Rosa Dämmplatte liegt auf grauem Boden in einer Ecke umgeben von weißen Wänden mit schwarzem Streifen entlang der Kante

Rosa Dämmplatte liegt auf grauem Boden in einer Ecke umgeben von weißen Wänden mit schwarzem Streifen entlang der Kante © Whiteaster/shutterstock.com

Wichtiges zur Estrichdämmung

Die Dämmung unter dem Estrich dient der Verbesserung von Schallschutz und Wärmeschutz. Welche Materialien dafür in Frage kommen und wie gedämmt wird, erfahren Sie hier.

Estriche auf einer Dämmschicht bleiben auf ihrer Unterlage beweglich, sie werden also als schwimmender Estrich verlegt. Wichtig ist, dass die Estrichplatte sämtliche Auflasten und dynamischen Belastungen flächig abtragen. Für eine ausreichende Beigezugfestigkeit der Estrichplatte sind Mindeststärken voreschrieben, die auch von den Dämmschichteigenschaften abhängen.

Auf die Umwelt achten!

Eigentlich selbstverständlich sollte sein, dass nur HFCKW- und HFKW-freie Dämmstoffe verwendet werden. Auch sollten keine Dämmplattenaus extrudiertem Polystyrol-Hartschaumstoff (XPS) mit teilhalogenierten Kohlenwasserstoffen als Treibgas verwendet werden, wenn dafür XPS-Werkstoffe ohne teilhalogenierte Kohlenwasserstoffe verfügbar sind. Zur Erklärung: Bei FCKW (Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe) wurden die Wasserstoffatome des Kohlenwasserstoffes durch Fluor und Chlor ersetzt, bei HFCKW hingegen ist ein Teil des Wasserstoffatome übriggeblieben. Wurde ein Teil der Wasserstoffatome durch Fluor, aber nicht durch Chlor ausgetauscht, dann spricht man von HFKW (teilfluorierten Kohlenwasserstoffen). Verboten sind diese Substanzen schon lange.

Hinweise und Tipps

Tipp:

Als Trennschicht werden Folien aus Polyäthylen aufgelegt. Bei Fliesestrichen müssen die Stöße und Überlappungen immer verklebt werden!

Schütten oder legen?

Während Schüttdämmungen praktisch in der Verarbeitung sind (kein Ausschneiden, kein Einpassen an Unebenheiten, Leitungen und Co), erreichen die günstigeren Platten aber in der Regel bessere Dämmwerte.

Nachteil bei den Platten: Bestehende Leitungen müssen exakt ausgeschnitten werden und der Untergrund muss komplett eben sein.

Die gängigsten Plattendämmungen plus Infos

  • Mineralwolleplatten, Produktart MW-T, belastbar bis 5 kN/m2, Zusammendrückbarkeit höchstens 5 mm. Bei der Typenbezeichnung (z. B. 15/10) gibt der erste Wert die Dicke im unbelasteten Zustand an und der zweite Wert die Dicke im belasteten Zustand (wenn der Estrich aufgebracht ist). Mineralwolleplatten Typ 30/25 mm sind nicht geeignet unter Heizestrichen und Estrichen mit keramischen Bodenbelägen!
  • Mineralwolleplatten, Produktart MW-T, mit erhöhter Festigkeit, schwere Ausführung (schwer), belastbar bis 6,5 kN/m2, Zusammendrückbarkeit höchstens 5 mm. Mineralwolleplatten Typ 55/50 sind nicht geeignet unter Estrich mit keramischen Bodenbelägen.
  • Mineralwolleplatten, Produktart MW-T, belastbar bis 10 kN/m2, Lieferdicke ist gleich Dicke unter Belastung von 2 kN/m2.
  • Korkplatten
  • Hartschaumplatten Typ XPS-G25 mit glatten Kanten, Stufenkanten oder Stufenfalz
  • Polyurethan-Hartschaumplatten, mit einer Rohdichte von mindestens 30 kg/m3
  • Hartschaumplatten aus expandiertem Polystyrol (Partikelschaumstoff), Produktart EPS-W oder EPS-T, Brennbarkeitsklasse B1. Die EPS-W Dämmstoffe unterscheiden sich durch die Druckfestigkeit, wobei EPS W30 die höchste aufweist. Steht bei der Typenbezeichnung ein "U" davor, dann bedeutet dies, dass es sich um eine umweltschonende Platte (mit CO2 als Treibmittel erzeugt, ohne FCKW, H-FCKW und HFKW) handelt!
  • Schaumglas Typ CG
  • Verbundplatten, bestehend aus Polyurethan-Hartschaumplatte und einer Mineralwolleplatte
  • Verbundplatten mit Stufenfalz, bestehend aus einer Hartschaumplatte aus expandiertem Polystyrol (Partikelschaumstoff), Produktart EPS-W, und einer Mineralwolleplatte-Trittschalldämmplatte, Produktart MW-T
Veronika Kober
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