperatur erwärmt, sondern auch trocknet. Das sorgt für ein ausgeglichenes und gesundes Raumklima. Jedoch kann es sein, dass man für ein effizientes Heizen im Altbau eine energetische Sanierung vornehmen muss (Wanddämmung und neue Fenster). Dies kann bei einem Einfamilienhaus schnell um die 10.000 Euro kosten. In jedem Fall sollte man den Heizwärmebedarf kennen, der im Energieausweis des Gebäudes zu finden ist.

Nachteil: Stromverbrauch hoch! Stimmt das? 

Als ein typischer Nachteil der Infrarotheizung wird oft argumentiert, dass der Verbrauch an Strom sehr hoch und die Heizung oder vielmehr die Heizkosten damit teuer sei. Dem ist engegenzuhalten, dass Qualitäts-Infrarotheizungen weitaus weniger Energie (Strom) benötigen, als andere Heizungssysteme. Laut Herstellern liegen im Gesamtkostenvergleich (Gesamtkosten = Finanzierung+Verbrauch+Betrieb) Qualitätsinfrarotheizungen noch vor Wärmepumpe & Co., ist also im Vergleich vielleicht gar nicht so hoch.

Entscheidend für den Verbrauch an Strom sind folgende Faktoren:

  • Dämmung des Hauses
  • Baumaterial des Hauses
  • Baujahr des Gebäudes
  • Durchschnittliche Witterungsverhältnisse
  • Zahl des Außenwände im zu beheizenden Raum
  • Größe des Raumes 
  • Betriebsdauer der Heizung
  • Preis und damit Qualität der Infrarotpaneele
  • Leistungsklasse der Heizpaneele in Watt

Stromverbrauch und Kosten der Heizung berechnen - so funktioniert´s

Wichtige Kennzahlen für die Berechnung der Heizkosten sind der Preis pro Kilowattstunde (kWh) in Cent und die Wattzahl des Heizelements.

In unserem Beispiel beträgt der Preis für 1 kWh Strom 21Cent und unser Infrarotpanel hat eine Leistung von 1 200 Watt:

1,2 x 0,21Euro = 25 Cent pro Betriebsstunde

Jedoch wird meist nicht durchgehend geheizt. So gehen wir in unserem Beispiel davon aus, dass der Heizkörper in einer Stunde nur 30 Minuten aktiv Strom verbraucht. Die Rechnung sieht dann wie folgt aus:

1,2 x 0,21 Euro x 0,5 = 0,126 Euro pro Betriebsstunde = 12,6 Cent pro Betriebsstunde

Infrarot: Strahlung, angenehme Wärme und positive Wirkung auf die Gesundheit

Beim Heizen mit Infrarot entsteht Wärme aus Infrarot-C-Strahlen. Wichtig! Diese sind auf keinen Fall gleichzusetzen mit UV-Strahlung oder Röntgenstrahlung, welche - im Gegensatz zu den Infrarot-C-Strahlen - ein Risiko für die Gesundheit bergen. Im Gegenteil: Infrarot-C-Strahlen haben eine Vielzahl an gesundheitsfördernden Wirkungen auf unseren Körper und sorgen mit ihrer angenehmen Strahlung für eine ideale Temperatur, eine gemütliche, zielgerichtete Wärme und ein herrliches und ausgewogenes Raumklima!

Durch diese spezielle Wärme, die an Sonnenstrahlen erinnert, wird die Durchblutung verbessert und eine Linderung von Verspannungen der Muskeln kann begünstigt werden. Auch ist die Wärme von Infrarotstrahlen geeignet für Asthmatiker und Allergiker, da bei dieser Art der Beheizung nicht die Luft im Raum sondern Gegenstände, Wände und Personen erwärmt werden. Es wird auch nicht die Luft aufgewirbelt, wie man es vom Heizkörper kennt - - für empfindliche Personen ist hier die Entlastung der Atemwege überzeugend hoch.

Weiters sorgt die Heizung mit Infrarot für Schimmelvorbeugung und ein ausgewogener Grad an Feuchtigkeit in der Luft. Dies beugt trockenen Schleimhäuten und Augen während der Heizmonate vor.

Viel Vorteil, wenig Nachteil beim Heizen mit Infrarot:

  • Sie sparen Platz, da der Heizkörper direkt an Wand und Decke montiert wird.
  • Sie sparen noch mehr Platz, da kein Heiz-, Technik- oder Tank-/Lagerraum erforderlich ist.
  • Die gewünschte Temperatur ist sehr schnell erreicht, das Paneel erwärmt sich rasch. 
  • Es braucht keinen Kamin.
  • Die Rauchfangkehrerkosten entfallen.
  • Thermen- oder Heizkesselwartung sind nicht nötig.
  • Es gibt keine Instandhaltungskosten.
  • Sie sind von fossilen Brennstoffen gänzlich unabhängig. 

Wie sieht es mit dem Preis aus?

Achtung bei Schnäppchen! Im Internet finden sich unzählige Angebote für Infrarotheizungen. Da der Preis für eine IR-Heizung in ihrer Grundanschaffung schon nicht hoch ist, (siehe Vorteile oben), sollten Sie bei der Wahl der Paneele unbedingt auf Qualität achten! Ein Infrarot-Heizkörper mit einem Preis von rund 200 Euro sollte Sie jedenfalls stutzig machen! Für ein gutes Infrarotpaneel zahlen Sie mindestens 500 Euro pro Stück.

Prüfsiegel für Infrarotheizungen

Nicht jedes Prüfsiegel ist eine Garantie für gute Qualität! Jedoch sind Infrarotheizungen mit Prüfsiegel in der Regel teurer. Ein aussagekräftiges Prüfsiegel ist zum Beispiel TÜV - hier lohnen sich Mehrkosten in der Anschaffung. Das RoHS stellt sicher, dass keine gesundheitsschädlichen Schadstoffe in Geräten und Bauteilen vorhanden sind. Auf deutschen Geräten muss dieses Siegel vorhanden sein, da es im Elektrogesetz verankert ist.

Infrarotheizungen eignen sich als komplettes Heizsystem im Neubau und Altbau als Ersatz von ineffizienten und teuren Heizungen und als Zusatzheizung. Die Planung, Auslegung und Errichtung von Heizungsanlagen ganz allgemein erfordert viel Fachwissen. Auf eine fundierte Beratung sollten Sie nicht verzichten. Damit keine Fragen offenbleiben und das Ergebnis am Ende zu Ihrer Zufriedenheit ist.

 

AutorIn:
Datum: 01.10.2021
Kompetenz: Heizung

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