Rollrasen: Der schnelle Weg zum perfekten Grün
Heute rollen, morgen schon genießen? So schnell geht es natürlich nicht, aber ein Rollrasen ist die perfekte Alternative für Ungeduldige und Untalentierte. Wir haben alle Infos zu Verlegung, Pflege und Kosten von Fertigrasen.
- Was ist Rollrasen?
- Wie wird Rollrasen hergestellt?
- Wann ist die beste Zeit, einen Rollrasen zu verlegen?
- Kann ich selbst einen Rollrasen verlegen?
- Wie pflegt man den Rollrasen richtig?
- Was sind die Vorteile von Rollrasen?
- Was sind die Nachteile von Rollrasen?
- Was kostet ein Rollrasen?
- Alternative zu Rollrasen: Matten legen
Endlich ist es so weit! Sie beziehen Ihr eigenes Haus und bekommen Ihren lang ersehnten Garten. Aber dort wo demnächst Grillpartys steigen, die Kinder spielen und Hund und Katze toben sollen, liegt ein großer Erdhaufen. Von sattem Grün keine Spur. Die Freude ist etwas getrübt, denn die Anzucht eines schönen Rasens dauert schon mal einige Monate, vor allem bis dieser schließlich auch belast- und betretbar ist. Rollrasen bietet hier eine sehr beliebte und attraktive Alternative. Der Fertigrasen erfreut sich immer größerer Beliebtheit, er hat im Gegensatz zur Rasensaat nämlich einen immensen Vorteil: Er ist sofort begehbar. Während das Ziehen eines Rasens Monate dauert und ständig geschützt und gepflegt werden muss, hat man beim Fertigrasen bereits nach 2 Wochen die volle Nutzung - inklusive dem lang ersehnten Fußballspiel. Zudem leuchtet der Rasen sofort nach dem Verlegen in sattem Grün und sorgt somit für Freude und Wohlbefinden.
Was ist Rollrasen?
Rollrasen ist vorgezüchteter Rasen, der auf speziellen Feldern unter optimalen Bedingungen angebaut, sorgfältig gepflegt und nach einer Wachstumsperiode von etwa einem bis zwei Jahren geerntet wird. Die Ernte erfolgt, indem der Rasen inklusive einer dünnen Erdschicht in Bahnen von 40 cm Breite, 250 cm Länge und 2 cm Stärke abgeschält und zu handlichen Rollen oder Platten verarbeitet wird. Diese können dann transportiert und auf vorbereitetem Untergrund ausgelegt werden. Sie als Kunde sparen dadurch Zeit und Aufwand für die Samenpflege, Junggraspflege und sämtliche Erziehungsmaßnahmen. Mit der Verlegung unseres Rasens bekommen Sie eine perfekte dichte Rasenfläche, in der Unkraut keine Chance hat.
Wie wird Rollrasen hergestellt?
Der Prozess beginnt mit der Auswahl qualitativ hochwertiger Rasensamen, die je nach gewünschter Rasenart (z. B. Spiel-, Schatten- oder Sportrasen) kombiniert werden. Der Boden wird sorgfältig vorbereitet, um optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen. Nach der Aussaat wird der Rasen regelmäßig gemäht, gedüngt und bewässert, um ein gleichmäßiges Wachstum zu gewährleisten. Nach Erreichen der nötigen Reife wird der Rasen schonend geerntet und für den Transport vorbereitet. Bei der Verlegung wird der Rollrasen einfach auf einen vorbereiteten, ebenen und nährstoffreichen Untergrund ausgelegt, fest angedrückt und ausreichend gewässert.
Wann ist die beste Zeit, einen Rollrasen zu verlegen?
Rollrasen kann ganzjährig verlegt werden, sofern der Boden nicht gefroren ist. Die optimale Verlegezeit ist aber von März bis Anfang November, da wächst der Rasen bestens fest. In den Hochsommermonaten Juli und August kann ebenso verlegt werden, nur muss man hier bei der Anwuchspflege besonders sorgfältig für eine ausreichende Bewässerung während der ersten sieben bis zehn Tage sorgen.
Kann ich selbst einen Rollrasen verlegen?
Rollrasenverlegung ist eine leichte Arbeit, und kann von jedem der dies selbst machen möchte, auch durchgeführt werden. Eine gründliche Vorbereitung des Untergrundes ist aber essenziell. Die alte Rasennarbe muss mit einem Sodenschneider oder Spaten abgetragen werden. Der Boden dann je nach Erfordernissen in der Oberschicht 5 bis 10 cm tief gelockert, von Steinen und Unkraut befreit und gegebenenfalls mit Kompost angereichert werden. Dann wird die Fläche schön eben planiert und mit einer Walze rückverdichtet. Dünger aufbringen, Rasen ausrollen, nochmals walzen und gut eingießen – fertig!
Wie pflegt man den Rollrasen richtig?
Die Pflegemaßnahmen von Rollrasens sind die gleichen wie auch bei selbst angebauten Rasen. Die wichtigsten Pflegemaßnahmen sind die ausreichenden Düngergaben drei- bis viermal im Jahr, am besten mit unserem Bio-Langzeitdünger. Regelmäßiges Rasenmähen sorgt für eine starke Verzweigung der Gräser und ergibt somit eine dichte Rasennarbe, und richtiges Bewässern natürlich: Nach der Anwuchsphase von sieben bis zehn Tagen, in der täglich bewässert wird, sollte der Rasen nur mehr ein- bis zweimal wöchentlich bewässert werden, dann aber tiefgründig, so wachsen die Wurzeln tief in den Boden und starke Wurzeln ergeben gesunden, dichten Rasen. In einer gepflegten Rasenfläche hat Unkraut keine Chance, und Ihr Rasen wird immer schön und gesund bleiben.
Was sind die Vorteile von Rollrasen?
- Sofortiges Ergebnis: Im Vergleich zur herkömmlichen Aussaat bietet Rollrasen sofort ein grünes und nutzbares Rasenbild.
- Erosionsschutz: Die Rasenrollen bieten sofortigen Schutz vor Bodenerosion auf abschüssigem Gelände.
- Zeitersparnis: Die Anlage eines Rasens aus Rollrasen ist wesentlich zeitsparender als die herkömmliche Saat.
- Unkrautunterdrückung: Da der Rasen dicht wächst, hat Unkraut kaum eine Chance.
Was sind die Nachteile von Rollrasen?
- Kosten: Rollrasen ist in der Anschaffung teurer als Rasensaat.
- Wasserverbrauch: Vor allem in den ersten Wochen nach der Verlegung ist der Wasserverbrauch hoch.
- Anpassung: Rollrasen muss schnell verlegt werden und benötigt eine sorgfältige Vorbereitung des Untergrunds.
Was kostet ein Rollrasen?
Gehen wir von einer Rasenfläche von 100 Quadratmetern aus. Hierfür kostet die Aussaat je nach Rasenart und Samenqualität zwischen 300 und 400 Euro. Im Vergleich dazu sind für die gleiche Fläche Rollrasen ungefähr 500 bis 800 Euro (inkl. Lieferung) zu kalkulieren. Die Kosten für die Bodenvorbereitung und den Starterdünger sind mehr oder weniger gleich hoch. Der Rollrasen kostet also gut und gerne das Doppelte vom selbst gesäten Gras. Bedenken Sie aber auch die Pflegekosten und all die Mühen und Geduld bis der Rasen dicht und unkrautfrei ist, zusätzlich zu dem Zeitverlust von einem Jahr, wo der Garten nicht wirklich genutzt werden kann.
Person pflanzt auf einer Wiese Grasbüschel in den Boden ein trägt Gummistiefel Umgebung ist eine Rasenfläche. © jocic/shutterstock.com
Alternative zu Rollrasen: Matten legen
In eine biologisch abbaubare, organische Matte ist Grassamen eingearbeitet, der bei Feuchtigkeit keimt. Die Matte gibt dem keimenden Rasen Nahrung, Schutz und verhindert zugleich die Bodenerosion. Auch das Einweben verschiedener Rasensorten in die Matte ist möglich. Die Matten werden nach Quadratmetern gekauft und mit einer Schere zugeschnitten.
Eindeutiger Vorteil der Matten: Sie brauchen für den Rasenanbau weder ein Sägerät noch eine Rasenwalze. In der Anwuchsphase muss lediglich auf ausreichend Feuchtigkeit geachtet werden. Nach dem ersten Gießen klebt die Matte bereits wie eine zweite Haut am Boden. Zur Sicherheit kann sie am Rand mit Öko-Haken befestigt oder mit Steinen beschwert werden. Auch Vögel sind keine Gefahr mehr, da sie keinen Grassamen aufpicken können. Geeignet sind Rasenmatten für die Verlegung in Gärten und auf Kleinflächen, auf Pisten und Böschungen, sowie für felsigen oder steinigen Untergrund mit wenig Humus ist die Matte besonders geeignet, da sie Düngemittel und spezielles Saatgut enthält.
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