Arbeiter schneidet im Rohbau eines Holzhauses auf einer mobilen Werkbank ein Stück Holz zu. Er trägt ein dunkles, kariertes Hemd, einen gelben Gehörschutz, eine gelbe Kappe und eine gelbe Arbeitshose.

Arbeiter schneidet im Rohbau eines Holzhauses auf einer mobilen Werkbank ein Stück Holz zu. Er trägt ein dunkles, kariertes Hemd, einen gelben Gehörschutz, eine gelbe Kappe und eine gelbe Arbeitshose. © Tomasz Zajda/stock.adobe.com

Gerätekosten am Bau: Wie Sie Ihr Budget schonen

Wer auf seiner Baustelle so viel wie möglich in Eigenleistung machen möchte, muss das dafür nötige Gerät zur Hand haben. Ein Ankauf ist nicht immer rentabel – wie Sie Ihr Baubudget schonen und trotzdem gut ausgerüstet sind.

Säge, Schleifgerät, Betonmischer, Stemmhammer: Beim Hausbau werden neben den üblichen Werkzeugen auch Großgeräte benötigt, die nicht zur Standardausrüstung zählen. Machen Sie sich vor Baubeginn bzw. vor jeder Bauetappe am besten eine Liste mit allem, was Sie für die anstehenden Arbeiten benötigen. Die oberste Prämisse beim Kauf: Qualität darf, ja, muss kosten! Denn hochwertige Werkzeuge sind nicht nur verlässlich und beständig, sondern schonen auch das Material – Ärgernisse wie ausgerissene Bohrlöcher, unregelmäßig abgeschliffene Holzoberflächen oder unschön geschnittene Fliesen werden dadurch unwahrscheinlicher.

Wie viel Sie für Baugeräte einkalkulieren sollten

Wie tief Sie für die Gerätekosten in die Tasche greifen müssen, ist schwer zu sagen. Aber um Ihnen eine grobe Richtung zu geben: Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus können die Gerätekosten ca. 3 bis 5 Prozent der gesamten Baukosten ausmachen. Das klingt zunächst nicht nach viel, kann aber bei einem Gesamtbudget von 300 000 Euro immerhin zwischen 9000 und 15 000 Euro bedeuten. Und das ist eine Summe, die man lieber vorher eingeplant haben möchte!

Tipp:

Manche Maschinenverleiher empfehlen den Abschluss einer Versicherung beziehungsweise einer Haftpflichtversicherung. Die gibt es zu günstigen Wochenendtarifen und Sie ersparen sich im Falle des Falles eine teure Reparatur oder Ersatzleistung.

Wie Sie Gerätekosten sparen: Wichtige Tipps

Schaffen Sie sich keinesfalls Geräte an, die Sie nicht häufiger benötigen. So gehört der kleine Bohrhammer bei den meisten zum Fixinventar auf der Baustelle, für den teure Abrisshammer lohnt sicher der Weg zum Baumarkt. Die wichtigste Regel fürs Ausleihen: Lieber einmal zu viel fragen als zu wenig!

  1. Erklären Sie dem Mitarbeiter stets genau, wofür Sie das Leihgerät brauchen, damit es zu keinen Missverständnissen kommt und Sie auch ganz sicher das richtige erhalten.
  2. Lassen Sie sich das Gerät im Geschäft zeigen bzw. nehmen Sie es selbst in die Hand. Mit so einem Testlauf vor Ort gehen Sie sicher, dass die Maschine wirklich funktionstüchtig ist und Sie merken, ob Sie mit der Maschine umgehen können oder sich doch lieber für ein anderes Modell entscheiden sollten. Lassen Sie sich für alle Fälle auch eine schriftliche Gebrauchsanweisung mitgeben.
  3. Lassen Sie eventuell vorhandene Schäden (Kratzer usw.) unbedingt im Mietvertrag schriftlich festhalten, damit Sie bei der Rückgabe nicht zur Kassa gebeten werden können. Gleiches gilt für Zubehör. Ein Foto mit dem Handy – noch im Beisein des Verkäufers – erspart spätere Diskussionen.
  4. Erkundigen Sie sich, was alles im Mietpreis enthalten ist und was eventuell gesondert verrechnet wird. Bringen Sie zur Abholung einen amtlichen Lichtbildausweis mit und erkundigen Sie sich vorher über etwaige Kautionszahlungen, die bei Rückgabe des Geräts erstattet werden. Beschädigungen oder Abnützung von Verschleißteilen werden in Rechnung gestellt. Auch dafür sollten Sie die Preise im Vorhinein kennen.

Baumaschinen ausleihen: Worauf Sie achten sollten

Dass man in Baumärkten Werkzeug ausleihen kann, ist allgemein bekannt. Darüber hinaus gibt es aber auch Unternehmen, die Baumaschinen wie Bagger oder Betonabziehgeräte, Baugerüste und Bauaufzüge zum Verleih anbieten. Firmen, die Baumaschinen auch an Private verleihen, haben sich einer umfassenden Betreuung der Baustelle verschrieben und begleiten den Kunden praktisch bis zur Fertigstellung des Rohbaus.

Die Tages-, Wochen- oder Monatsmiete wird nach festen Sätzen vom Vertragsabschluss bzw. von der Maschinenübernahme bis zur Rückgabe berechnet. Bei längerer Mietdauer kann gelegentlich auch pauschal abgerechnet werden.

Besteht keine Möglichkeit, die Leihmaschine selbst zu transportieren, kann man sie sich auch liefern lassen. Die Bereitstellung und Rücklieferung der Baugeräte wird dann nach Kilometersätzen abgerechnet. Die Rückgabe einer Maschine sollte normalerweise bei der jeweils nächsten Niederlassung erfolgen. Man kann aber das Leihgerät, falls notwendig, auch bei einer anderen Zweigstelle zurückgeben, ohne dass dadurch Mehrkosten entstehen.

Redaktion
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