Statue sitzt am Teichrand neben Wasserfall und Seerosen im blühenden Garten mit hohen Gräsern und roten Blumen im Hintergrund

Statue sitzt am Teichrand neben Wasserfall und Seerosen im blühenden Garten mit hohen Gräsern und roten Blumen im Hintergrund © jgorzynik/shutterstock.com

Teichpflanzen einsetzen und überwintern

Von der Seerose bis zum Schilf – zur Planung eines Gartenteiches gehört die Begrünung unbedingt dazu. Doch welche Teichpflanzen sollen es genau sein, und wie sind diese einzusetzen und zu überwintern? Wir klären auf.

Ist der Gartenteich ausgehoben und abgedichtet, gilt es das Ufer mit allerlei Wasserpflanzen (sogenannten Hydrophyten) zu befestigen. Zum einen der Optik wegen, zum anderen können Schilf und Co wichtige Schattenspender – und Lebensraum – für die Tierwelt sein. Grundsätzlich können Sie bei der Begrünung zwischen Teichrand- (gegebenenfalls noch Flachwasser-) und Unterwasserpflanzen wählen. Haben Sie sich zusätzlich noch einen Bachlauf zugelegt, können Sie auch hier zu einer speziellen Botanik greifen.

Pflanzen und Tiere in naturnahen Teichen

Sogenannte naturnahe Teiche zeichnen sich unter anderem durch unterschiedliche Strukturen aus. So bieten unterschiedliche Tiefenzonen und eine ausgedehnte Sumpfzone Lebensraum für viele Tiere. Einheimische Pflanzen locken besonders Libellen, Schmetterlinge, Wildbienen, Hummeln und Vögel an. Mit einem naturnahen Teich leisten Sie einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz. Wenn Sie den Teich zudem fischfrei halten, können Molche, Käfer und Libellenlarven bald zu den Teichbewohnern zählen.

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AdobeStock_103108556 Kopie.jpg © EKH-Pictures/stock.adobe.com

Hinweise und Tipps

Tipp:

Die Seerose gibt es in unzähligen Varianten und sie ist zweifelsohne die botanische Perle im Gartenteich. Wenn die Seerosen ihre Blätter nach oben schieben und nicht mehr flach am Wasser liegen, muss man sie teilen!

Die besten Teichpflanzen fürs Ufer

Am sichersten handeln Sie, wenn Sie sich für heimische Arten entscheiden. Sie sind unsere Witterungsbedingungen gewohnt und winterhart. In Folienteichen ist das angrenzende Ufer durch eine sogenannte Kapillarsperre abgeschnitten. Wenn der Gartenboden ausreichend mit Wasser versorgt wird, können dort Sibirische Iris, Pfenningkraut und Mädesüß gut gedeihen. Die gängigsten Teichrandpflanzen sind die Sumpfdotterblume, Sumpfiris, Schwanenblume und Wasserschwertlilie. Ebenfalls zum Standardrepertoire gehören Schilf, Rohrkolben und Binsen – diese Arten neigen jedoch zum Wuchern und könnten andere Pflanzen verdrängen. Am besten ziehen Sie diese in Pflanzkörben. Für Flachwasser eignen sich Blumenbinsen, Kalmus, Pfeilkräuter und Tannenwedel.

So bepflanzen Sie die Sumpfzone

Wasser und Sumpfzone trennt ein Uferwall. Die Sumpfzone ist mit besonders nährstoffreicher Erde befüllt. Auf dem Uferall befindet sich über der Teichfolie eine grüne Ufermatte, die Wasser aus dem Teich in die Sumpfzone befördert. Froschlöffel, Sumpfdotterblume, Bachbunge und Wasserminze gedeihen in der Sumpfzone besonders prächtig.

Die besten Teichpflanzen für die Tiefenzonen

Nun sprechen wir über den Bereich, der sich vorzüglich für die Pflanzung von wüchsigen Seerosen - zum Beispiel Hever White und Colorado - eignet. Wir empfehlen für die tiefen Zonen, schnellwüchsige Pflanzen zu wählen. Ins Wasser können außerdem Tausendblatt, Wasserpest, Wasserstern, Nadelsimse und Hornkraut. Diese Arten dienen nicht nur der Begrünung und/oder Befestigung, sondern geben auch Sauerstoff in den Teich ab. Krebsschere und Froschbiss sind heimische Pflanzen und blühen sehr schön. Wasserpflanzen dienen zudem der Beschattung und können Lebensraum für Kleinstlebewesen sein. Wichtig für den Fischbestand. Außerdem sind diese Pflanzen eine starke Nahrungskonkurrenz zu Algen. Ihr Teich behält daher sein ökologisches Gleichgewicht.

So sorgen Sie für biologisches Gleichgewicht im Teich

Teichpflanzen brauchen das Wasser und der Teich kann nicht das biologische Gleichgewicht nicht ohne die richtigen Pflanzen halten. Nachdem die meisten Wasserflächen in Gärten eher klein sind, leben die Pflanzen in permanentem Konkurrenzkampf. Vom Ufer wuchern die Pflanzen ins Teichinnere und die Wasserpflanzen vergrößern ihr Gebiet bis zu den Ufern hinaus. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wasser und Pflanzenmasse ist daher das Um und Auf. Eine Herausforderung für jeden Teichbesitzer. Was ist also zu tun? Wichtig ist, dass zu üppig gewachsene Pflanzen regelmäßig ausgedünnt beziehungsweise zurückgeschnitten werden. So kann sichergestellt werden, dass alle Pflanzen ihren notwendigen Platz haben und sich nicht gegenseitig den Lebensraum nehmen.

Gartenteich mit algiger grüner Wasseroberfläche über den eine hölzerne schmale Brücke mit Geländer führt. Im Hintergrund ist ein Haus zu sehen. Rund um den Teich wunderschöne Pflanzen

Gartenteich mit algiger grüner Wasseroberfläche über den eine hölzerne schmale Brücke mit Geländer führt. Im Hintergrund ist ein Haus zu sehen. Rund um den Teich wunderschöne Pflanzen © Máca/stock.adobe.com

Kampf den Algen: Unsere Tipps

Was Algen lieben, sind kalkhaltiges Wasser und viel Sonnenschein. Bedingungen, die häufig in heimischen Teichen vorzufinden sind. Wie kann man also dennoch der Bildung von Algen vorbeugen? Schatten und der Entzug von Nährstoffen im Wasser hemmen die Algenbildung. Wenn von Nährstoffentzug die Rede ist, ist jedoch keinesfalls Chemieeinsatz gemeint! Auf ganz natürliche Weise können bestimmte Pflanzen und Tiere in den Teich eingesetzt werden, die gegen Algen ankämpfen.

  • Schnecken entziehen dem Wasser den Kalk und bauen daraus ihr Gehäuse. Zudem weiden sie den Algenteppich auf Steinen ab.
  • Schwimmblattpflanzen halten mit ihren Blättern das Wasser kühl. Tannenwedel oder Krebsschere entziehen dem Gewässer besonders viele Nährstoffe.
  • Unterwasserpflanzen versorgen das Wasser sehr gut mit Sauerstoff. Hornkraut und Wasserpest eignen sich besonders gut.
Mann mit Regenstiefeln steht am Ufer seines Gartenteiches und legt geerntete Wasserpflanzen in die Schubkarre, um sie zu überwintern

Mann mit Regenstiefeln steht am Ufer seines Gartenteiches und legt geerntete Wasserpflanzen in die Schubkarre, um sie zu überwintern © MIKHAIL BATURITSKII/stock.adobe.com

Überwintern von Teichpflanzen

Sollten Sie ausschließlich heimische Flora gesetzt haben, müssen Sie sich in Sachen Überwinterung wenig Gedanken machen. Meist treiben die Gräser und Blumen im Frühjahr einfach neu aus. Gräser oder Sträucher am Teichrand können vorsichtshalber sauber zurückgeschnitten und mit einer wasserdurchlässigen Folie oder einem Jutesack umhüllt werden. Vor allem die Pflanzen im Flachwasser können über den Winter in tiefere Stellen des Teichs versenkt werden. Einfach in einem Pflanzkorb ziehen, diesen an einer Schnur befestigten und absenken. Im Frühling wieder hochziehen und zurück an den Teichrand setzen.

Bei exotischen Pflanzen reicht ein Absenken hingegen nicht. Ihre Winterhärte ist überwiegend gleich null. Für sie gilt also: in Folie packen und ins Haus holen. Aber bitte nicht in den Keller! Auch im Winterschlaf brauchen Pflanzen das Sonnenlicht.

Redaktion
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