Person montiert mit einem Schraubendreher ein Türschloss in einer weißen Tür in einem Innenraum.

Person montiert mit einem Schraubendreher ein Türschloss in einer weißen Tür in einem Innenraum. © wavebreakmedia/shutterstock.com

Innentüren reparieren: Typische Probleme und Lösungen

Türen im Innenbereich sind starken Belastungen ausgesetzt. Das gilt speziell für Innentüren, die täglich dutzendfach geöffnet und geschlossen werden, aber auch für Schrank- oder Kommodentüren. Wir zeigen Ihnen ein paar Tricks & Tipps, wie Sie kleinere Mängel ganz leicht selbst beheben können.

Die Tür schließt nicht mehr richtig, die Scharniere quietschen oder etwas Holz ist von der Oberfläche abgeplatzt – Türen sind Gebrauchsgegenstände, und zwar des täglichen Gebrauchs. Kein Wunder also, wenn nach ein paar Jahren der Beanspruchung eine Tür erste kleine Mängel zeigt. Die meisten Schäden können Sie selbst beheben, ohne Profi oder spezielles Werkzeug. Wir verraten Ihnen, wie.

Oberflächenkratzer ausbessern

Kleine Kratzer oder Schrammen können ganz einfach mit Holzkitt oder einem Retuschierstift ausgebessert werden. Die Stifte gibt es im Baumarkt in allen gängigen Holzfarben zu kaufen. Den Kratzer mit dem Stift überdecken und anschließend mit einem Lack (glänzend oder matt) versiegeln. Der Kitt wird mit einem Spachtel vorsichtig aufgetragen, trocknen gelassen und zum Ende ebenfalls mit einem Lack versiegelt.

Alte Scharniere austauschen

Neben dem Türschloss wird kein Bauteil einer Türe so sehr beansprucht wie die Scharniere. Entsprechend oft müssen sie repariert werden. Die häufigste Verschleißerscheinung, die grundsätzliche Abnutzung des Materials, kann durch regelmäßiges Ölen der Scharniere verhindert werden.

Nicht vorzubeugen sind ausgerissene oder herausgebrochene Scharniere. Am einfachsten gehen Sie mit einem speziellen Reparaturset für Scharnierschäden vor, die es in gut sortierten Baumärkten gibt. Zunächst müssen alle losen Reste aus dem Holz entfernt werden. Anschließend wird die Fehlstelle mit Knetmasse oder spezieller Zwei-Komponenten-Spachtelmasse befüllt. In die noch feuchte Masse kann nun das (alte oder neue) Türscharnier gedrückt werden. So sparen Sie sich aufwändiges Bohren. Nach einer gewissen Aushärtezeit (siehe Gebrauchsanweisung der Knet- oder Spachtelmasse) kann das Scharnier eingeschraubt und die Tür wieder eingehängt werden. Der gleiche Reparaturweg gilt übrigens auch für ausgerissene Topfscharniere von Kommoden.

Hinweise und Tipps

Tipp:

Achten Sie beim Hobeln darauf, dass Sie von außen nach innen arbeiten. So verhindern Sie ein Wegbrechen der Außenkanten!

Klemmende Türen leichtgängig machen

Eine im Bodenbereich klemmende Türe ist keine Seltenheit. Besonders, wenn Sie gerade Ihren kompletten Bodenbelag ausgetauscht haben. Doch bevor Sie sich mit dem Hobel an der Türunterseite zu schaffen machen, prüfen Sie zunächst nach, ob sich die Türangeln justieren lassen. Meist kann dies schon das Problem lösen. Ist dem nicht der Fall, die Tür hat nach oben aber noch Luft, können sogenannte Fitschenringe (die es in verschiedenen Dicken und Durchmessern gibt) über die Angelbolzen gegeben werden, um die gesamte Tür anzuheben. Beide Kniffe helfen auch bei schiefen Türen. Ist auch dies nicht möglich, kommen Sie um den Hobel dann doch nicht herum.

Redaktion
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