Recycling mit System am Bau
Der Dämmstoffhersteller Austrotherm macht Kreislaufwirtschaft auf der Baustelle einfach: Saubere EPS- und XPS-Verschnitte werden kostenlos abgeholt und als Rohstoff wieder in den Produktionskreislauf geführt.
Kreislaufwirtschaft direkt auf der Baustelle
Mit dem neuen Recycling-Service macht Austrotherm nachhaltiges Bauen in der Praxis einfacher. Saubere EPS- und Austrotherm XPS®-Verschnitte werden direkt von der Baustelle abgeholt und in der neuen Recyclinganlage in Purbach am Neusiedler See wieder in den Produktionskreislauf zurückgeführt.
Was früher als Baustellenabfall entsorgt wurde, wird damit erneut zum wertvollen Rohstoff für hochwertige Dämmstoffe.
Recycling Folder durchblättern
Einfach sammeln, kostenlos recyceln
Der Service ermöglicht eine kostenlose Rücknahme der Materialien und reduziert gleichzeitig Entsorgungs- und Logistikkosten. Wichtig ist die sortenreine Sammlung der sauberen Baustellenverschnitte in den bereitgestellten Recycling-Säcken. EPS- und XPS-Materialien werden dabei getrennt gesammelt. Die vollen Säcke können entweder direkt abgeholt oder in die Austrotherm Werke in Purbach am Neusiedler See oder Pinkafeld gebracht werden.
Die neue Anlage am Standort Purbach am Neusiedler See ist in dieser Form österreichweit einzigartig. © Austrotherm Österreich GmbH
Neue Recyclinganlage in Purbach am Neusiedler See
Die neue Anlage am Standort Purbach am Neusiedler See ist in dieser Form österreichweit einzigartig und bereits im Vollbetrieb. Für 2026 rechnet der Dämmstoffhersteller mit rund 100 Tonnen EPS- und XPS-Dämmstoffabfällen, die wieder in den Materialkreislauf zurückgeführt werden können. Diese Menge entspricht dem Dämmmaterial für mehr als 100 Einfamilienhäuser.
Langfristig bietet die Anlage eine Recyclingkapazität von bis zu 1.000 Tonnen pro Jahr.
Messbarer Beitrag zum Klimaschutz
Auch die ökologische Wirkung ist klar bezifferbar: Während bei der Herstellung einer Tonne primären Polystyrols rund 2,4 Tonnen CO2 entstehen, verursacht recyceltes Polystyrol lediglich etwa 0,5 Tonnen CO2. Dadurch sinken die Emissionen pro Tonne Rohstoff um rund 1,9 Tonnen CO2.
Blick in die Zukunft
Erste erfolgreiche Pilottests mit EPS aus Wärmedämmverbundsystemen zeigen bereits weiteres Potenzial. Langfristig sollen auch verschmutzte EPS- und XPS-Abschnitte sowie komplette WDVS recycelt werden können. Damit setzt Austrotherm einen weiteren Schritt in Richtung funktionierender Kreislaufwirtschaft im Bauwesen.
2026 rechnet Austrotherm mit rund 100 Tonnen EPS- und XPS-Dämmstoffabfällen. © Austrotherm Österreich GmbH
Das könnte Sie auch interessieren
Weitere Ratgeber, die Ihnen gefallen könnten
Meistgeklickt auf wohnnet.at
Diese Beiträge werden von unseren Leserinnen und Lesern besonders häufig aufgerufen.