Pickerl für Heizgeräte und -systeme nun Pflicht
Was wir vom Kühlschrank und der Waschmaschine schon kennen, ist nun auch für Heizungsanlagen europaweit gesetzlich vorgeschrieben – das Energieeffizienzlabel.
Seit Kurzem ist es amtlich: Keine neue Heizungsanlage darf mehr verkauft werden, ohne die bekannte Farbampel. Grund: Mit 26.9.2015 trat die neue EU-Ökodesign-Richtlinie in Kraft. Ziel: Heizgeräte und -systeme in Europa effizienter zu machen. Eine Mindestanforderung an die Energieeffizienz, Schallleistungspegel und Wärmeschutz bei Speichergeräten ist ebenfalls vorgeschrieben.
Hinweise und Tipps
Mindestanforderungen
Heizgeräte mit weniger als 86 % Energieeffizienz dürfen nicht länger produziert und verkauft werden. Ausnahme: Heizgeräte, die für eine Mehrfachbelegung geeignet sind.
Mit der Einführung der Ökodesign-Richtlinie sollen KonsumentInnen und Haus- oder WohnungsbesitzerInnen verpflichtet werden, so rasch wie möglich ihre defekten oder überalteten Heizwertgeräte durch energiesparende, moderne Wärmeerzeuger wie Gasbrennwertgeräte, Wärmepumpen und Pelletheizungen zu ersetzen.
Die KundInnen sehen dank der verpflichtenden Etikette auf einen Blick, wie sparsam und effizient die gewünschte Heizung ist und können so auch besser vergleichen und sich für ein bestimmtes Produkt entscheiden. Gleichzeitig wird natürlich auch für die Hersteller ein Anreiz geschaffen, die Entwicklung besonders effizienter Geräte voranzutreiben und auch bei der Vermarktung stärker auf sparsame Geräte zu setzen. Transparenz und eine verbesserte Energieeffizienz am Gebäudesektor sind erhoffte, europaweite Folge.
Was sagt das Pickerl aus?
Die Energieeffizienzlabelsfolgen dem altbekannten A bis G - Prinzip, mit ihrer zusätzlich optischen Kennzeichnung durch die Farben Grün (sehr gut) bis Rot (sehr schlecht). Die neue Bemessungsgrundlage, der saisonale Wirkungsgrad, empfindet die tatsächliche Betriebsweise im Jahreszyklus nach und ersetzt die Vielzahl der heutigen Wirkungsgrade. Die Wiener Installateure warnen in einer Aussendung aber vor Missverständnissen bei der Berechnung: Eine hohe Energieeffizienzklasse bedeute nämlich leider nicht automatisch entsprechend niedrigere Energiekosten. Diese hängen von anderen Faktoren ab, wie der Gebäudedämmung, den Heizgewohnheiten und der Wärmeverteilung.
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