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Bauwirtschaft: Wie es 2025 weitergeht

Das Forum mineralische Rohstoffe wagt in einer aktuellen Aussendung einen Blick in die Zukunft. Wie geht es mit der Bauwirtschaft im kommenden Jahr weiter? Bleibt die Krise bestehen oder kommt es zur Ankurbelung der Konjunktur?

Hinweise und Tipps

Das Forum mineralische Rohstoffe ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Mitgliedern der Wirtschaftskammer Österreich. In dieser Arbeitsgemeinschaft werden die Interessen von über 100 mineralische Rohstoffe gewinnenden Unternehmen vertreten. Trägerorganisationen sind der Fachverband Steine-Keramik und die Bundes- und Landesinnungen der Bauhilfsgewerbe.

Nach -1,0 % im Vorjahr wird das reale BIP 2024 um 0,6 % schrumpfen. Ähnlich wie Deutschland leidet auch Österreich unter der Investitionsflaute und der schwachen Nachfrage nach Investitionsgütern und Maschinen. 2025 dürfte die Auslandsnachfrage etwas anziehen und in Österreich für Konjunkturimpulse sorgen, die auch die private Konsumnachfrage beleben. Die Gesamtwirtschaft wird jedoch zunächst nur verhalten um 1 % wachsen. Die Ausrüstungsinvestitionen werden 2025 noch schrumpfen, nicht zuletzt da sich die Ertragslage der Unternehmen aufgrund der Rezession und wegen der Lohn- und Rohstoffpreissteigerungen verschlechtert hat. Die Bauinvestitionen werden 2025 vom Baukonjunkturpaket profitieren.

Teuerung geht weiter zurück

Im Jahresdurchschnitt 2024 wird die Verbraucherpreisinflation 3,1 % betragen, 2025 nur mehr 2,2 %. Die Arbeitslosenquote wird als Folge der Rezession auch 2025 noch steigen (+ 7,2 %). Das Budgetdefizit entfernt sich nicht nur konjunkturbedingt zunehmend von einem nachhaltigen Pfad.

Weiterer Rückgang in der Bauwirtschaft

Die Bauwirtschaft ist seit Jahren in der Rezession, welche sich heuer weiter verschärfen wird. Für 2024 wird ein Rückgang von 4,4 % erwartet, wobei insbesondere der Wohnbau massiv betroffen ist (-6,3 %). Grund dafür sind hohe Kosten für Material, Rohstoffe und Personal, Baustopps und strengere Kreditvergaberichtlinien. Erst im Jahr 2025 wird ein leichter Aufwärtstrend der österreichischen Bauwirtschaft mit einem Wachstum von 0,4 % erwartet.

Nach sukzessiven Rückgängen seit 2019 sanken die Baubewilligungen im Jahr 2023 erneut, und sogar noch stärker als in den Vorjahren (-31,4 %). Die WIFO-Prognose erwartet für die Jahre 2024 eine Abschwächung der Verluste und eine Gegenbewegung im Jahr 2025. Die Niveaus der Vorjahre bleiben aber mittelfristig außer Reichweite. Insgesamt dürfte die Zahl der Baubewilligungen im Jahr 2024 um 4,7 % von 34.900 auf 33.200 Einheiten zurückgehen. Das Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser schrumpft dabei um 6,2 % bzw. 700 Einheiten überproportional stark. Der Mehrgeschoßbau geht um 4,0% bzw. 1.000 Einheiten zurück. Im Folgejahr 2025 wachsen laut Prognose erstmals seit 2019 beide Segmente: der Mehrgeschoßbau um 5,0 %, der Ein- und Zweifamilienbereich um 9,4 %.

Konjunkturerhebung des Fachverbands Steine-Keramik

Die Mitgliedsbetriebe der Baustoffindustrie verzeichneten im 1. Halbjahr 2024 einen Umsatzrückgang von 8,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dieser Umsatzrückgang ist fast zu gleichen Teilen auf die bauaffinen Branchen und die exportorientierten Industriezulieferer zurückzuführen. Die größten Rückgänge gab es in der Beton-, Transportbeton-, Feuerfest- und Ziegelindustrie. Die Sand- und Kiesindustrie verzeichnete ein Minus von 6,4 %, die Schotterindustrie ein Plus von 3,4 %. Die Beschäftigtenzahl in der Baustoffindustrie ging um 5,0 % zurück.

Redaktion
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