Mehrstöckige Gebäude verschiedener Höhen im modernen Stil Menschen laufen und interagieren auf einem städtischen Platz Bäume und Büsche bieten zusätzliches Grün unter einem blauen Himmel mit vereinzelten Wolken

Mehrstöckige Gebäude verschiedener Höhen im modernen Stil Menschen laufen und interagieren auf einem städtischen Platz Bäume und Büsche bieten zusätzliches Grün unter einem blauen Himmel mit vereinzelten Wolken © HoHo Wien und HoHo Next cetus Baudevelopment GmbH und Rüdiger Lainer u Partner Architekten ZT GmbH

Fertigteile: Mehrgeschoßiger Holzbau

Neben der traditionellen Errichtung von Einfamilien­häusern wird der mehrgeschoßige Fertigteilbau unbestritten zu einem immer stärkeren zweiten Standbein der heimischen Unternehmen.

Neben vergleichsweise kurzen Bauzeiten, einer rascheren Wertschöpfung und vielen Vorzügen der Finanzierung sind es vor allem die Kosten und die Fixpreisgarantien, die immer mehr Bauträger und Baherren auch beim öffentlichen Bau - Schulen, Wohnhausanlagen, Reihenhaussiedlungen, Gemeinschaftspraxen, Hotels, Bürohäuser etc. - auf Fertigbauweise setzen lassen. Die Arbeiten auf der Baustelle gehen rascher voran, es müssen weniger LKW-Ladungen abgewickelt werden (CO2-Ersparnis!) und die AnrainerInnen werden nicht so lange durch Lärm und Staub belästigt, wie bei der herkömmlichen Bauweise.

Dank Vorfertigung geht's schneller...

Gerade bei Wohnhausanlagen, Altenheimen, Schulen usw. erwartet man eine möglichst schnelle Realisierung des Bauvorhabens. Da hat der Fertigteilbau die Nase vorn, auch wenn die Zeiten für die Abwicklung mit den Behörden (Baubewilligung, Gewerbebehörde usw.) identisch sind. Wie im Fertigbau für Einfamilien­häuser werden auch für den mehrgeschoßigen Bau die Wände mit Fenstern und Türen, die Decken und das Dach in der Halle vorgefertigt. Auf der Baustelle wird dann nur mehr die Heizung installiert, die Fassadenendbeschichtung wird hergestellt und Fliesen werden verlegt. Hier werden auch die Sanitäranlagen endgefertigt und Farbe kommt an die Wände.

... und billiger

Auch in punkto Kosteneffizienz braucht die Fertigbauweise den Vergleich mit der herkömmlichen nicht zu scheuen. Im Gegenteil, die Kostenstruktur ist leichter überschaubar, einfacher zu überprüfen und die Bautermine können genauer eingehalten werden. Zeit ist Geld: da trocken gebaut wird, können die Gebäude auch sofort benutzt bzw. vermietet werden. Positiv ist auch, dass die Wandstärken im Vergleich zur konventionellen oft geringer ausfallen (können). Das ergibt sich aus dem Wandaufbau, bei dem reichlich Dämmmaterial auch im Kern der Wand zu finden ist. Ziegel- und Betonbauten werden zudem nur außen gedämmt. Dünnere Wände bedeuten noch dazu Raumgewinn. Die Nutzfläche kann so zwischen fünf und acht Prozent höher liegen. Die Dämmung im Kern und an der Außenwand stärkt die Energieeffizienz, und so lässt sich in Fertigbauweise ganz einfach Niedrig- oder sogar Passivhausstandard erreichen.

Hinweise und Tipps

Aktuelle Zahlen:

Der Gesamtumsatz der ÖFV-Mitglieder lag 2017 bei 699 Millionen Euro. Den Löwenanteil am Umsatz macht mit 80 Prozent der Einfamilienhausbau im In- und Ausland. Neben Ein- und Zweifamilienhäusern wurden von den erfassten Unternehmen insgesamt 115 groß­volumige Gebäude im Inland errichtet.

Österreich exportiert

Am internationalen Markt konnten die österreichischen Unternehmen im vergangenen Jahr wieder zulegen. So produzierten die Mitglieder des ÖFV im Vorjahr 666 Einfamilienhäuser für den Export. Zu den wichtigsten Exportmärkten zählen Italien, Deutschland und die Schweiz. Roland Suter, Vizepräsident des Europäischen Fertigbauverbandes: "Der Löwenanteil der Wertschöpfung bleibt in Österreich und zusätzlich werden unsere Arbeitsplätze gesichert. Nur durch die Produktion in unseren Werken können wir die hohen Qualitätsstandards garantieren, die für das positive Image im Ausland sorgen."

Veronika Kober
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