Pavillon oder Pergola: Was bevorzugen Sie?
Garten, Terrasse, Außenbereich dienen gerade in den warmen Monaten als erweitertes Wohnzimmer. Und das will ansprechend und gemütlich gestaltet sein. Von der stilechten Pergola über den Pavillon, der Platz für den Griller und die dazugehörige Sitzecke bietet, bis hin zur kleinen Gartenhütte, die als Lagerplatz für Geräte & Co dient.
- Welche Holzart für Pavillon, Pergola und andere Holzkonstruktionen im Garten?
- Pergola: Rankhilfe, Schattenspender, Rückzugsnische
- Pavillon: Der Allrounder für jeden Garten
- Pergola und Pavillon – Unterschiede auf einen Blick
- Tipps zur Planung von Pergola und Pavillon
- Kostenübersicht: Wie teuer sind Pergola und Pavillon?
Holz ist ein natürlicher, warmer und vielseitiger Werkstoff, der sich perfekt in jeden Gartenstil integrieren lässt. Ob rustikal, clean-puristisch, modern oder mediterran – Holz verleiht dem Outdoor-Bereich Charakter und schafft eine einladende Atmosphäre. Doch nicht jedes Holz eignet sich gleich gut für den Außenbereich.
Ursprünglich ist die Pergola ein hölzener Durchgang wie hier im Bild der breite Rosenbogen. © Dolores-Harvey/stock.adobe.com
Grundsätzlich denkt man bei Holz für den Außenbereich noch immer oft automatisch an tropische Hölzer, da diese witterungsbeständiger und robuster scheinen. Was natürlich Blödsinn ist. Heimische Holzarten wie die Lärche oder die Douglasie sind nicht nur mindestens so langlebig wie die Tropenvarianten, sie sind selbstredend auch umweltfreundlicher und passen einfach besser in heimische Gärten.
| Holzart | Eigenschaften | Pflegeaufwand | Preisniveau | Nachhaltigkeit |
| Douglasie | robust, langlebig, attraktive Maserung | gering | hoch | gut |
| Robinie | robust, langlebig, insektenresistent | gering | mittel | gut |
| Lärche | natürlich harzhaltig, witterungsbeständig | mittel | mittel | sehr gut |
| Zederholz | leicht, natürlich resistent, angenehmer Duft | gering | hoch | gut |
| Bangkirai | extrem widerstandsfähig, langlebig | gering | hoch | schlecht |
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Kletterpflanzen und angenehme Beleuchtung machen die Holzpergola schnell wohnlich und gemütlich - vor allem im Sommer. © Kristina-Blokhin/stock.adobe.com
Lassen Sie sich Ihre Pergola individuell fertigen
Hersteller bieten Maßanfertigungen in jeder beliebigen RAL-Farbe. Dazu verschiedene Dachmaterialien (Glas, Polycarbonat, Textilien) und in der Pergola integrierte Elemente wie Rankgitter oder Sichtschutz-Paneele. Designtechnisch sind hier heute keine Grenzen mehr gesetzt.
Pergola: Rankhilfe, Schattenspender, Rückzugsnische
Als Pergola bezeichnet man einen raumbildenden Säulen- bzw. Pfeilergang oder -bereich, oft im Übergang zwischen Haus und Terrasse oder zur Garage hin. Ursprünglich als Rankhilfe gedacht, dient sie heute der Gliederung von Gartenanlagen oder als eventuell überdachter Aufenthaltsbereich. Wichtig ist die sichere Montage der Pergola-Steher, um ein Umwehen oder Abheben der Konstruktion zu verhindern. Wird an den Stehern eine Kletterpflanze, beispielsweise Wilder Wein, Ramler-Rosen oder Efeu usw. eingesetzt, ist die Konstruktion innerhalb kürzester Zeit zugewachsen und ein wunderschöner Blickfang im romantischen Garten.
Aktuelle Pergola-Trends
Wir haben uns auf dem Markt umgesehen und die wichtigsten Trends hier für Sie zusammengefasst:
- Designtechnisch kommt die Pergola aktuell recht filigran daher: schlanke Linien, reduzierte Optik, klare Formen.
- Moderne Pergolen setzen auf eine Materialkombi aus Holz und pulverbeschichtetem Metall, also Aluminium oder Stahl. Das macht sie nicht nur stabiler, sondern auch pflegeleichter.
- Farblich sind besonders Anthrazit, Schwarz und warme Erdtöne gefragt, die sich ideal mit Naturstein oder Naturholztönen kombinieren lassen.
- Eine der meistgenutzten Innovationen der letzten Jahre sind verstellbare Lamellen an der Pergola. Entweder elektrisch oder manuell steuerbar lässt sich so der Sonneneinfall flexibel anpassen oder die Pergola gänzlich schließen, um so Regen draußen zu halten.
Erinnert an einen Roman von Jane Austen: Der Holzpavillon im verwucherten Romantikgarten. © Shannon-Workman/stock.adobe.com
Achtung bei exponiertem Standort
Pavillons aus Holz sind oft weniger sturmfest als Metallvarianten. Für windige Lagen empfehlen sich Aluminium- oder Stahlkonstruktionen mit stabiler Verankerung.
Pavillon: Der Allrounder für jeden Garten
Der Pavillon ist ein freistehendes, überdachtes und häufig rundum offenes Gebäude mit einem runden oder vieleckigen Grundriss. Früher eher dem Adel und Reichen vorbehalten, findet sich heute in vielen Gärten ein Pavillon. Vom kleinen überdachten Sitzplatz bis zum luxuriösen Bauwerk mit Jacuzzi ist alles möglich. Das hölzerne Multitalent dient als angenehm durchlüfteter Schattenplatz, schützt vor Regen und Sonne und bietet einen etwas abgeschotteten Rückzugsort im Garten.
Aktuelle Pavillon-Trends
Wir haben uns auf dem Markt umgesehen und die wichtigsten Trends hier für Sie zusammengefasst:
- Besonders beliebt sind zurzeit kubische Formen in klaren, geometrischen Designs, ideal mit dunklen Metallfarben oder Holzoptik.
- Immer mehr Modelle sind winterfest und können mit Seitenwänden, Heizungen oder sogar Glasfronten ausgestattet werden.
- Selbermachen boomt – das gilt auch für Holzkonstruktionen im Garten. Besonders gefragt sind unkomplizierte, flexible Schnellaufbausysteme, die sich auch einfach wieder abbauen oder umplatzieren lassen.
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Pergola und Pavillon – Unterschiede auf einen Blick
| Pergola | Pavillon | |
| Funktion | Rankhilfe, Sonnenschutz, Zonierung | geschlossener oder halboffener Raum |
| Stabilität | windanfällig (je nach Bauweise) | sturmfester (bei festem Aufbau) |
| Aufbau/Dach | offen, Lamellen, Textilien (Segeltuch) | geschlossen (z. B. Polycarbonat) |
| Flexibilität | fest installiert | teilweise mobil (z. B. Pop-up-Pavillons) |
| Pflege/Wartung | mittel (Holz) bis gering (Metall) | gering (Metall/Alu) bis mittel (Holz) |
Tipps zur Planung von Pergola und Pavillon
Sie überlegen, sich einen Pavillon in den Garten zu stellen oder Ihren Außenbereich mit Hilfe einer Pergola aufzuwerten? Dann halten Sie sich an diese Tipps zu Standort, Material und Pflege der Holzkonstruktion.
Wichtiges zur Standortwahl
- Pergola: Ideal zur Zonierung von Terrassen oder als Übergang zwischen Haus und Garten. Achte auf eine stabile Verankerung (z. B. Betonfundament oder Erdspieße).
- Pavillon: Braucht eine ebene Fläche und sollte nicht zu nah an Bäumen oder Hecken stehen (Blattfall, Feuchtigkeit).
Wichtiges zur Materialauswahl
- Holz: Natürlich, warm, aber pflegeintensiver. Greifen Sie am besten zu heimischem Holz bzw. nur Materialien mit FSC- oder PEFC-Siegel, welche für Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft garantieren. Je hochwertiger und naturbelassener, desto langlebiger und desto leichter recyclebar. Wir empfehlen: Heimische Hölzer mit Kesseldruckimprägnierung oder thermisch behandeltes Holz. Das Naturmaterial Holz muss regelmäßig gereinigt werden. Auch ölen oder lasieren (je nach Holzart) sind nötig, um das Holz robuster und witterungsbeständig zu machen. Bei Rissen oder Spliss sollten Sie immer sofort nachbehandeln.
- Metall (Alu/Stahl): Langlebig, pflegeleicht, aber weniger gemütlich. Die Reinigung von Metall ist normalerweise unaufwändiger, als bei Holz. Ab und zu mit Wasser abspülen reicht in der Regel schon aus, da das Metall ohnedies pulverbeschichtet ist.
- Materialkombinationen: Die beste Wahl für moderne Designs – z. B. Aluminiumrahmen mit Holzverkleidung.
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Kostenübersicht: Wie teuer sind Pergola und Pavillon?
Eine Pergola kostet grob von 2.000 bis 15.000 Euro inklusive Material und Montage. Für einfache Holzmodelle zum Beispiel aus Fichte liegt der Einstieg bei etwa 2.000 bis 6.000 Euro, Alu-Pergolen kosten schon um die 3.500 bis 9.000 Euro, und für eine Pergola mit Lamellendach werden gut und gerne 5.000 bis 15.000 Euro fällig. Je besser ausgestattet, desto teurer. Besonders gilt dies für Modelle mit elektrisch verstellbaren Lamellen, flexiblen Seitenwänden, integrierter Beleuchtung und natürlich Sonderanfertigungen auf Maß.
Für einen Holzpavillon kann ein Kostenrahmen von etwa 250 bis 1.500 Euro für sehr einfache, kleinere Modelle oder Selbstbausätze angesetzt werden. Pavilons der Mittelklasse mit einer Größe von etwa 3x3 bis 3x4 Metern kommen auf etwa 1.500 bis 4.000 Euro. Große Pavillons kosten ab 4000 Euro. Je aufwändiger die Konstruktion und Ausführung können gut und gerne auch über 10.000 Euro fällig werden. Was den Preis treibt sind bei Holzpavillons vor allem die Holzart, Wandstärke, Dachform, die Behandlung des Holzes und das Zubehör. Modelle mit Wänden, Sitzbank, Brüstung oder Dachaufsatz sind meist deutlich teurer als einfache Varianten. Kesseldruckimprägnierte Holzpavillons kosten oft mehr, sind dafür aber langlebiger und wartungsärmer.